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Mittwoch, 16. März 2016, 19:18

Drunken Cat

Rhisi,

Krayton Durell, seines Zeichens Jäger der schon viele Hoch und Tiefs gesehen hatte, stapfte durch die versiffte Gasse in einen der Slums von Rhisi. Im Moment könnte man seine Situation als "Tief" bezeichnen hat sich die Sphinx doch nicht erst seit dem Einfall des Zakuul Imperiums in alle Winde versprengt. Als Zakuul schließlich die Galaxieweite Wirtschaft in Stücke gerissen hatte war dies nahezu das Aus für jede größere Finanz- und Kopfgeldjägervereinigung. Schließlich war von der Infrastruktur, egal ob legal oder illegal, nicht mehr viel übrig und ein Kopfgeldjäger kann nur schwer leben wenn selbst die Unterwelt jeden Cred einzeln umdreht.

Er bleib vor einer der heruntergekommensten Cantinas stehen die er je betreten hatte und er hatte schon viele der letzten Löcher des Universum sgesehen, waren sie doch der letzte Rückzugsort verzweifelter Männer und Frauen die auf der Flucht waren. Das flackernde und halb zerfallene Neonschild über der Tür nannte auch den Namen dieses Lochs: "Schlammgrube... Toll" murmelte er und kalkulierte bereits die Reinigung seiner Kleidung durch. Bevor er jedoch die Cantina betreten konnte, torkelte ihm ein besoffener Rodianer entgegen welcher mit dem Kopf voran die Tür aufstieß. "Tschu... Tschu.. ..schulig´ng Mista, alles ´ut" brabbelte er vor sich hin und wankte schließlich den Straßen entlang. Durell hatte den Rodianer nicht sonderlich gut verstanden denn betrunkenes Rodese klang wie blubbern durch einen Schnorchel.

Als Krayton schließlich doch die Tür öffnete schlug eine Wolke aus billigsten Alkohol und Schmutz wie eine Keule nach seiner Nase und Augen. Die Erfahrung war unbeschreiblich, seine Augen tränten und er hegte wirklich den Wunsch, seine Nase zu amputieren, ein Wunder, dass Menschen hier drinn überleben konnten doch an der Cantinatür stand keine Warnung für Menschen.

"Ald`die ´lappe, du Sohn ainer... ainer... alden Minenlaser" Die Stimme war laut und war mindestens genauso von Alkohol gezeichnet wie alle anderen in dieser Spelunke,.. bis auf demjenigen den die Worte galten. Trotzdem kümmerte sich kaum jemand darum, wie üblich in diesen Etablis... Absteigen kümmerte sich jemand um seine eigene Rechnung, alles andere währe gefährlich und meistens tödlich. Erst nachdem es leichen gegeben hatten würden die anderen Besucher aufstehen und die übrig gebliebenen Leichen fleddern.

"Ich glaube, du weißt nicht mit wem du dich einlässt, Katzenvieh"

"Ainlassn? Nenenenenenenene, ich stehe nicht auf Glattrassierte Whook.. Whook,... diese Abgemagert`n Bantahas,..*hicks*.. oh hab wolll ein´n Schluggauf"

Krayton blieb in einer halbwegs sauberen Ecke außerhalb des Troubles stehen und beobachtete die Szene während er nach seinem Blaster griff, man konnte nie wissen, trotzdem war er zuversichtlich dass er ihn nicht brauchen würde, die Instinkte eines Jägers funktionierten meistens auch im Suff und... nunja, es handelte sich um einen "Speziellen" Jäger, wobei Jäger vielleicht nicht ganz stimmte, "Chaos" war näher an der Realität.

An einem alten, modrigen Holztisch saß, oder lag viel mehr eine Cathar mit weißen Fell, schwarzen, strubbligen Haaren und einer Alkoholfahne die selbst im Orbit noch einen Kampfstoffalarm auslösen konnte. Ihr gegenüber standen drei Schläger mit Schockstäben, und diese waren nicht nur nüchtern sondern auch gereizt aber das war normal bei dieser übergroßen Hauskatze. Wenn man nicht genug Humor oder Geduld mitbrachte trieb diese einen in den Wahnsinn.

"Du schuldest Namorro dem Hutten noch Geld, und wenn wir dir nicht die Beine brechen und die Krallen ziehen sollen, dann hast du hoffentlich einen fetten Credstick in der Tasche plus Zinsen!"

