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Tuesday, February 28th 2012, 11:19am

SW:TOR Fire & Ice

Shizuko betrachtete den finsteren Bau welcher vor ihr in der verpesteten Atmosphäre von Nar Shaddaa aufragte. Es war die Blutarena wie sie unter vorgehaltener Hand genannt wurde, hier wurden die Spiele der Equilibrium-Liga ausgetragen um das nach Gewalt dürstende Publikum zu unterhalten. So und nicht anders hatte man es ihr zumindest erklärt und trotzdem wurde sie nicht schlau daraus was die Leute daran fanden, einem derartigen Spektakel zuzusehen. Sicher war nur eines: sie war gereizt, all die vielen Menschen um sie herum das bedrückende Gefühl, als würde man ihr die Kehle abschnüren, am liebsten würde sie mit einem Sprengstoff sich etwas Freiraum schaffen aber - auch das wurde ihr erklärt – wäre eine verdammt schlechte Idee gewesen.
Sie seufzte einen Moment, versuchte sich erfolglos zu beruhigen und gab es schließlich auf.
„Sag mir, kleiner Chi, warum bin ich hier?“ mit diesen Worten legte sie den mitgebrachten Datenchip in das Lesegerät ein und verband es mit ihrer Brille. Für einen Moment flackerte eine Wolke aus unkoordinierter Partikel in der rechten unteren Ecke ihres HUD's biss sie sich schließlich zur Gestalt von Nick zusammenfügten der prompt zu sprechen begann:
„Das Ziel heißt „Ooda Fen, Huttenballspieler bei den Pestratten“ seine Gestalt flackerte kurz bevor er schließlich mit dem Briefing fortfuhr: „Einfach nur markieren, damit wir ihn verfolgen können, er darf jedoch keinesfalls Misstrauisch werden. Das heutige Spiel ist gegen die Faulwürmer, die sind dafür berühmt Söldner für ihre Spiele anzuheuern um aus der Statistik zu fallen, du solltest also nicht auffallen. Ich habe dich bereits angemeldet, dein Gladiatorname wird dir gefallen...“
„Black Widow?“ Shizuko drehte sich um und wünschte sich in diesen Moment Nick vor sich um ihn durch die Mangel zu drehen, doch stattdessen begann die Holoaufzeichnung zu rauschen und verschwand schließlich. Seine Abwesenheit rettete ihm in diesen Augenblick das Leben und versaute den Droiden neben ihr den Tag welcher nun quengelnd und fiepend wieder versuchte auf seine Räder zu kommen. Der Einweiser der Faulwürmer nahm einen zusätzlichen Meter Sicherheitsabstand als er ihr den Weg in die Kabinen deutete. „Wenn sie wütend sind, lassen sie die Wut auf ihre Gegenspieler in der Arena aus, das ist legal und sie kriegen Geld dafür“ Für diese Worte erntete er einen seltsamen Blick und schließlich ein knappes Nicken, sie begann zu verstehen,... langsam...

Mortem justierte zum letzten mal den Sitz seiner Rüstung: Stiefel, Protektoren für Oberschenkel und Rücken, Tornister, Brustplatte und, das wichtigste von allen, das Suspensorium. In Diesen Spiel war ein guter Schutz wichtig, für seine eigene Zukunft und den Sieg im Spiel. Viele waren nachlässig, lebten immer nur für den nächsten Tag und dem schnellen Ruhm... er hatte schon zu viele aufstrebende Spieler gesehen die für einen Moment wie eine Supernova in der Öffentlichkeit glühten und eine Hand voll Tage später wieder erloschen. Ein falscher Schritt, eine Granate am falschen Ort und schon trug man für den Rest seines Lebens einen irreparablen Hirnschaden davon... Huttenball lebte von Gewalt und wer glaubte ohne ausreichend Schutz darin eine Zukunft zu sehen, war nicht nur Naiv sondern verdammt Dumm. Der Huttenballspieler wurde schließlich aus seiner Routine gerissen als ihn ein Team-Kamerad auf die Schulter klopfte, sein Rückenmodul überprüfte, ein paar mal daran zog um den Sitz zu überprüfen und ihn schließlich den erhobenen Daumen zu zeigen. „1A wie immer, Kenshin“ Mortem verzog kurz gequält die Mine, als er mit seinem bürgerlichen Namen angesprochen wurde. „Jemand muss dir schließlich den Arsch da draußen retten, Sinkralafli`xiantha-ma“ „Fast richtig, du hast das „ian“ falsch betont, aber du näherst dich.“
Mortem überprüfte nochmal seinen Blaster, dass er auch wirklich mit einem Betäubungszylinder ausgerüstet war und steckte ihn zurück in den gesicherten Holster.
„Deine Prognose für das heutige Spiel?“ Mortem streifte die Haare seines Ponys zurück bevor er begann, sein linkes Unterarmtool zu überprüfen. „Wir kennen wie immer nicht die Zusammensetzung des Gegners, es kann ein Haufen marodierender Killer-Stick Junkies sein oder eine Elite- Söldnereinheit... oder was dazwischen, aber die Erfahrung zeigt, das meistens nie mehr als 4 Personen durch Koordination hervorstechen... kurz und knapp: wir werden unseren Spaß haben.“ Mit einem metallischen Surren fuhr eine Klinge aus seinem Unterarm welche sofort wieder verschwand. Er lies sich einen Moment zeit um auf den fragenden Blick seines Mitspielers zu antworten. „Non-Letale Waffen schön und gut, aber bevor ich mich von einem mit Drogen vollgepumpten Berserker zerreißen lassen, säble ich ihn lieber was ab. Ruf hin oder her mein Leben geht mir vor
„Für den Sieg“ begann er. „Für den Ruhm!“ setzte sein Gegenüber fort. „Bleib am leben“ Endete Mortem, schlug ihn freundschaftlich gegen die Brust und schritt an ihm vorbei in Richtung der Schleuse.

