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Dawnwulf

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Charname: DARTH KRAYNE

Beruf: SITH LORD

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Montag, 22. Februar 2016, 19:54

[STORY] Die Wiege der Furcht

DIE WIEGE DER FURCHT

OUVERTURE



Du wirst sterben!

Stykmar saß im Passagierabteil der Landefähre. Mit dem Kopf lehnte sie an der Scheibe des Sichtfensters und die Kälte des Transparitglases kühlte ihre Schläfe. Aus dem Augenwinkel suchte sie die Sterne, die kleinen Lichtpunkte in der ewigen Dunkelheit. Dort draußen, weit entfernt von allem herrschte die Stille und in der Stille ... lauerte der Tod ...

Zwei Tage zuvor…

“Ich ersuchte Darth Krayne um Hilfe, in der Hoffnung auf ein Bündnis, einer Allianz und was ist die Antwort?” Darth Sartalis Sprachmodul überschlug sich bei dem Versuch, die Nuancen aus Wut und Verachtung wiederzugeben. “Ich erwarte nicht weniger als seine persönliche Anwesenheit und was macht er? Er sendet mir ein Mädchen!”

Viele Gerüchte gab es über den Sith. Einige besagten, dass er durch einen Unfall fast zwei Drittel seines Körpers, durch kybernetische Implantate ersetzen musste. Andere, dass er diese Veränderungen freiwillig vornahm. Stykmar beobachtete, wie sich ein metallener Arm, aus dem rechten Ärmel der scharlachroten Robe schob, der in einer Faust aus Klauenfingern endete. Die menschliche Hand des Mannes strich nervös über den kahlen Schädel.

“Mein Lord.” Mit einer Verbeugung antwortete sie. “Ich bin die Schülerin von Darth Krayne und im Namen meines Meisters kann ich Euch versichern, dass….”

“Das ist mir egal, was ihr mir versichern könnt. Ich brauche Kämpfer, ich brauche Soldaten, eine Armee, ich brauche die gesamte Macht von Darth Krayne, um all das hier schützen zu können. Nicht die Dienste eines Kindes, das bewaffnete Schergen mit sich führt.”

“Diese Soldaten gehören zu der Eliteeinheit der Sturmkrähen Legion meines Meisters, sie sind bereits in der Festung verteilt. Wir sind hier, um die Artefakte zu beschützen, und das werden wir auch.” Stykmars Stimme verlor zunehmend an Höflichkeit. Trotz widriger Umstände gelang es ihr und ihren Soldaten rechtzeitig, vor den Streitkräften der Republik hier auf Golandor Vier einzutreffen. Ein Planet, der als Hauptquartier für Darth Sartalis Forschungen der alten Mysterien diente. Ein Sumpfplanet, auf dem es außer Schlamm und Felsen nichts Weiteres gab, ist ein idealer Ort für die Studien der dunklen Seite. Militärisch hatte diese Welt nie eine taktische Funktion erfüllt.

Bis vor wenigen Wochen Streitkräfte des Zakuul Imperiums, scheinbar aus einer Laune heraus, die Verteidigung der Sith für diesen Sektor vernichtete, wurde er schlagartig zu einem Eroberungsziel der Republik. Die Republik nannte es Befreiung von zwangsbesetzten Welten, aus imperialer Sicht war es schlicht und ergreifend eine Katastrophe. Doch auch wenn es für das Golandor System schlecht stand, konnte aus einem Desaster ein Vorteil gezogen werden.

Viele Jahre schon bat Darth Krayne um eine Audienz bei Darth Sartalis. Seine Sammlung von Artefakten war berühmt, aber der Cyborg Sith hatte ihn immer abgewiesen. Jetzt, wo Golandor Vier auf dem Präsentierteller lag, erinnerte dieser sich wieder an ihn.