"Baine? Neeeeeee, ich m`g maine Baine, die sssssin doll, hat mir mein Pa... Pa...Alter vererbbt... der wa auch so wie isch weißss`u?" Die Cathar erhob sich wackelig vom Stuhl und wankte unkontrolliert. "isch hhabe szu viehl getrungn, der Alohol pegl liegt irgendwo zwischen dem Kern von Maaaakeb und da näscht´n sssonne" sie hielt kurz inne als würde sie sich an etwas erinnern. "weiss u wasss auf mahgebb passsierd iss? Vieeeel, ssssoo vieellle"

Dem Anführer der Eintreiber schien schließlich die Geduld zu verlieren, er hatte ziemlich lange durchgehalten: "Wenn das so ist,... Jungs?" er nickte seinen Leuten zu, Krayton hatte die Hand bereits am Blaster aber dann zögerte er. Vielleicht war es besser, sich nicht einzumischen und solange keine bleibenden Schäden verursacht wurden...

Der erste der Schläger führte einen wuchtigen Hieb nach der Cathar aus. Normalerweise müsste diese nun mit gebrochenen Knochen am Boden liegen aber im Alkoholsuff schwankte und stolperte sie auf eine unnatürliche Art zur Seite und wich dem Elektrostab aus der statdessen den Tisch zerschmetterte.

"Eyyyyyy, da warn noch aain paar tropfen drinnn" Sie zog einen schlanken Blaster, versuchte es zumindest doch glitt ihr dieser aus der Hand. Als sie sich nach diesem bückte, verfehlte sie eine Vibroklinge und schnitt knapp über ihr Haupthaar von dem sich ein paar Strähnen lösten.
"Ha! Hab diihsch, du blöder blasta!" In dem Moment als sich der andere Schläger über sie Beugte, stand die Kathar ruckartig auf und traf den Schläger mit ihrem Hinterkopf auf die Nase. Es knirschte und der Mensch schrie als er zurücktaumelte und den Blutfluss aus seiner Nase mit beiden Händen zu stoppen versuchte.
"Duuu, wer glaubst du, wer du bist meinen Kumpel so hinzurichten?"
"Morwwana, szzuuu dienstn" Sie versuchte theatralisch zu salutieren und schmetterte dabei ihren Blaster gegen das Kinn eines der anderen Schlägers. Das hässliche Geräusch splitternder Knochen war wieder zu hören, gefolgt von dumpfen Schmerzensschreien.
"Ka.. Kaine sorge, .. iiich bin Arzt! Ich bieeg dasch wieda hin, und danach wird der Rüssel wiedder drann sein"
Der Abführer, womöglich in seiner Ehre gekränkt, stürmte schreiend auf Morwana zu
"Ahh, neue Runde!" Sie drehte sich urplötzlich zur Seite und hob drei Finger für Ihre Bestellung, der Schläger jedoch stolperte dabei und viel in die reste des zersplitterten Tisches. Ein Schrie der Überraschung war zu hören welches kurz danach in schmerzhaftes Wimmern umschwenkte und als Krayton genauer hinblickte, bemerkte er ein dickes stück Holz im Brustkorb des gestolperten während dieser nach Luft japste.

"Ohh,. Waass dass?" Morwana lies sich auf den Bauch des Schlägers fallen was diesem einen weiteren Schmerzensschrei entlockte und blieb mit dem Kopf auf dessen Brust liegen. "Ahh, jaa. Dasch ischt... ischt... hmmm" Für ein paar Sekunden waren schnarchende Geräusche zu hören bevor auch diese aprupt durch das laute Röcheln des Schlägers unterbrochen wurden. Die Cathar schreckte hoch. "Ah, ja, ja, ja,ja, jetzscht weisch ichsch, Pneuschotorax! Ja, du wirscht wohl sterben, deine Jung..., Lunge wird kompo... kompi,.. komplimitiert und du erschtickscht!" ... Larry? Noch nen goßen vom haten Scheug und nen wurmschusch...

Der Barkeeper war scheinbar schon einiges gewöhnt, er brachte Morwana einen Schnapps mit einer fetten Raupe in einem Reagenzglaß und ein weiteren Glaß mit vermutlich hochprozentigen.