„Meine Damen und Herren, spielen wir Huttenball!!!“
Die transparente Barriere senkte sich und eine Vielzahl unkoordinierter Söldner sprangen in die Grube, bis auf ein paar wenige deren Hirn nicht von Drogen und Amphetamin zerfressen war.
Shizuko sprang hinter ein paar Sandsäcken in Deckung und legte an. Ihr Ziel: etwa 510 Meter, schwer gepanzerter Durastahl, etwa 13km/h schnell. Sie musste ihn mit mindestens 3 Saber-Darts unter die Haut treffen. Doch würden die Darts niemals durch eine gehärtete Metallplatte dringen, sie waren dafür ausgelegt spurlos in weiches Fleisch, maximal durch dünne Kleidungsschichten, zu dringen und diese Spezialanfertigungen haben den Rüstungsdurchschlag kaum verbessert... Doch jede Rüstung hatte seine Schwachstellen, spätestens an den Gelenken mussten bewegliche Materialien her.... „Meine Kugel kennt keine Gnade, und macht keine Unterschiede“ sie drückte ab... der Dart flog über das Feld und drang in die Kniekehle des Zieles ein.Sie vergewisserte sich, getroffen zu haben und lud schließlich ein seismisches Projektil und blickte an der riesigen Uhr empor. „Zeit für das Spiel“

Er fühlte sich lebendig! Das Adrenalin rauschte ins einen Ohren, das Brüllen der aufgeheizten Menge, die Hitze, der Gestank der Grube... dies war ein teil seines Lebens, Abenteuer, Action, Nervenkitzel... Die Gegner hatten irgendwie den Ball bekommen. „Mortem, da steht links über dir einer Frei, behalte ihn im Auge! Siren liegt schon wieder im Dreck, irgendjemand hat ihr das Licht ausgeknipst, Ooda, nimm ihre Position ein„ Ihr Taktiker hatte alle Hände voll zu tun, um die Koordination aufrecht zu erhalten
Mortem musste grinsen, ja, das war Huttenball, der Gegner war stärker als erwartet, doch eher durch ihre Unberechenbarkeit. Er sah den Ball fliegen, wie erwartet auf den Freistehenden, er zündete die Raketen seines Tornisters, jagte auf ihn zu und... dann wurde es für eine Sekunde schwarz als ihn etwas mitten im Flug traf. Er knallte gegen ein Geländer und sah noch, wie der Junkie den Ball über die Linie trug...

„Shizuko lud nach, sie hatte den Springer aus der Luft gefischt und ihnen so einen Punkt beschert sowie erfolgreich einen 4. Sender am Ziel angebracht. Die Parameter für die Mission waren erfüllt, nun könnte sie sich eigentlich zurück lehnen, wenn um sie herum nicht ein kleiner Krieg tobte der sie ein wenig an die Schützengräben von Caedes erinnerte... hier war es nur zivilisierter, zur Belustigung der Massen und auf kleineren Raum. Mit einem Klicken lud schob sie eine weitere Schockkugel in den Lauf.

„Was hat mich denn da getroffen?“ Mortem hielt sich kurz den Kopf bevor er sich langsam wieder aufrichtete während ungezielte Querschläger an ihm vorbei pfiffen. Er zog sich hinter eine Deckung um erst mal wieder klar im Kopf zu werden bis er Schließlich das Bild einer jungen Frau in sein HUD eingeblendet bekam „Gegnerisches Team, Black Widow, sie hebelt systematisch unsere Strategie aus indem sie wichtige Spieler zur richtigen Zeit ausschaltet.“
„Also, von hier sieht sie ziemlich süß aus, ob sie auf harte Kerle steht?“ „Pech für dich Mortem, dann scheidest du wohl aus“ „Ruhe ihr beiden!“ Unterbrach der Taktiker “Mortem, du und Quenk, kümmert euch um sie, der Rest: stürmt nach vorne, wir brauchen mindestens einen Ausgleich.“ Mortem erstarrte kurz, Quenk war ein Psychopath im Drogenrausch, wenn er einen guten Tag hatte, hielt er sich an Anweisungen, doch heute hatte er sich mit einem neuen Stim kurz vor dem Spiel abgeschossen. Er war nur im Team weil er bei den Hutten ob seiner Blutrünstigkeit so beliebt war sonst wäre er schon längst rausgeschmissen worden. Es würde ein Blutbad geben und das wusste der Taktiker, scheinbar hatte irgendjemand hohe Summen auf genau dieses Spiel gesetzt und übte deswegen Druck auf ihn aus... Er sprang aus seiner Deckung hervor und jagte über den Laufsteg der unter seinen schweren Stiefeln donnerte und beinahe das Geschrei der Massen übertönte in den gegnerischen Bereich, vielleicht würde er rechtzeitig kommen , bei dem Gedanken, krampfte sich etwas in seiner Brust zusammen... „Scheisse“ murmelte er zu sich selbst und legte noch einen Zahn zu