“Mylady, wir haben die Information erhalten, dass die Schiffe der Republik in knapp zwei Stunden eintreffen.” Der Soldat trat einen Schritt zurück und sie deutete der Gruppe an, sich zu entfernen. “So wie es aussieht mein Lord, werden wir in der Tat mit den Höflichkeiten zum Ende kommen müssen und anfangen, Eure Artefakte zu schützen.”

“Und wie soll das aussehen, wie wollt ihr mit ein paar Fähren und einer lächerlichen Anzahl an Soldaten dem gesamten Planeten verteidigen? Ihr werdet nicht einmal diese Festung hier sichern.” Darth Sartalis Stimme brach plötzlich ab als Stykmar ihr Lichtschwert aktivierte.

Gedankenschwer atmete er durch. “Ah, jetzt verstehe ich. Es sind nur die Artefakte, um die es Euch geht.” Durch die kybernetischen Verbesserungen konnte der Sith auf das zentrale Sicherheitssystem der Anlage zugreifen. Er nutzte dafür nicht die Macht. In den Jahren hatte er angefangen, mehr und mehr den technischen Aufwertungen zu vertrauen. Die künstlichen Augen zeigten ihm die Aufzeichnungen der Sicherheitskameras an. In fast jedem Bereich der Bastion lagen ermordete Wachmänner herum, während Kraynes Leute seine Schätze in Kisten verpackten.

Die Furcht schwand aus der Stimme und Verachtung nahmen ihren Platz ein. “Du dummes Kind, dachte dein Lord ernsthaft, er kann mir meine Geheimnisse entreißen? Oh nein, es geht doch nur um das Eine, oder?” Er streckte den kybernetischen Arm aus, die metallenen Klauenfinger zogen sich zurück und statt ihrer wurde der Griff eines Laserschwertes ausgefahren. “Wenn Darth Krayne glaubt, ich gebe das Wissen der schwarzen Herzen so einfach Preis, ist er ein noch größerer Narr, als ich es annahm.” Mit einem lauten Klack rastete die Waffe ein.

“Mein Meister weiß, dass ihr das Geheimnis nicht entschlüsseln konntet.” Angewidert von dem Cyborg, dessen Hang zur Kybernetik für sie eine Schwäche darstelle, wollte sie ihre Abscheu ihm gegenüber nicht mehr unterdrücken. “Aber ihr könnt gewiss sein, er wird Eure Forschungen abschließen.”

“Das werden wir noch sehen….” Darth Sartalis Waffe erwachte zum Leben. Durch das Kugelgelenk am Unterarm konnte er das rotglühende Lichtschwert zur Seite klappen und wie einen Propeller kreisen lassen. Der Klang der Rotation erinnerte an einen gigantischen Bienenschwarm, der sich auf die Frau stürzte. Instinktiv nahm sie eine abwehrende Kampfhaltung ein, der Sith Lord hatte sie überrascht und sie wusste, dass es für diese Art von Angriff kaum eine Verteidigung gab.

Du wirst sterben… Sollte ihr Meister recht behalten?

Stykmar wich zurück, keine ihrer Kampfstrategien konnte es mit Darth Sartalis rotierenden Lichtschwertarm aufnehmen. Das Einzige was ihr kurzzeitig Deckung gab, bestand in den Säulen des Saals. Doch auch die wurden von ihm im Sekundentakt zertrümmert. Gesteinsbrocken schleuderten durch den Raum und zerplatzen auf dem Boden. In ihrer Bewegung immer weiter zurückgedrängt geriet sie durch die Trümmer ins Straucheln und ihr Gegner nutze den Moment gnadenlos aus. Er stoppte die Rotation seiner Waffe, fuhr das Schwert zurück in die Senkrechte und drosch mit der gesamten Härte der Kybernetik auf sie ein. Jeder Schlag schwächte ihre Abwehr bis der Cyborg ihr letztenendlich das Lichtschwert aus der Hand schlug. Zitternd und kraftlos lag sie auf dem Boden.
“Jämmerliches Ding, Dein Meister schickte Dich in den Tod. Wie fühlt es sich an, versagt zu haben?” kicherte er schrill.