"Ah, jaa, jaa, gut dangè" sie leerte erst den Schnapps im länglichen Gläßchen und zerschlug dessen Ende dann am Boden. Danach leerte sie den zweiten Drink, gurgelte den Alkohol und prusterte diesen in einer kleinen Fontäne gegen das zersplitterte Röhrchen." schoo... schoowas lernst du nicht aahn der Aka,.. Akazie... Akadamie..." ihre Hand glitt über die Brust des nach Luft ringenden Schlägers, fühlte die Konturen von Knochen und Haut bis sie schließlich das scharfe Ende des Schnappsröhrchens durch dessen Brustkorb stieß. Ein Pfeifendes Geräusch war zu vernehmen und der Schläger schien mit einem Mal wieder Athmen zu können, zumindest gut genug um vor Schmerz zu schreien.
"Ach übigensch,.. dasch tut wehhhh.." stammelte Sie und machte sich anschließend ungeschickt an den Stiefeln des Schlägers zu schaffen.
"Die Schue,.. dange für die Schuhe... verkauf ich..." Nach fast einer Minute ergebnislosen versuchen diese Auszuziehen viel sie in sich zusammen und gab nur noch Schnarchende Geräusche von sich.

"Barkeeper? Die Rechnung für die da geht heute auf mich,.. und ihr..." er blickte zu den Schlägern während er seinen Mantel kurz öffnete und ihnen einen Blick auf seine Blaster gewährte" könnt heute von Glück sprechen,.. oder Pech wenn ihr nicht sofort verschwindet...

Minuten Später verließ er die Bar mit einer laut schnarchenden Cathar über den Schultern,...
Hinter seinem Rücken hörte er diese im Suff immer wieder murmeln:
"Schhh, schuuhe,... oda Hos´n? War`n gute Stiefl"

22

Mittwoch, 6. April 2016, 20:07

„Verfluchter Scheißdreck“ T’Lany lies ihrem Ärger freien Lauf und trat mit dem Fuß gegen das Metall ihres Schiffes. „Ich glaub das jetzt nicht, was ist das heute für ein verfickter Tag?!“

Gestrandet, hier auf dem Planeten auf dem sie nicht mal geschenkt Urlaub machen wollen würde, ging es ihr durch den Kopf. „Hoth, du bist ein Arschloch!“ schrie sie in die eiskalte Nacht hinaus.

Kein bisschen war sie auf diesem Planten weiter gekommen. Sie schloss die kleine Klappe unter der sich ein Teil der Elektronik ihres Schiffes verbarg und zog ihre Handschuhe wieder an. Ihre Finger waren taub vor Kälte und sie zog sich die Kapuze ihres Mantels tiefer ins Gesicht.

Sie ballte die Hände zu Fäusten und ihr war danach auf irgendetwas zu schießen oder irgendetwas kaputt zu machen, ironischerweise stand sie neben ihrem defekten Schiff.

Ihr Atem formte kleine Dunstwolken, die sie im Mondlicht erkennen konnte, genervt rieb sie sich mit beiden Händen das Gesicht, ihre Nase fühlte sich wie ein Eiszapfen an. T’Lany versuchte nachzudenken aber sie hatte das Gefühl, das selbst ihr Gehirn eingefroren war und ihre Gedanken waren wie kleine Schneeflocken im Wind, die sich nicht zu einer größeren Idee formen wollten.

Sie zog eine kleine zerknüllte Packung Zigaretten aus ihrer Manteltasche und ihr Hass auf diesen Tag wuchs erneut. Zwischen der zerknitterten Verpackung war das einzige was noch als Zigarette zu erkennen war eine halbe, geknickte Kippe. Bei dem Versuch diese anzuzünden versengte sie sich ihren Handschuh den sie weiter fluchend auf den Boden warf. Sie lehnte sich zurück an ihr Schiff, nahm einen tiefen Zug und blickte in den Himmel. Langsam wurden ihre Gedanken wieder klarer.

Nie wieder würde sie über den Sand auf Tatooine schimpfen, dachte sie und war sich im gleichen Moment ebenfalls sicher, dass sie sobald sie sich dort wieder aufhalten würde und der Sand den Weg in ihre Stiefel gefunden hatte, auch wieder über ihn schimpfen würde. Dennoch etwas Sonne würde ihr jetzt gut tun. Sie schnipste den Rest der Zigarette fort und sah zu wie die Glut in der Dunkelheit erlosch.

Es war ruhig. Es war ihr sogar zu ruhig hier draußen nur der eisige Wind war zu hören und als dieser ihr in das Gesicht blies, öffnete sie die Luke und betrat ihr Schiff.