Widow... Shizuko hatte ein ungutes Gefühl als würde sich eine Schlinge um ihren Hals zuziehen, sie sah sich kurz um, konnte jedoch niemanden erkennen der ihr Gefährlich sein könnte bis auf den Spieler, welcher genau in ihre Richtung vorstürmte, sie legte an, zögerte, vertraute dann doch ihren Instinkten und sprang zur Seite. Gerade noch rechtzeitig denn eine Vibroklinge bohrte sich in die Sandsäcke, dort wo sie gerade noch gekniet hatte. Dummerweise war neben ihr jedoch nur ein Abgrund gewesen und so knallte sie unsanft auf die nächste Ebene. Der Schmerz jagte durch ihr Rückrat als sie unsanft aufschlug, jedoch war sie an Schmerzen gewöhnt... und an das überleben. Im nächsten Moment war sie wieder auf den Beinen und zog ihr Vibromesser aus dem Stiefel. Ein paar Meter unter ihr brodelte und zische die Hochagressive Säure einer Grube als sie versuchte, das Material eines Scharfschützengewehres aufzulösen... und sie schaffte es sogar. Doch dafür war keine Zeit, ihr Gegner sprang außerhalb ihrer Reichweite auf ihre Ebene und schon beim ersten Blick wusste sie, dass es sich um einen mit Stims aufgeputschten Irren handelte dessen Nerven von den Drogen taub und stumpf geworden sind,... er würde nicht mal merken, wenn er starb...

Vor Mortem baute sich ein hünenhafter Schrank auf. Menschlich, Muskelbepackt und zu schwer um ihn irgendwo hin zu schubsen... und er versperrte ihn den Weg! Er setzte auf Beweglichkeit, täuschte an, tauchte unter dessen Griff ab und brachte den Hünen dann durch einen gut platzierten Schulterstoß aus seinem Gleichgewicht. Die Schwerkraft erledigte den Rest und zog ihn eine Ebene weiter nach unten. Die Menge Jubelte, sie schrie, sie grölte! Doch Mortem rannte weiter denn einige Meter vor ihn setzte Quenk zum Angriff an...

ER stürmte auf sie zu, mit hoch erhobenen Messer und der ausladenden Geste eines Gladiators der eine gute Show liefern wollte... doch dieses Erkenntnis half ihr nur wenig, denn er war schneller als alles, was sie bis dahin gesehen hatte und sie hatte gerade noch genug zeit, um den Schlag auszuweichen... Er traf sie trotzdem, zwar nicht mit der Klinge, dafür mit der vollen Kraft seines Körpers. Sie hörte es knacken und wurde weit genug zurück gestoßen, um sie aus dem Explosionsradius einer Mine zu katapultieren. Sie rollte sich nach hinten ab und kam auf wackeligen Beine zu stehen... was auch immer ihr Gegner eingenommen hat, er war Schneller, Stärker und Härter als sie.... und er würde sich kaum ablenken lassen.... es sah schlecht aus.

Mortem sprang über den Abgrund zwischen den Ebenen und landete auf der anderen Seite... weich zu seinen Glück denn der Duros unter ihn hatte den Großteil des Aufpralls abgefangen. „Dank dir Junge, ich zahl deine Med-Center Rechnung, versprochen“ Rief er über die Schultern als er bereits ein paar Meter weiter war.

Er kam wieder angestürmt, unverhohlen, direkt, nur mit einem festen Ziel vor Augen. Sie hatte keine Zeit für einen Plan, also vertraute sie ihren Instinkten. Sie nahm den Schildprojektor von ihrem Gürtel. Ein Interessantes kleines Tool welches sie von diesem Techniker der Sphinx bekommen hatte. Es projizierte ein Hüfthohes Kraftfeld hinter welches man in Deckung gehen konnte. Damit es auch kinetischen Waffen standhielt, konnte man es verankern... und genau in diesen Moment jagten vier gehärtete Stifte in den Boden. Als die Schockgranate schließlich zwischen ihnen beiden explodierte, wurde Er vom Geländer geschleudert und Shizuko fühlte, wie ihr fast der Arm ausgerissen wurde während sie sich am Projektor festhielt. Dann knallte sie zurück auf den Boden. Das Publikum grölte als sie wieder aufstand, langsam, mit einem gebrochenen Arm und ein paar angebrochenen Rippen,.. aber lebend.

Mortem setzte zum Schrei an...

Der Schlag kam unerwartet und traf sie in die ungeschützte Seite. Ihr Körper gab nach und sie klappte auf dem Boden zusammen als ihr Tod geglaubter Gegner über ihr aufragte... Er lachte hämisch, verpasste ihr einen Tritt und stieß sie von der Ebene in die Säuregrube.
Shizuko viel, sah den Tod ins Auge und fühlte den Frust in ihr aufsteigen,... und dann traf sie etwas mit voller Wucht von der Seite....

Er Hatte Black Widow im Flug aufgefangen und drückte sie schützend an sich. In diesen Moment wurde ihm ihre weiblichkeit peinlich bewusst, doch er wusste, das er in wenigen Momenten irgendwo aufschlagen würde und er hatte eine Dicke Rüstung an,.. sie nicht! Seine Rüstung sprühte mit einen gequälten Kreischen Funken als er über den Boden dahin schlitterte und die Wand der Grube immer näher kommen sah. „Das wird verdammt Weh tun...“ und als er aufschlug knackten nicht nur ein paar Rippen.