“Mein Meister sagte mir, dass ich sterben werde.” Stykmar wischte ihren Schweiß vom Gesicht. Darth Sartalis Klinge schwebte nur wenige Zentimeter von ihrem Kopf entfernt. “Er sagte, ich würde sterben….Aber nur … ”. Langsam richtete sie ihr Kinn auf und sah ihrem Gegner in die Augen. Die dunkle Seite loderte in ihr auf. “Wenn ich es zulasse!” Die letzten Worte klangen wie die Geräusche eines Fallgitters, wie geschärftes Metall, das auf stumpfen Stein schlug und einen Funkenregen erzeugte. Die Handfläche bündelte die Macht vor sich, um sie mit voller Wucht in Richtung des überraschten Widersachers zu entfesseln. Der Sith wurde durch den Raum geschleudert. Im Flug sah er, wie Darth Kraynes Schülerin aufstand und ihr Lichtschwert zurück in ihre Hand flog.

“Noch einen Hinweis für Euch mein Lord, diese Säulen sind tragende Elemente.” Ein erneuter Machtstoß ihrerseits löste die letzten Verankerungen in der Decke über Darth Sartalis und ein Regen aus Steinen und Trümmern begrub ihn unter sich.

Die Elektronik des Cyborg Körpers schaltete die Notfallprotokolle ein, der metallene Arm konnte einige Gesteinsbrocken zur Seite drücken, die zerstörten mechanischen Beine reagierten nicht, Funken sprühten aus den aufgerissenen Kabeln. Sartalis zerschmetterter humanoider Arm hing in Fetzen aus Fleisch und Knochen an ihm herab. Beschwerlich schaffte er es, die Reste seines Leibes aus den Trümmern zu ziehen. Der Gedanke an Hoffnung wurde jedoch durch den Klang von Stykmars Lichtschwert im Keim erstickt.

Ohne weitere Worte schlug sie zu und trennte die obere Schädelplatte des Sith ab. Das Hirn des Mannes leuchtete in einem hellen Ockerton, durchzogen von Adern und Metallfäden. Mit einem schmatzenden Geräusch stach Stykmar mit den Fingern zwischen die beiden Hirnhälften, ertastete den primären Speicherkern und riss ihn heraus.

Triumphierend stand sie vor der Leiche, in der Hand ihre verschmierte Trophäe fest umklammert. Sie hatte das Gerät intakt bekommen. Der Sith war so mit dem eigenen Überleben beschäftigt, dass er in der Sekunde des Todes die Daten nicht löschte. All seine Erinnerungen, das gesamte Wissen und sämtliche Forschungen gehörten jetzt ihrem Meister.
Die Stimme eines ihrer Soldaten unterbrach die Stille. “Mylady, wir haben die Artefakte in die Shuttles geladen, die Republik wird bald eintreffen.”

Stykmar nickte dem Sergeant zu “Geben sie den Befehl zum Abrücken. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt.”


Heute…

Stykmar überwachte das Entladen der Relikte aus den Shuttles. Hier, an Bord der Gravesinger, katalogisierten Experten die Artefakte und bereiteten sie für den Weitertransport an verborgen Orte vor.

Den Speicherkern jedoch, hielt sie fest in der Hand, um ihn ihrem Meister persönlich auszuhändigen. Er war das Zeichen, dass sie seine Lektion verstanden hat.


ICH GEWINNE JEDEN KAMPF,
AUßER MEINEM LETZTEN …

VIELEN DANK an JULIA und SMARTEN!

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EXODUS
"There is a purpose for everything in the galaxy ...
... and a way to destroy it."

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Sonntag, 28. Februar 2016, 01:11

Wüstenwind



Die letzte der beiden Zwillingssonnen verschwand hinter dem Horizont und Kälte legte sich über die Wüste. Der Sand konnte die Wärme nicht speichern und die Temperaturen fielen in der Nacht bis auf den Gefrierpunkt. Willkommen auf Tatooine, einem der lebensfeindlichsten Orte im Universum.