Sie fing an ihre Tasche zu packen, denn hier draußen würde sie keine Hilfe bekommen. Sie stopfte etwas Kleidung und das kleine verschmorte Teil, das sie aus der Elektronik ausgebaut hatte, in die schwarze Tasche und dachte sich wie lächerlich, dass so ein kleines Teil all das hier lahm legen konnte. Bevor sie ihren Com verstaute, drückte sie nochmal auf ein paar Knöpfe und schaute sich eine Nachricht an. Es war eine Nachricht die sie sich immer und immer wieder angesehen hatte. Es war eine Aufzeichnung von einem Ereignis vor 8 Monaten, genau genommen vor 246 Tagen. Die Nachricht war nicht an sie persönlich gewesen und zeigte eine Cantina auf Hutta. Man konnte mehrere Explosionen, Schreie, Blasterfeuer hören und mittendrinnen war sie. „Sie“ war T’Lanys große Schwester. Sie wurde von einem Mann gestützt und beide verließen den Bildausschnitt.

Es war nicht viel was sie über den Verbleib ihrer Schwester hatte aber es war alles was sie hatte und immer und immer wieder betrachtete sie die Aufzeichnung in der Hoffnung etwas zuerkennen was sie bis dahin vielleicht übersehen hatte.

Ihre Schwester war Tänzerin und ihre eigentliche Anstellung war auf Nar Shadar gewesen, was sie auf Hutta verloren hatte, wusste T’Lany nicht. Sie spielte die Aufzeichnung nochmals ab und wieder musste sie daran denken wie sehr sich ihre Schwester und ihre Mutter ähnelten. Beide hatten das Tanzen im Blut und beide waren so zart und beherrschten das Tanzen wie kleine schwerelose Schmetterlinge. T’Lany hingegen hatte zwar eine ähnliche Statur aber schon von klein auf war sie dort wo es Ärger gab und wilder zuging, jeden Abend sagte ihr ihre Mutter das Mädchen so was nicht machen, während sie wieder einmal einer von T’Lanys Hosen flickte.

Der Mann auf dem Bild war, so fand sie heraus, Leutnant Benjamin Farrah. Er war auf Hutta stationiert. Hutta war auch T’Lanys erster Ort zum Suchen gewesen, doch dort hatte sie keine Spur vom Verbleib ihrer Schwester gefunden. Nach Nar Shadar war L‘Hana, nie zurückgekehrt. Ihre Recherche ergab da Leutnant Benjamin Farrah öfters auf Hoth war, privat als auch beordert.

3 Wochen Hoth und sie fand kein vernünftiger Anhaltspunkt.

T’Lany warf sich die Tasche über, schob ihren Speeder aus der Ladeluke ihres Schiffes und warf ihrem Schiff einen letzten wütenden Blick zu. Mit den Worten „Du Dreckskübel hättest uns heute hier rausfliegen können!“, verschwand sie in der Nacht mit Ziel der nächst gelegenen Basis.



3 Tage später; Rückblick.

In der Basis hatte sie ein Ersatzteil für ihr Schiff kaufen können und bei einer warmen Mahlzeit in der Cantina, hatte sie einen unverhofften Hinweis bekommen. Der Kerl der mit ihr an der Theke saß erzählte ihr, stark alkoholisiert, dass er von Hoth unbedingt weg wollen würde, das auf diesem Ort ein Fluch liegen würde. Nichts sei mehr wie es früher einmal war und das von seiner ursprünglichen Einheit nicht mehr viele hier wären, selbst sein Leutnant war verschollen. „Ben“ so sagte er, „wäre nie einfach desertiert, da muss schon was Schlimmeres passiert sein.“ Und es stellte sich heraus das Ben genau der Benjamin war den T’Lany suchte. Nach ein paar Gläsern Schnaps, lockerte sich die Zunge des Mannes noch mehr und T’Lany erfuhr das Ben jetzt auf Rishi vermutet wurde. Warum konnte T’Lany nicht erfahren.

„Rishi, wieder so ein Kackplanet… aber wenigstens weniger Schnee“, waren ihre ersten Gedanken als sie in Rishi landete. Wie jedes Mal führte sie der erste Weg in eine Cantina. In Cantinas konnte man sich einen kleinen Überblick über die Leute, eines Planeten machen auch wenn es meist dubiose Gestallten waren. Aber wo sollte man sonst auch anfangen, irgendwo musste man es ja auch.

Diese Cantina war wirklich widerlich und sie überlegte ob sie nicht gleich wieder kehrt machen sollte aber ihr Hunger war größer und sie ging hinein. T’Lany setzte sich gerne außen an die Theke, von hier aus hatte man einen Überblick aber konnte auch ins Gespräch kommen oder manches Gesprochene mit anhören. Sie überlegte erneut ob sie hier wirklich etwas essen sollte, bestellte dann doch etwas und beobachtete die Leute.