Als Shizuko die Augen öffnete, dampfte es um sie herum, sie konnte die Hitze und den Gestank von heißen Durastahl riechen, genauso wie den Schweiß eines Fremden. Sie brauchte einen Moment um sich zu orientieren und fand sich schließlich in den Armen eines Schwarzhaarigen Mannes wieder der sie fest an sich drückte... Er lächelte sie an „Darf ich dich zum Kaffe ausgeben, dafür, dass ich deine Rüstung dreckig gemacht habe?“
Panik stieg in ihr hoch und im nächsten Moment hatte sie sich nicht nur befreit, sondern dem Arsch mit ihren Ellenbogen das Kiefer gebrochen und in das Reich der träume geschickt. Hastig klopfte sie ihren Körper auf der suche nach einem Vibromesser ab doch dann ertönte die Sirene...
„UND DIE GEWINNER SIND DIE FAULWÜRMER!“

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Wednesday, March 21st 2012, 11:15am

Wüstenrose

Mortem saß gedankenverloren mit nacktem Oberkörper auf dem metallenen Kasten welche manch einer als „Bett“ geschimpft hätte und besserte eine Unzahl an Kratzer im Lack seiner Rüstung aus. Für einen Moment begutachtete er sein verzerrtes Selbstbild in der Brustplatte und seufzte schließlich als er seinen Blick zu seinem noch immer inaktiven Com schwenken lies. Er wartete nun schon einige Tage auf eine Nachricht von ihr doch bis jetzt hatte sie sich noch immer nicht gemeldet und er machte sich Sorgen. Er verstand zwar, dass man mitten im Feld in verdeckten Einsätzen kein aktives Holocom dabei haben sollte aber trotzdem... Zum geschätzten 15. mal heute versuchte er es wieder, jedoch zeigte es ihm ein weiteres mal den „Privatmodus“ des Empfängers an. Er wusste nicht was schlimmer war, die Ungewissheit, die Angst,... oder die Sternenjäger in seinem Bauch wenn er ihre Nummer wählte... „wie ein kleiner Junge vor seinem ersten Kuss“ murmelte er schließlich und musste grinsen. Er hatte sich in jemanden verliebt obwohl sie ihn scheinbar nicht wirklich mochte, auch wenn Lashida und ein paar andere etwas anderes erzählt hatten: „Du hast sie angefasst und Sie hat dir nur den Kiefer gebrochen? Sie steht total auf dich!“

Wieder seufzte er, etwas lustlos und merkte erst jetzt, dass er seit mehreren geschlagenen Minuten über eine bereits saubere Stelle polierte. „Chutta!“ fluchte er schließlich, versuchte ihr Gesicht aus dem Kopf zu bekommen und stand ruckartig auf, seit wann beim schleimigsten Hutten, lässt er sich so schnell ablenken? Dies war gefährlich. Genau diesen Moment wählte sein Holocom, um sich zu aktivieren und Mortem fühlte sich ein bisschen ertappt als eine vermummte Gestalt in sitzender Haltung vor ihm auftauchte.

„Ja?“ schnauzte diese und Mortem brauchte erst einen Augenblick, bis er die Räuberin seines Herzens erkannte. „äähm, Shizuko, Mortem hier ich soll...“ er verstummte als er zusah, wie sie ein Stück Holz über dem Knie zerbrach und in den Mund nahm. Jetzt erst bemerkte er das riesige Schrapnell in ihrem Wadenbein. Die Zeit streckte sich, wie in Zeitlupe sah er zu, wie sich ihre Hand um das scharfkantige Stück Metall schloss, sie kurz zögerte, die Augen schloss und es dann ruckartig aus ihrem Fleisch zog. Er sah ihren Schmerz im Gesicht, doch das improvisierte Beißholz unterband alles andere. „Verdammt, wo bist du? Ich hol dich da raus! Bleib wo du bist!“
Sie hob die Hand nachdem sie das Holz schwer atmend ausgespuckt hatte und damit begann, ihre Wunde provisorisch zu verarzten. „Nur Tiere, die sind zu dumm Sprengfallen zu entschärfen, ich bin hier sicher bis sie meine Blutspur wittern, die Mistviecher haben mein Bajonett gefressen...“ Ihr Gesicht verzog sich, als sie die Wunde mit etwas auswusch, was Alkohol oder billiger Schnapps hätte sein können, zumindest aber kein Bacta, Kolto, Ryl oder ähnlichen.

„Mach's kurz“ riss sie ihn aus seiner aufsteigenden Panik. In Mortems Herz brodelte es, er wollte ihr helfen, jetzt auf der stelle aufspringen und das nächste Shuttle nach.. wohin? Und das war das Problem, er würde tausende Sterne nach ihr absuchen müssen den Nick würde ihn nichts verraten, und sie? Fehlanzeige, aber wohl nur, weil sie ihn wohl für hinderlich hielt. Er setzte sich wieder und versuchte sich zu beruhigen als er schließlich begann. „Ein Auftrag, speziell nur für dich, ich... nun ich habe bereits alles veranlasst, ein kleines Lager am Windpark auf Tatooine, ich schicke dir die Koordinaten, Nick zahlt gut und ich... nun ich... komm bitte in einem Stück zurück, Shizuko. Von ihrer Seite des Coms hörte er eine Explosion welche sie dazu veranlasste, aufzuspringen. Er war erstaunt wie behende sie das hinbekam wenn man berücksichtigte, dass sie gerade ihr halbes Bein operiert hatte,.. die Schmerzen müssen unerträglich sein und er war hier unfähig etwas zu tun... „Viel Glü...“ Das Com wurde abgeschaltet und er verstummte... Nein er konnte nicht viel tun, aber eine Sache gab es wenigstens die er nun verfolgen konnte. Er zog sich ein Hemd über, lies die Rüstung auf dem Bett zurück und löschte das Licht als er in die Stinkende Atmosphäre Nar Shaddaa's hinaustritt...