»Mister Durell, kommen sie herein, wir schalten die Energie gleich ab.« Krayton hob bestätigend die Hand und hielt die Zigarette fest. Mit einem tiefen Zug inhalierte er den Rauch, sein Blick schweifte über die Gebäude.
Am Abend kamen die Erinnerungen, Gedanken die er am Tag verdrängte, krochen wie dunkle Schatten zurück in seinen Geist.
Nach dem Sieg des Zakuul-Imperiums über die Republik und die Sith und der Stationierung einer gigantischen Raumstation im Orbit des Planeten, änderte sich das Leben auf dieser Sandkugel. Gangstersyndikate, Banden, Kartelle, aber auch Kleinkriminelle gerieten in den Fokus der neuen Herrscher. Doch es ging ihnen weder um Recht und Ordnung, noch um den Schutz von Unschuldigen. Es war eher ein Test, ein Probelauf für den Rest der Galaxis. Ein Kreuzzug gegen das Verbrechen, verübt von Verbrechern.
Händler, die sonst Tatooine anflogen, machten einen weiten Bogen um den Planeten. Der Schwarzmarkt lief nicht ohne den Schmuggel und mit Grundnahrungsmitteln ließ sich kein Geld machen. Doch das Schlimmste sollte für Rouge Mountain erst noch kommen.
Ob durch die Zakuul oder durch Gier angestachelt, witterten die Tuskenräuber ihre Chance und riefen einen Krieg aus. Die imperiale Garnison im Ort blieb standhaft und verteidigte die Stellung, aber ihre Reihen schrumpften rapide. Am Ende lagen Schmuggler, Kopfgeldjäger, Trunkenbolde und Barpersonal Seite an Seite mit den Soldaten im Schützengraben.
Die Hoffnung starb mit jedem, der fiel. Die letzten verbliebenen Schiffe waren zur Evakuierung bereit. Da explodierte plötzlich dieses verdammte Stück Scheiße in der Umlaufbahn. Ein lauter Knall veränderte alles.
Vielleicht aus Aberglaube, vielleicht einfach aus Angst, stellten die Tusken ihre Angriffe ein. Tatooine wurde wieder angeflogen, Rogue Mountain nahm die alten Geschäfte auf und kurze Zeit später florierte der Markt erneut.

Krayton schnippte den Stummel seiner Zigarette in die Dunkelheit. Auf den Treppenstufen, die runter zur Cantina führten, kam ihm Rojo Nyz entgegen. Einer der besten Barkeeper und Concierge, den er kannte.
»Ich komm ja schon rein Rojo.« Durell klopfte ihm freundschaftlich auf den Rücken. »Das sehe ich Mister Durell, aber ich muss ihnen noch mitteilen, dass ihr Damenbesuch angekommen ist. Ich brachte die Lady bereits in ihr Apartment.«
Kraytons Miene hellte auf. »Cio.« Bei dem Gedanken an Ciora beschleunigte er seine Schritte. »Gut gemacht Roja, ich schulde Dir was.«
»Halb so wild Mister Durell, sie sollten die Dame nur nicht warten lassen.« Rief er ihm hinterher und das hatte Krayton auch nicht vor.

Er bahnte sich einen Weg durch das Lokal, vorbei an den unterschiedlichsten Spezies des Universums. Einige von ihnen hingen in dunklen Ecken herum, wickelten zwielichtige Deals ab, begafften die Twillek Tänzerinnen, die lasziv ihre Shows aufführten oder genossen kühle Drinks an der Bar. Am Ende des Ladens betrat er den Fahrstuhl, der hinauf zu den Appartements führte.
Als der Lift stoppte, legte die Hand auf den Scanner und wartete ab, bis die Identität überprüft wurde. Mit dem positiven Bestätigungston glitt die Tür zur Seite.