Vor ein paar Minuten hatte sich die Mimik von dem Barkeeper geändert, sein Körper sprach eine Mischung aus Vorsicht, Ehrfurcht, Angst und Dankbarkeit . Sein Blick galt einem Mann der herein kam und sich selbstverständlich an die Bar setzte. Der Barkeeper drehte sich um und stellte dem Mann dann ein Schnapsglas hin. „Der ist dafür, dass du die Kerle das letzte Mal so freundlich hinausgebeten hast!“ Der Mann auf dem Barhocker nickte und kippte sich den billigen Fussel hinunter. Er kniff kurz, wegen des Alkohols, die Augen zusammen, T’Lany beobachtete dies und musste grinsen. Aus den Augenwinkeln hatte der Mann T’Lany gesehen und blickte ihr nun genau in ihre blauen Augen. Er starrte T’Lany für ihren Geschmack einen Augenblick zu lange an und wurde von ihren Worten aus dem Moment gerissen. „Was gibt’s denn da zu glotzen?“, fragte sie in einem leicht genervten Ton.

„Diese Augen…“, sagte der Mann halb zu ihr halb zu sich selbst. „Ich kenne diese Augen…“ sagte er nun gefasster und ging zu ihr hinüber. „Na klar, du kennst diese Augen…“ antwortete sie ironisch und steckte sich eine Gabel voll Essen in den Mund.

„Du bist Kereshs jüngste Tochter, deine ältere Schwester heißt L’Hana und deine Mutter kocht den besten Kapselpopperauflauf den ich je gegessen habe!“, jetzt lächelte er etwas verschmitzt und sie schaute ihn mehr als fragend an. „Was?...Woher…?“ weiter kam sie nicht und er schob mit seiner Hand den Mantel etwas zur Seite, so das sein Blaster zum Vorschein kam. T’Lany erkannte sofort die Handschrift ihres Vaters wieder, nur er baute Blaster die so aussahen und er baute sie nicht für jedermann, man musste es sich verdient haben, dass Keresh für einen eine Waffe wie diese baute.
T’Lany musste etwa 14 Jahre alt gewesen sein als sich ihre Wege gekreuzt hatten. Der junge Mann hatte für einige Zeit bei ihnen gelebt, warum wusste sie nicht, es war ihr auch egal. Er hatte aber sehr viel Zeit mit ihrem Vater verbracht und er war es, der ihr gezeigt hatte wie man einen Speeder frisiert.

Sie sprang von ihrem Hocker auf, der dabei umfiel und der Barkeeper erschrak. T’Lany fiel sie ihm um den Hals „Verflucht, das gibt es doch nicht, Krayton!“.

Vor 10 Jahren hatten sie Abschied genommen und auf Rishi trafen sie sich wieder.

Dawnwulf

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23

Freitag, 29. April 2016, 08:24

Outer Rim, Arkanis Sektor, Orbitale Umlaufbahn um den Planeten Tatooine

Sainthara kniete, das Hologramm an Bord ihres Schiffes wurde immer wieder durch kurze terrestrische Störungen unterbrochen. „Ich habe Tatooine erreicht Meisterin.“

„Gut. Ich wünsche dass Du Kontakt zu der Quelle der Nachricht aufnimmst. Wir müssen wissen, wer dahinter steckt.“ Das Hologramm erlosch und Sekunden später erhellte sich der Raum. Die blonde Sith ging nach vorne in das Cockpit ihrer Fury und lies sich in den Kommandosessel fallen. Sie schwang ein Bein über die Lehne. „KT-09 Informiere Mos Isla über meine Ankunft.“

Die roten Fotorezeptoren des Flugdroiden leuchteten auf und seine skeletartigen Hände tippten Kommandos in das Kontrollpult. Nachdem kurze Zeit später die Flugkontrolle von Mos Isla die Landegenehmigung erteilte und eine Landebucht reserviert war, kippte die Fury zu Seite und nahm direkten Kurs auf den Raumhafen.

(Operation Dämonenjagd fängt langsam an)
EXODUS
"There is a purpose for everything in the galaxy ...
... and a way to destroy it."


24

Mittwoch, 1. Juni 2016, 19:07

Rishi hatte T’Lani nur weiter nach Tatooine geführt und was sie dort fand war nicht ganz wonach sie gesucht hatte.