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Wednesday, April 4th 2012, 9:14pm

Wüstenrose 2

Shizuko stand vor dem Sammelsurium an Kisten doch anstatt sie zu inspizierten starrte sie, mehr verwirrt und ratlos, auf die kleinen Objekte auf dem Deckel einer Kiste mit Tuskengewehren, Kleidung und Gaffistäben: Sie griff nach dem interessanteren der zwei Gegenständen und inspizierte das zugegebenermaßen gut verarbeitete Vibro-Bajonett. Es war eindeutig für verdeckte Operationen konzipiert war aus einer leichten Elektrum-Promethium Legierung, besaß eine niedrig-Frequenz-Vibrozelle vermutlich von Rendili-Arms oder Czerka und war mit einer nicht-reflektierenden Legierung von Mek-Tek überzogen die eigentlich nur für Spezialeinheiten ausgegeben wurde.. was es wohl gekostet haben mag? Für so etwas brauchte es gute Kontakte oder jemanden der gute Kontakte und viel Geld hatte...
Ohne weiteres zögern setzte sie das Messer in die dafür vorgesehene Halterung ihres Gewehres... Dann viel ihr Blick auf den Gegenstand, der eher ihren kaum vorhandenen Sinn für Kuriositäten berührte: scheinbar eine Blume: Rot, mit stacheln am unteren, grünen ende und oben viele Blätter die sie wie einen kleinen Busch aussehen lässt. Nachdem sie 2 gute Minuten verschwendet hatte um über den Sinn der Blume nachzudenken, warf sie diese in den Abfall.

to be continued...

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Wednesday, April 4th 2012, 9:16pm

Nar Shaddaa Bettgeflüster

Mortem irrte durch die Sektoren des schmutzigsten Juwels der bekannten Gelaxis, auf der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Dünenmeer. Irgendwo im Orbit hatten Terroristen ein paar Frachter gesprengt und nun waren die Med-Center um die Raumhäfen mit Verletzten überfüllt, teilweise wurden sie sogar auf den Gängen versorgt. Doch schließlich fand er das richtige und mit einem mulmigen Gefühl sowie einige Credits für den Droiden ärmer, stieg er aus dem Taxi.
Die Fassade war klein, schmutzig und nur eine riesige Leuchtreklame warb für schnelle Hilfe und genetische Optimierungen... das übliche also für den Huttenmond wo Platz teuer und Schutzgeld nach Quadratmeter berechnet wird. Mit der ersten Schleuse betrat er eine andere Welt, die stinkende Atmosphäre krallte sich noch für wenige Sekunden in seiner Nase fest bis sie vom chemischen Duft gefilteter und mit Desinfektionsmitteln angereicherten Sauerstoff verdrängt wurde die kurzzeitig in seinen Augen brannte bis er sich daran gewöhnt hatte. Er hielt Ausschau nach der Empfangsdame die er auch kurz darauf fand: vier Quärolanten bestanden Lauthals auf irgend ein Recht. Respektvoll wartete er ein paar Augenblicke bis die ungebetenen Gäste von den Pflegern bestimmt und auf ihre Art vor die Tür gebracht wurden, samt einem Behandlungsgutschein für die nächste Klinik.

Mit gebührenden Respekt und Höflichkeit trat er auf die Dame zu und setzte ein hoffentlich vertrauenserweckendes Lächeln auf. „Guten Abend Miss...“ Er las kurz den Namen bevor er fortfuhr: „Balthane, mein Name ist Kenshin Hayashi und ich suche eine Freundin die bei ihnen eingeliefert wurde, Schwarze Haare, viel Temperament, kam womöglich zu Verletzungen...“ er verstummte kurz als er sich den Typischen Blick, der mit dem Gedanken „Idiot“ verknüpft wurde einfing und lies das gesagte kurz Revue passieren: er war hier im corellianischen Sektor, 95% Menschen, er war im „Party-“ Bereich wo viele Leute unter Alkoholeinfluss standen, sich oft prügelten und mies gelaunt waren, darum auch die Pfleger die einem Wrestling-Ring entsprungen sein könnten. Er räusperte sich schließlich und startete einen zweiten Anlauf: „Es könnte zu Verletzungen ihres Personals gekommen sein“

Der Kritische Blick der Dame verschwand und wich Interesse und Misstrauen.
„Sie müssen Masochist sein“ begann sie schließlich während sie auf ihrem Pad die Daten abrief. „Ah hier, chemischer Unfall, hat dem Arzt, der ihr die Infusionsnadel anlegen wollte den Arm gebrochen, als ein Pfleger sie fixieren wollte... nun, gut das er ein Suspensorium trug, trotzdem schickten wir ihn für heute nach Hause und der Droide sprüht noch immer Funken... wir haben ihr mittlerweile ein Einzelzimmer zugewiesen um hier etwas „ruhe“ zu haben, folgen sie einfach den schreien und...“ Die Frau trat mit einem lasziven lächeln einen schritt näher und richtete seinen Kragen „Falls das nur ein Freundschaftsbesuch ist, ich hätte in einer halben Stunde Schichtwechsel“ sie drehte sich schließlich um und verschwand in der Menge aus weißen Kitteln und Spezies jeglicher Art, jedoch primär Menschen.

Es dauerte nicht lange bis der Huttenballspieler mit Herzklopfen vor der Tür stand... er war nervös, nicht so wie vor einem wichtigen Spiel sondern „wirklich Nervös“ als könnte er etwas falsch machen... Er riss sich schließlich zusammen und fuhr mit der Hand über den Bewegungssensor um die Türe zu öffnen.