Auf dem Balkon fand er sie, bequem sitzend auf dem Sofa, die schwarzen Stiefel ausgestreckt, in der Hand ein Glas gefüllt mit roter Flüssigkeit und ihr langes blondes Haar ... Ihr langes blondes Haar? Durells Nackenmuskeln verspannten, er kannte diese Form von Unbehagen, die den Nacken schlagartig hochkroch und eine feine Gänsehaut erzeugte.
»Darth Daithara.« Der Mundwinkel zuckte. »Welch unerwartetes Vergnügen.«

Sie nippte an ihrem Wein, legt dabei ihren Kopf zur Seite. »Mister Durell, dass Vergnügen ist ganz auf meiner Seite. Ich sah sie von hier oben auf der Treppe und es hatte den Anschein, sie hätten sich wegen mir beeilt. Darf ich mich geschmeichelt fühlen?«
»Selbstverständlich mein Lord.« Es war egal, ob sie den Sarkasmus heraushörte, sie durfte nur nicht seine Enttäuschung bemerken.
»Wie lange war ich jetzt schon nicht mehr hier? Ein Jahr, zwei Jahre? Rogue Mountain ist erneut aufgeblüht.«
»Ja Mylady, seitdem die Zakuul ihre Sternenfestung verloren haben, können wir hier unten endlich wieder aufatmen. Aber darum seit ihr gewiss nicht hier?«

Mit einem freundlichen Lächeln schwang sie ihre Füße vom Tisch, richtete sich auf und legte die Beine übereinander. Sie deutete ihm an, gegenüber Platz zu nehmen. Er folgte der Aufforderung, während er eine weitere Zigarette anzündete. Die Sith genoss den Wein, ohne den Augenkontakt zu verlieren. Mit der Zungenspitze leckte sie einen flüchtigen Tropfen von ihrer Lippe. »Dann kommen wir zum geschäftlichen Teil.«
Durell lehnte sich zurück, blies eine Rauchwolke durch den leicht geöffneten Mund. »Gern.«

»Wie sie sich denken können, hat sich in den letzten Jahren etliches verändert. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Machtbereiche im Imperium sind zum Teil zerfallen. Viele Sith wurden ermordet oder gelten als vermisst. Dank unseres neuen Imperators ist wieder eine Linie in unseren Reihen gekommen und der Zerfall gestoppt.«
Er schnaupte. »War es denn nicht schon immer so bei den Sith?«
»Nicht in dieser Form, aber das tut in der Tat nichts zu Sache.« Sie nahm einen Schluck. »Wissen Sie, wie mein Meister seine Position halten konnte?«
»Lassen sie mich überlegen.« Krayton schnalzte mit der Zunge. »Er hat alles und jeden getötet, der ihm auch nur ansatzweise gefährlich werden konnte?«
Daithara stimmte mit einem süffisanten Lächeln zu. »Aber nicht nur dass, er war sich auch nicht fein genug sich an seine alten Verbindungen zu erinnern.«
»Sie meinen?«
»Die Kontakte zur Unterwelt. Während anderen die Ressourcen ausgingen, konnten wir weiterkämpfen und daran werden wir festhalten, Mister Durell.«

»Dann kommen wir also jetzt endlich zum interessanten Teil?«

Darth Daithara leerte ihr Glas und stellte es auf den Tisch. Die Hände gefaltet lehnte sie sich zurück. »Ja, dass kommen wir. Wo ist Miss Ciora?«
Die Frage war ein Schlag in den Magen, eine Strafe, weil er sich zu weit nach vorne gewagt hatte. Er hatte für kurze Zeit vergessen, wer da vor ihm sass. Die Katze, die mit ihrer Beute spielte. Ciora, verdammt. In den Jahren war sie ihm ans Herz gewachsen. Nach außen hatte er sich wegen ihrem Verhältnis locker gegeben, sie in der Öffentlichkeit zu ihrem Schutz kaum erwähnt. Verdammt, er wollte sie da raushalten, doch einer Sith - dieser Sith, machte er nichts vor.
»Ich weiß es nicht.« Das war noch nicht einmal gelogen. Sie hob leicht die Augenbraue, aber er zuckte mit den Achseln. »Ich weiß es wirklich nicht. Sie taucht auf, bleibt ein paar Tage und ist dann wieder verschwunden. Oder wir drehen den Spieß um und ich komme vorbei und bin für den nächsten Job wieder weg. Ganz einfach ...«