Ein zwielichtiger, möchte gern Pirat hatte ihr (unter Androhung von Gewalt) versichert, das L’Hanna in einer der Cantinas, als Tänzerin mehrmals aufgetreten war. Dort hatte sie angeblich mit einem Kerl angebandelt, der versucht hatte zu verstecken, dass er den Rebellen angehörte. Er habe nur aufgeschnappt das er ziemlich vernarrt in L’Hanna war und er sie aus dieser Umgebung herausholen wollte. Dabei sei mehrmals das Wort “Tatooine“ gefallen.

Auf Tatooine hatte sie sich in einigen Cantinas umgehört, sich an den Spaceports herum getrieben, die Märkte besucht und hatte immer die Augen offen gehalten, mit der Hoffnung irgendwas über ihre große Schwester zu erfahren.

Immer wieder versuchte sie über das Com an irgendwelche brauchbaren Informationen zu kommen. tagelang blieb all ihre Mühe vergebens, bis der Zufall sie belohnte.

T’Lani durchsuchte die alten Daten die sie auf Rishi aufgezeichnet hatte. Es war nicht viel aber ein Bild hatte sie sich immer wieder angeschaut, irgendwas faszinierte sie daran und im gleichen Moment störte sie etwas ungemein an dieser Aufzeichnung. Je öfter sie dieses Bild betrachtete umso mehr beschlich sie das Gefühl das sie etwas übersah. Es war eine kleine Momentaufnahme der Cantina in der L’Hanna aufgetreten war.

Sie legte das Com zur Seite und rieb sich die brennenden Augen. Sie hatte Durst und ging in ihrem Schiff ein paar Meter um sich etwas Brandy einzuschenken. Der Brandy war kühl und doch brannte er, als er ihren Hals hinunter lief. Als sie zurück kam und sie auf ihr Com blickte, welches kopfüber auf dem Tisch lag, wusste sie endlich was sie die ganze Zeit so daran gestört hatte.

An einem der Tische waren an der Tischkante, frische Kratzspuren. Sie waren nicht auffällig aber wenn man einmal darauf aufmerksam wurde dann konnte man sie erkennen. Es war so geschrieben, dass man es auf den ersten Blick für Kratzspuren oder Schrammen halten konnte, was für Tische in Cantinas nicht ungewöhnlich war. T’Lani vergrößerte den Ausschnitt und konnte mit Mühe die Worte entziffern. In Spiegelschrift und auf den Kopfstehend stand dort:

„T such nicht“

Ihre Schwester wusste also, das sie nach ihr suchen würde und sie wusste wohl auch das T’Lani nach Rishi kommen würde.

T’Lani blickte immer wieder auf den Bildausschnitt und schüttelte den Kopf.

„T such nicht“ flüsterte sie immer wieder vor sich hin und kippte den Rest des Brandys hinunter.

Auch wenn sie wusste das es L’Hannas Wunsch war sie nicht weiter zu suchen, genauso sicher war sie das sie es doch tun würde.

Sie drückte auf ein paar Knöpfe ihres Datacoms, verwarf die Nachricht wieder, schrieb sie erneut und war sich unsicher ob sie die Nachricht wirklich los schicken sollte. Krayton hatte ihr gesagt sie sollte ihn kontaktieren sobald sie eine weitere Spur haben würde, doch sie fragte sich ob er sie abhalten würde nach L’Hanna zu suchen.

Miss C

Miss B(ockig)

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Wohnort: Ruhrpott

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25

Sonntag, 22. Januar 2017, 12:30

Ciora`s Revenge -FSK 18-

Ich wurde von einem leisen Geräusch geweckt, öffnete die Augen und versuchte mich einen Augenblick zu
orientieren. Keine Sekunden später fiel es mir wieder ein. Ich sah neben mich wo unter einer zerknüllten Bettdecke
ein Bein rausschaute und hörte die leisen Atemgeräusche. Einen Augenblick beobachtete ich ihn mit einem zärtlichen
Blick beim schlafen, dann stand ich leise auf, zog mir den weißen Seidenmorgenmantel an und ging auf
Zehenspitzen vor die Tür. Ich atmete tief ein und genoss die frische Luft mit dem leichten Wind der mein Haar
sanft durchwühlte. Immer noch auf Zehenspitzen ging ich zum Balkon und lehnte mich über die Brüstung. Es war noch
keine der Sonnen aufgegangen allerdings sah man schon einen Funken von orange-rot in der Ferne schimmern. Ich
seufzte leise und begann auf meiner Lippe herum zu kauen, was ich immer mache wenn ich nervös bin oder nachdenken
muss und nachdenken musste ich auf jedenfall!