„Yo“ Shizuko saß auf der Liege und kratzte sich hingebungsvoll am halben Körper nachdem sie ihn so nebenbei begrüßte. Ihm vielen sofort folgende Dinge auf: ihr Gewehr lag neben ihr, ihr Gesicht und Augen wirkten stark entzündet und ihre Laune war die eines wahnsinnigen Pyromanen welcher mit dem Zünder einer verdammt großen Bombe spielte... kurzum: selbst ein sozial inkompetenter Quarren hätte sich das eintreten zweimal überlegt. „Jetzt komm schon rein!“ Er beeilte sich die Türe zu schließen und schritt bedächtig langsam in die eine Ecke des Raumes. Nachdem er dort einige Minuten stand und Jedes mal wenn er zum Gespräch ansetzen wollt, von ihren hingebungsvollen Flüchen unterbrochen wurde, platze es schließlich aus ihm heraus: „Habe gehört, du hast das hiesige Personal wie im Schlaf dazu gebracht, dir ein Einzelzimmer Kostenlos zu geben,... Respekt...“ Der Blick den er erntete war irgendwo zwischen misstrauen und Verwirrung angesiedelt und es dämmerte ihn, dass sein Witz nicht angekommen war. Seine Nervosität kletterte dem Jeditempel auf Couroscant hinauf um ihm von dort aus sicherer Entfernung zuzuwinken, zumindest fühlte er sich so. Als sie wieder begann sich zu kratzen versuchte er es schließlich aufs neue:

„Wie... wie nah darf ich kommen?“ der Blick, der ihn daraufhin zugeworfen wurde, bereitete ihn Unbehagen doch nun gab es kein zurück mehr. „Ich habe mich informiert also über Kulturen, da gibt es so etwas wie soziale Reichweiten, also wie nah man sich an jemanden hin bewegen kann bevor ihm das unangenehm wird, bei Planeten mit hoher Bevölkerungsdichte ist diese Reichweite klein bei spärlicher Population recht groß.“ Er fühlte ihren durchbohrenden Blick weiterhin auf sich ruhen. Plötzlich fühlte er sich wirklich dumm, wie ein kleines Kind das nur unzusammenhängendes Zeug vor sich her stammelte... „Was ich meine, wenn es dir unangenehm ist, bleibe ich hier stehen, sag einfach wenn ich gehen soll wenn du dich dann besser fühlst“ Zum Abschluss versuchte er ein gewinnendes Lächeln aufzusetzen jedoch fühlte es sich eher an, als würden seine Lippen verkrampfen.

Shizuko nickte schließlich langsam und setzte so etwas wie ein Lächeln auf das wohl nicht besser aussah, wie seines gerade eben „Das ist glaube ich nett von dir, du kannst da neben der Tür stehen bleiben, solange ich deine Hände sehe“ sie versuchte zwar freundlich zu klingen aber es war nicht zu übersehen dass es unter ihrer Oberfläche noch immer kochte während sie weiter über ihre schwere Kleidung kratzte. Beide schwiegen sich an und in der stille war nur noch ihr Kratzen und die leisen Hintergrundgeräusche der Klinik zuhören. Als sich kurz darauf die Tür öffnete, zuckten beide wie ertappt zusammen und wendeten die Blicke voneinander ab. Zögerlich trat ein Pfleger in das Zimmer und war sichtlich erleichtert, als er sich nicht allein wähnte. „Ah, sie müssen ihr Freund sein, ausgezeichnet. Der Pfleger wirkte schließlich erleichtert als hätte er den Ausweg einer Todesfalle gefunden indem er jemand anderen in diese hinein stieß.“Hier, das ist für die Hautreizungen und die Ausschläge, es baut die Schleim- und Schutzschichten der Haut wieder auf, kurz gesagt: es hilft gegen das Jucken, die können sie gerne damit einreiben“ belehrte er Mortem wie ein Wasserfall, drückte ihm den Tiegel in die Hand und war schneller wieder aus dem Zimmer als dieser reagieren konnte. Dieser starrte erst eine weile etwas unsicher auf den Boden, „seine Freundin“ hallte es ins einem Kopf nach. Schließlich hob er den Kopf und selbst ein Blinder hätte die Ungeduld gemerkt, die Shizuko ausstrahlte. „Ja also...“ er verstummte wieder, sah dann auf den Tiegel und schließlich wieder zu Shizuko. Genau diesen Augenblick suchte sich sein Erinnerungsvermögen heraus, um ihn an ein Kommentar mit einen Kommentar von Lashida zu beglücken den sie von sich gegeben hat als die leicht bekleidete Meabh vor ihm in der Cantina stand: „Stell dir vor, Shizuko würde so etwas tragen“ Die Shizuko, die er bis jetzt nur in weniger Figur-betonender Einsatzkleidung und Rüstung erlebt hatte.

Mortem begann zu stammeln und hielt den Tiegel weit von sich gestreckt in ihre Richtung: „Ja, hier, ich glaube, das kannst du selbst, ich meine, ich will nicht unhöflich sein, aber ich glaube, es würde dich stören wenn ich dich einreibe,.. ich meine, so sehe, ich meine... ich warte besser vor der Tür, das niemand reinkommt, ruf einfach, wenn du fertig bist! Brach er irgendwie hervor, rannte zu ihrer Liege, knallte den Tiegel etwas lauter auf dem Nebentisch als beabsichtigt und flüchtete aus dem Zimmer um nicht noch mehr sinnloses Gebrabbel von sich zu geben.