»Wie bedauerlich.« Ihre Stimme bekam einen nachdenklichen Unterton. So als ob sie über etwas nachdachte, die Antwort aber kannte. »Ich benötige wirklich die Hilfe von Miss Ciora.«
»Und darum kommen sie den ganzen Weg von Dromund Kaas hierher. Verzeihen sie mir Mylady, aber ist es nicht eher ihre Art, die Leute zu sich einzuladen?« Das letzte Wort sprach Krayten sehr bedächtig aus.
Der Ansatz eines Lächelns kehrte zurück. »Diese Möglichkeit besteht, aber sie sollte diesen Besuch als ein Zeichen sehen, dass ich ein sehr persönliches Anliegen habe. Es ist also nicht nur ein rein geschäftlicher Vorschlag an ihre Freundin Mister Durell.« Ihre rechte Hand legte sich bei den Worten auf ihre Brust. »Würden sie mir dann einen Gefallen tun und Miss Ciora informieren, dass ich um ein Treffen bitte?«
Durell nickt, ihr den Wunsch abzuschlagen, wäre keine gute Idee. Wobei der Gedanke daran, wie er Cio erklären müsste, dass eine der ranghöchsten Sith die er kannte, sie in einer persönlichen Angelegenheit sprechen wollte, ihm auch kein Vergnügen bereitete.
Daithara bemerkte seinen Zwiespalt, da sie ihn an einem persönlichen Punkt erwischt hatte, sprach sie nun etwas an, wofür er immer ein offenes Ohr hatte. Credits. »Aber natürlich habe ich auch für Sie und ihre Freunde ein paar lukrative Aufträge.« Sie griff zur Seite und reichte ihm ein Datenpad. »Die Jedi haben sich von Tython zurückgezogen, einige haben sich nach Coruscant geflüchtet, andere sind in der ganzen Galaxis verstreut.« Durell sah sich die Liste durch. »Schauen sie sich die Liste an. Es ist die perfekte Zeit, dass sie und ihre Leute uns ein paar Jedi Köpfe liefern.« Bei den aufgeführten Summen, konnte auch Krayton Durell wieder lächeln.
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Freitag, 11. März 2016, 14:48

BLUTENDER HIMMEL

PROLOG


Vor drei Jahren….

Und aus dem Himmel regnete es Tränen aus Blut. Der Boden vibrierte und es rumorte in den Wolken. Das Firmament riss auf, gefolgt von Blitzen, die wie Lanzen auf ihn einstachen. Gepeinigt suchte Darth Krayne einen Weg über das Plateau, die Fetzen seiner Rüstung hingen am Körper herab. Er wankte, versuchte das Gleichgewicht zu halten. Sein Lichtschwert war vernichtet, die Überreste über den kargen Steinboden verteilt. Donner, der sich zu einem Aufschrei formte wurde reflektiert von den Felswänden. Der Verlust von Kontrolle war der erste Schritt, ihm folgten weitere auf dem Weg ins Nichts. Verlust, ein Teil der Sith. Schmerzen ihr Antrieb, Angst ihr Gefährte, Terror ihr Gesang, Herrschaft ihr Zweck und Freiheit ihr Ziel. Er sah auf seine Hand, die Finger krümmten sich zitternd zu einer halb geöffneten Faust. Ein Überleben mitten im Chaos? Der Bruch, die Vernichtung, das Ende, alles in einer Hand, alles in einem Moment und dann - atmen. Seine Maske fiel zu Boden. Er zertrat sie mit dem Stiefel, seine Lungen füllten sich mit Luft, er atmete - seit Jahren atmete er wieder ohne Hilfe. Die Ketten können gesprengt werden, der Ruf gehört.