Heute hatte ich ihn das erste Mal belogen oder besser gesagt, ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt. Ich fühlte
mich schuldig, mehr als ich zugeben wollte. Aber schließlich war es nur zu seinem Besten und zu meinem Besten
auch, sagte ich mir immer wieder! Das ganze bin ich schon mehrere Male im Kopf durchgegangen und trotzdem fragte
ich mich, ob ich wirklich das richtige tat.

Ich wurde nach Arethro 8 gelockt denn Sie wussten das die Credits mich verlocken würden. Schließlich hatten Sie
mich beobachtet, die ganzen SPHINX und vor allem Krayton und mich!
Als ich auf dem Planeten gelandet war in einem verdammten Sandsturm und mein Schiff kaputt ging, wollte ich
wenigstens meinen Auftrag nachkommen, die Ware ausliefern und das Kopfgeldziel finden. Das Ziel war eine Frau
mittleren Alters die wegen Diebstahls an einem Familienerbstücks einer adeligen Familie gesucht wurde. Leicht
verdiente Credits, wie ich fand, auch wenn die meisten sich vor der weiten Reise gescheut hatten und das Ziel auch
aus diesem Grund noch da war, dachte ich.
Ich ließ die Bodencrew die Waren ausladen und machte mich auf dem Weg in die Raumhafen-Cantina. Dort hatten Sie
schon auf mich gewartet. Nach dem ersten Schluck aus meinem Glas, wurde alles um mich herum schwarz und als ich
wieder aufwachte, war ich zu meiner Überraschung weder gefesselt noch verletzt sondern lag in einem anständigen
und bequemen Bett.

Ich ließ die Bilder der vergangenen Monate vor meinem inneren Auge abspielen wie einen Film.

Eine ältere Frau mit einem freundlichen Gesicht musterte mich und begrüsste mich dann freundlich. "Miss Ciora
Hessa, wir haben schon auf sie gewartet." Sie gab ganz offen zu das sie mich beobachtet und mich hier auf diesen
Planeten gelockt haben um mir ein Geschäft vorzuschlagen.
Bei der Göttin, dieses Geschäft kam mir sehr gelegen!
Sie suchten jemanden der in Kontakt stand oder zumindest bekannt war mit Darth Krayne und seinen Schergen denn sie
wollten ihn in eine Falle locken um den, ich zitiere, "verkommenen Machtnutzer Abschaum" endlich auszulöschen. Ich
konnte mir keine bessere Rache für Krayton vorstellen! Wegen Darth Krayne war Krayton fast gestorben weil er seine
Meute nicht unter Kontrolle hatte und alle es liebten bescheuerte und intrigante Spiele zu spielen. Als würde es
in der Galaxie nichts wichtigeres geben! Ich hasste sie so dermaßen, das ich wirklich schon davon geträumt habe
sie selbst alle in ihrem Tempel in die Luft zu sprengen. Sie sollten nie wieder jemanden zum Spaß entführen und
dreckige Spiele spielen! Nie wieder!

Fakt war, ich stimmte der Frau vollkommen zu als sie mir den Grund erklärte wieso sie Darth Krayne so hassten und
umbringen wollten denn auf so eine tolle Gelegenheit hatte ich selbst schon gewartet auch wenn ich nie damit
gerechnet hätte jemals so eine Gelegenheit zu bekommen!

Sarbia, so hieß die Frau, erzählte mir von ihrem Kult, dem Kult der Hexen und das sie nur Frauen wären die alle
zusammen leben würden in vollkommener Harmonie mit der Natur und auch aus dieser ihre Kraft schöpfen würden. Sie
hat mich nicht nur durch das Dorf geführt und mich behandelt wie einen VIP, sondern mich auch an Dingen teilhaben
lassen, an die ich bis zu diesem Moment nicht mal geglaubt habe. Natürlich kannte ich die Sith und Jedi und ihre
Arroganz weil sie die Macht beherrschten. Hier aber war es etwas ganz anderes! Es gab hier sehr machtvolle Frauen
und selbst ich wurde die nächsten Monate trainiert. Denn laut ihrer Theorie ist jede Frau fähig ihre Umwelt und
die Natur für sich zu nutzen um ihre Stärke daraus zu ziehen. Sie hatten ja sowas von recht!