Auf der anderen Seite der Türe warf er sich erst mal schwer atmend gegen die Wand und sackte fast zusammen. Was da in seinem Kopf herum spuckte war ihm zwar keinesfalls neu aber trotzdem fühlte er sich in diesen Moment aus irgend einem unerfindlichen Grund schuldig, als hätte er einen guten Freund verraten oder einem wehrlosen Gegner im Huttenball am Boden nochmal in die Weichteile getreten. Die Zeit zog sich in die Länge wie Sterne beim Sprung durch die Lichtmauer, wie würde sie nach diesem zugegebenen unmännlichen Gefasel reagieren? Oder war ihr das Egal? Fühlte sie sich vielleicht gekränkt? Erwartete sie etwas von ihn? Fühlte sie sich vielleicht gar von ihn verraten und allein gelassen? Oder nahm sie den Versuch ihre Privatspähre zu waren doch positiv auf? Nachdem er sich noch einige Minuten mit seinen Gedanken gefoltert hatte, hörte er, wie sie seinen Namen rief. Er riss sich zusammen, richtete sein Haar nochmal zurecht und öffnete erneut die Tür.

„Du Mortem.. kannst du... mir … helfen?“ Wie vom Blitz getroffen blieb er noch in der Tür stehen. Shizuko lag mit entblößtem Rücken auf der Liege, den Kopf ihm zugewandt und eine Hand unter der Liege... „An meinen Rücken komme ich nicht hin, egal was ich versucht habe... mach dir ja keine Einbildung, wenn du irgendjemanden davon erzählst schneide ich dir das Herz aus der Brust, genauso wenn deine Finger etwas anderes berühren als meinen Rücken....


Shizuko fühlte sich schutzlos und selbst die Vibroklinge in ihrer Hand welche sie unter der Leige verbarg, konnte sie nur zu einem gewissen Teil beruhigen, es war nicht nur ungewohnt es war... seltsam aber sie hätte so einiges getan um das verfluchte Jucken los zu werden vor allem, da es am Rücken am schlimmsten war. Mortem trat langsam und vorsichtig näher und zeigte dabei seine offenen Hände. „Versprochen“ gab er abgehackt von sich. Vorsichtig nahm er den Tiegel vom Beistelltisch, dann hörte sie ein einzelnes Klatschen über ihr, gefolgt von einem schnellen Hände reiben. „Denke an etwas, dass dich beruhigt oder was du magst, wie die Skyline von Nar Shaddaa, die Nebelringer von Espan, das Meer oder ähnliches,... du musst mir nicht sagen was es ist, schließe einfach die Augen und versuch dich zu entspannen.

Die Eiskalten Hände die sie erwartet hatte, blieben aus, stattdessen fühlte sie eine entspannende Wärme über ihren Rücken gleiten die bei ihren Schulterblättern begann um dann schließlich an ihrem Rücken hinab zu wandern. Wie an den anderen Körperstellen wirkte die Salbe sofort und linderte den Juckreitz. Es fühlte sich gut an und auch wenn sie erst vorhatte, ihn ständig im Auge zu behalten, schloss sie schließlich die Augen und rief sich den Sternenhimmel von Caedes in Erinnerung... Die Sterne, die Freiheit verhießen, die immer gleich blieben... Sterne...d er Traum eines besseren Lebens, einer besseren Welt...


Mortem vernahm ein scheinbar zufriedenes Seufzen für welches er freiwillig mit einem Rancor gerungen hätte. „So, das müsste...“ begann er als er fertig war und sich zum gehen abwenden wollte. „...Shizuko?“ er drehte sich nochmal zu ihr um, sie lag noch immer mit geschlossenen Augen da und atmete gleichmäßig... sie war eingeschlafen. Er setzte ein sanftes Lächeln auf und breitete eine Decke aus dem Schrank über sie aus bevor er sich einen Stuhl heran zog und sich neben ihr nieder lies. Die ganze Unsicherheit, sie war verschwunden und etwas anderes hatte sich in seinem Herzen breit gemacht, jetzt, da sie so dalag, schutzlos, friedlich schlafend ohne die Anspannung und der schlechten Laune... er fühlte sich zumindest für diesen kurzen Moment wie ein Ritter,welcher über seine Prinzessin wachte. Vermutlich hatte sie seit vielen Tagen nicht mehr geschlafen und nur das Adrenalin hatte sie auf den Beinen gehalten. „Ich passe auf dich auf“ hauchte er, überprüfte die Zelle seines Blasters und drückte den „Nicht Stören“ Knopf an der Liege. Dann lehnte er sich zurück und wartete.


Zuerst wachte Shizuko auf, sie lebte noch also hatte es keinen Sinn verschreckt aufzuspringen, dann öffnete sie vorsichtig die Augen und sondierte ihre Umgebung: Ein Mann, eine Krankenstation, ihre Hand umfasste einen vertrauten Messergriff, Fluchtweg durch eine Tür versperrt... und dann kamen die Erinnerungen, sie war eingeschlafen, an einen fast öffentlichen Ort, ohne Absicherung... innerlich scholt sie sich, sie hatte sich gehen lassen, aus welchen Grund auch immer. Der Mann...
„Mortem“ sagte sie etwas lauter und er blickte in ihre Richtung bevor er auf die Uhr achtete... sie folgte seinen Blick an die große, verchromte Anzeige an der Wand die ihr einen mindestens 8 stündigen Schlaf bescheinigte. „Ich warte vor der Tür“ begann er, erhob sich und schritt aus den Zimmer. Es dauerte einen Moment, dann sprang sie mit dem Messer auf und wollte ihm bereits nachsetzen bis auch der Rest der Erinnerungen sie einholte: Nein, sie hatte sich selbst fast ausgezogen, aber an die Decke konnte sie sich nicht erinnern... Noch immer etwas perplex zog sie sich das weiße Krankengewand über. „Kannst reinkommen“ bemerkte sie schließlich und suchte nach der Kleidung, mit der sie hier her gekommen war... auch sie war weg...