Darth Daithara stürmte in den Reliktraum der Gravesinger. Ihr Weg war gepflastert von toten Wächtern, deren Körper unnatürlich verdreht in die Ecken geschleudert waren. Ihr Meister kniete vor dem großen Holocron, das Relikt von Belsavis, das dunkle Herz der Gravesinger. Die vom Gesicht gerissene Atemmaske lag auf dem Boden. Seit dem Kampf vor etlichen Jahren, seit er in die kochende Flüssigkeit stürzte und sie ihn sterbend am Ufer eines Sees fand, ab dem Tag musste er die Maske tragen. Trotz seiner Macht, war sein Körper auf diese Hilfsmittel angewiesen. Es zeigte ihm seine Schwäche, der Triumph über seine Fähigkeiten, das Symbol seiner Sterblichkeit. Jetzt lag es neben ihm und er atmete ruhig und entschlossen. Ihre Augen weiteten sich, dass Holocron, es war an einer Stelle abgebrochen. Ein roter Splitter lag in der Hand ihres Meisters.

“Ich habe eine Antwort erhalten. Er ist erwacht!” Krayne griff zu seiner Maske und legte sie an. Das Zischen der Atemluft vereinte sich mit dem Klang der einrastenden Versiegelung. “Wir müssen uns vorbereiten.”


für MO
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Montag, 2. Mai 2016, 15:20

DIE ALTEN


Die Häupter waren gesenkt, die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Im Schneidersitz saßen die Frauen auf dem staubigen Boden des Raums. Der Ort musste geheim bleiben, niemand durfte wissen dass sie sich kannten, ja nicht einmal, dass sie dieselbe Luft atmen würden.

Vexen Rixx war es gelungen. Er selbst hatte viel Zeit und viel Mühe aufgebracht, aber das war sein Job. Im Grunde konnte man den Beruf den er ausübte nicht beschreiben, ganz einfach weil es ihn nicht geben durfte. Die Jedi würden ihn inhaftieren und die Sith töten. Es waren die Methoden der jeweiligen Seite, ihre Gegensätze, die im Kern auf dasselbe hinausliefen. Doch er existierte und selber nannte er sich einfach Der Vermittler. Er schaffte Kontakte zu dem was im Hintergrund existierte, zu den Schatten die sich sofort zurückzogen bei der geringsten Spur von Licht. Heute konnte er sie versammeln, nach Jahren der Suche, nach Jahren akribischer Arbeit.

„Ihr werdet es ihm geben müssen, es ist nicht mehr euer Geheimnis. Das Verständnis ist da, doch es wird keine Nachsicht geübt.“ Die Worte waren klar, für die, die sie verstanden. Diplomatie, Höflichkeit, all das war vergebene Zeit, die Wahrheit wurde gesagt und die Antwort erwartet.

Vexen Rixx kniete sich hin, er konnte ihre Gesichter nicht sehen, ihre Gedanken nicht lesen. Er musste warten, nur ein Fehler und er war verloren, alles war verloren.

Nach Minuten des Schweigens vernahm er die Antwort. Sie wurde durch die Münder der Frauen mit einer Stimme wiedergegeben. Sie bildeten eine Einheit. „Er verlangt was ihm nicht zusteht, was Niemanden zusteht.“. Grünlicher Nebel bildete sich auf dem Boden aus, leichte Dunstfäden wischten durch die Luft - durch Wände, durch die Kleidung, durch den Verstand.

„Er bittet nicht um Erlaubnis.“. Vexen kniff seine Augen zusammen. „Sith bitten nicht!“.

Sie kicherten, jede für sich.

„Und der Jedi, was ist mit dem Jedi? Ich spreche nicht in seinem Namen, aber ich habe Euch gefunden und sein Weg wird ihn auch hierher führen.“

„Du zweifelst Vermittler. Du sprichst ohne Hoffnung, aber mit Gier auf der Zunge. Der Sith hat Dir nichts versprochen und dennoch begehrst Du.“ Vexen leckte sich die Lippen. Was war mit ihm los? Sie hatten recht… Die Hexen hatten Recht!