Meine Sensibilität gegenüber Energien in der Natur und meiner Umwelt nahmen zu und ich konnte die Energieströme
bald mühelos anzapfen. Es war so als würde ich mit allem kommunizieren was sich in meiner Nähe befindet. Das ganze
würde mich zwar nicht mächtig machen und auch besser kämpfen konnte ich nicht dadurch aber schneller reagieren und
mich besser verteidigen, das konnte ich.
Ich wäre gerne noch länger geblieben in dieser tollen Gemeinschaft!
Mittlerweile hielte ich es aber nicht mehr lange aus ohne ihn! Immer wieder geistert er in meinem Kopf rum,
verfolgte mich in meinen Träumen und ließ mich
aus selbigen hochschrecken aus Angst, ihm könnte wieder etwas passiert sein. Ich vermisste ihn sehr und würde mir
wünschen das er genauso empfindet.
So machte ich mich, nach fast einem halben Jahr, auf den Weg zurück zu meinem Geliebten. Mit einem neuen Auftrag
in der Tasche und meiner Rache, die schon zum greifen nahe war!

Zwei Hände legten sich zärtlich um meine Hüften und ich ließ die Gedanken, Gedanken sein und drehte mich langsam
in seinen Armen um, schmiegte mich an ihn und saugte tief seinen Duft ein.
"Was machst du hier draußen mein Sternenengel? Ohne dich ist es doch so leer im Bett" murmelte er schlaftrunken
in mein Haar hinein. "Ich wollte kurz etwas frische Luft schnappen und dich nicht aufwecken, Liebster" flüsterte
ich zurück. Seine genuschelten Worte gingen in meinem Haar unter aber wir verstanden uns in nicht nur einer
Hinsicht auch ohne Worte. Seine Hände wanderten an meinen Hüften entlang und fanden den Weg zu den Schlaufen des
Morgenmantels die er geschickt mit einer Hand öffnete bevor er die darunter liegende Haut berührte. Unsere Lippen
trafen sich und ließen den folgenden Kuss sofort leidenschaftlich werden. Leise stöhnend presste ich meinen Körper
ihm entgegen während seine Hände weiterhin meinen Körper liebkosten. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich
auf meine Wahrnehmung.
Selbst das Zwischenmenschliche kam mir nun intensiver vor, oder lag es nur an ihm? Ohne mir weiter Gedanken
darüber zu machen, verlor ich mich lieber in den Empfindungen die er mit seinen Händen hervorrief. Kurz bevor die
Erste der Sonnen über dem Horizont aufging und Tatooine ganz erwachte, hob er mich auf die Brüstung und drang in
mich ein. Im Takt des erwachenden Tages und dem gleichmäßigen Herzschlag der Natur, steuerten wir dem Höhepunkt
entgegen und es sollte nicht der Letzte für heute gewesen sein.

Dawnwulf

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26

Freitag, 27. Januar 2017, 11:55

NUR NOCH DIESER EINE JOB


Verdammt, verdammt, verdammt! Versprechen. Ha, er hat noch nie viel auf Versprechen gegeben. Vor allem, wenn sie erpresst wurden. Ja erpresst. Dieser Rotschopf, dieses Weib, diese Frau die er nicht mehr aus seinem Kopf bekommt hat es erzwungen. Hat sein Ja aus ihm gepresst, wie aus einer reifen Frucht. Nie wieder würde er Hexen jagen, daß hatte er ihr versprochen und nun?

Der Kryo-Sarg schwebte einen Meter über dem Boden. Die Kälteeinheiten funktionierten und hielten den weiblichen Körper in einem tiefen Winterschlaf. Es war nicht schwer gewesen für Krayton Durell die Frau zu finden. Er hatte Glück gehabt und sie abfangen können, als sie auf Alderaan einen Flug in den Outer Rim buchte. Was für eine Amateurin. Selten so schlecht hat sich eines seiner Ziele getarnt. Viel zu simpel, viel zu verlockend die Kohle nicht zu verdienen.

Tynith Dujscha, dass war ihr Name und nun wurde ihr Sarg in ein imperiale Shuttle geschoben. Agentin Sirene beglückwünschte Durell zu seinem Fang und sein Konto wuchs um tausende von Credits an. Früher war das ein Grund nach Nar Shaddaa zu fliegen und mehrere Tage einen drauf zu machen. Heute? Heute war es ein Grund, die nächste Mülltonne zu suchen und das, was er als schlechtes Gewissen bezeichnete, einfach auszukotzen. Selbst die Zigaretten schmeckte scheisse und dabei war es doch nur noch ein Job gewesen. Nur noch dieser eine Job!
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