Mortem kam wieder herein, mit einem etwas verzerrten Lächeln und hielt ein verschnürtes Päckchen wie einen Schild vor sich. „Ich schwöre, ich habe nichts gemacht“ bemerkte er mit einem kurzen Blick auf das Messer in ihrer Hand und fuhr schließlich fort „Ich habe deine Kleidung entgiften lassen, ist gerade angekommen.“ Er achtete erpicht darauf, Abstand zu halten und legte das Paket neben die Türe. „Ich bin wieder draußen und beschütze die Welt vor dir“

„Mo... Mortem?“ er hielt in der Tür inne und wand ihr den Kopf zu: „Ja?“
„Möchtest du einen Kaffee oder sowas trinken?“ dieses mal war sein lächeln ungezwungen bevor er zur Antwort ansetzte „Wie ihr wünscht, Mylady“ Dann verneigte er sich wie in einem dieser Alderaanischen Drama-Holovids und verschwand durch die Tür.

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Monday, May 6th 2013, 5:56pm

Garten des Lichtes I

"Sir?" Zhaal Kovaas, seines Zeichen persönlicher Adjutant von Senator Hanradan beugte sich zum Ohr seines Herrn hinab. Er war der einzige dem jemals gestattet worden war, auf eine derartige Distanz an den Paranoiden Senator heran zu treten. Dieser bedeutete ihm in diesen Moment weiter zu sprechen. "Sir, niemals würde ich eure Entscheidungen anzweifeln, aber seid ihr Sicher, dass jene... Söldner eurem Willen gerecht werden?" Die Bitterkeit seiner Stimme war nur für den Senator zu hören, doch malte diese ein genaues Bild von seiner Meinung über die drei zusätzlichen Passagiere ihres Schiffes. "Sie haben keine Ehre, kein Kodex der sie verpflichtet, es sind schmutzige Seelen die nur für Geld jeden Töten würden, Frauen, Kinder, Freunde! Ich möchte eure Weisheit nicht in Frage stellen doch bange ich um eure Sicherheit!" Die Hand des Senators bedeutete ihn zu schweigen. Es war zwecklos und so entfernte sich Zhaal von seinem Herren und Meister gepeinigt von Sorge, Angst und Hass: alles Emotionen für die ihre drei Passagiere die Schuld trugen. Er blickte aus dem riesigen Transparit-Stahlfenster in die Leere: Dort draußen irgendwo lag der Garten des Lichtes, ein ehemaliger Planet ohne Umlaufbahn der durch die Leere des Alls trieb. Dieser Planet war im persönlichen Besitz der Familie des Senators. Nicht, weil sie dafür Bezahlten, sondern weil sie die einzigen waren, die seine Position kannten und seine besonderen Bodenschätze zu fördern wussten. Er seufzte... so weit war es nun gekommen, dass sie Söldner anheuern mussten weil ihr Haus nur verwöhnte schwächlinge hervorgebracht hatte, die sich auf die Macht und den Reichtum ihres Erbes ausruhten...
"Ihr da!" mit leicht schwingenden Zorn wand er sich zu den dreien um die ihn seit Wochen Kopfschmerzen bereiteten... zwei Köpfe hoben sich, der andere blieb ungeniert auf eine Waffe fixiert die in Einzelteilen auf einem groben Tuch ruhten.

Stolz baute er sich auf um seinen Status zu untermalen als er sich schließlich dazu herablies, das Wort an die drei zu richten: "Mein Herr und Meister hat eure Talente angeworben und euch auf diese Mission vorbereitet, ihr könnt euch glücklich Schätzen, von einem solchen erleuchteten Geist ausgewählt worden zu sein und unserer Familie mit eurem Leben dienen zu dürfen. Ihr seid die ersten Fremdlinge, die den Garten des Lichtes betreten werden und solltet ihr es Wagen, die Macht meines Senators anzufechten, so werdet ihr unser Hab und Gut nie wieder verlassen! Es liegt also in meinem..." "Mortem, hat mir der Mann gerade gedroht? Er spricht seltsam"
Wut flackerte in Zhaal auf, wie konnte der Söldner es wagen! Und nochdazu war es eine Frau, eines jener schwächlichen Geschöpfe deren Wert nur darin bestand, Kinder zu gebähren und ihrem Ehemann in jeglich erdenklichen Weise zu dienen! Und dann erlaubte sie es sich noch, ihn zu unterbrechen! "Vergebt ihr Herr, solltet ihr euch in eurer Ehre gekränkt fühlen, so werde ich mit dem größten Vergnügen für die Verletzung eurer Integrität gerade stehen, doch bitte ich euch folgendes zu bedenken: Tote Söldner können nicht kämpfen!" Zhaal holte tief Luft als der Tätowierte das Word an ihn richtete. Er zögerte kurz und seufzte schließlich innerlich: beinahe hätte er blöse vor diesen niederen Wesen gezeigt und sich auf ihr Niveau begeben,... "Mein Herr vertrat schon immer der Meinung, dass wir mehr Nachsicht Fremden gegenüber walten lassen sollten... ich werde mich zurück ziehen und über seine Worte meditieren." Mit wehenden Kleidern wand er sich apprupt um und verschwand durch die Tür in das Allerheiligste des Schiffes.

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