Sein Name war Vexen Rixx. Sein Beruf war nicht so einfach zu beschreiben. Beauftragt durch einen Sith, verfolgt von einem Jedi, gestorben… Nein, es war kein Sterben, kein gleitender Übergang vom Leben zum Tod. Seine Existenz endete in der Sekunde, wo der grüne Dunstschleier aus seinen Poren drang. Wo Leben und Tod eins wurde und sein Ich von alten Frauen aufgesaugt wurde. Bis zu dem Moment, wo nur noch der Nebel war, der den Putz an den Wänden wegätzte und dutzende dahinterliegende Hohlräume freilegte.

Hologrammodule, Datenkarten, Papyrusrollen oder einfache Steintafeln mit eingravierten Symbolen und Schriftzeichen – manche über tausend Jahre alt - waren in den Vertiefungen gelagert. Einige akkurat aufgereiht, andere willkürlich abgestellt oder reingeworfen.

Die Frauen verließen das Gebäude. Eine nach der anderen verschwand im Morgengrauen, in den dunklen Gassen der Stadt. Als die Letzte vor die Tür trat, kamen ein paar Kinder auf sie zugelaufen und blieben vor ihr stehen. Wie eine Mutter streichelte sie mit ihrer Hand über ihre Köpfe. Die Augenhöhlen waren leer, nur von tiefer Schwärze gefüllt. „Geht meine Kinder, holt die Sternenkarten, verteilt sie in der ganzen Galaxis. Jedi, Sith – Ihnen obliegt die Suche.“

„Und ihr Mutter?“ Die Hände des Jungen griffen nach der Hand der Frau und streichelt sie behutsam, während die anderen Kinder bereits ins Haus liefen.

„Du wirst mich zum schwarzen Mond begleiten mein Sohn.“ Die Alte legte ihre Hand auf seine Schulter. „Von dort aus, werden wir den Worten des Erweckten lauschen.“
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Mittwoch, 4. Mai 2016, 09:15

MORGENWIND

MAY THE FORCE


1

Es war ein kühles Lüftchen frühmorgens in Anchorhead das um Kiyra´s Nase strich. Ihr blondes Haar war zu einem Pferdeschwanz gebunden. Nicht akkurat, so wie es eigentlich ihre Art war. Ein notwendiger Teil ihrer Tarnung. Eine ihrer Strähnen kitzelte ihre Stirn. Sie pustete sie weg, aber es war zwecklos, ihre Haare gewannen. Aber auch die Zeit verging schneller, während sie an ihrem Tisch vor dem kleinen Cafe saß und wartete. Der Laden war bekannt dafür, dass man den Kaf hier trinken konnte und er machte wach, nicht dass eine Jedi so etwas nötig hatte. Sie musste selber lachen bei den Gedanken. Eine Jedi, von wegen. Sie war eine Frau, gehüllt in eine zerschlissene Kutte, die noch dazu roch. Sie stank nicht, soweit würde sie nicht gehen, aber sie roch. Kein Glanz aus den alten Tagen von Tython war geblieben. Die Idee, der Glaube an Jedi war dahin. Abgeschlachtet auf ihrer alten Heimatwelt hatte er ein Ende gefunden. Die, die das Massaker überlebt haben, hatten sich zurückgezogen. Manche nach Coruscant, andere in die Tiefen des Universums. Sie würde nicht nach Coruscant gehen, niemals. Der ehemalige Machtapparat der Demokratie im Zentrum des Universums war nur noch ein Schatten seiner selbst. Die ehemalige Kanzlerin Saresh diktierte nun aus dem Hintergrund die Reste ihrer geliebten Republik und formte sie zu einem Spielball ihrer eigenen Interessen. An so etwas konnte und durfte sich kein Jedi beteiligen. Doch was blieb? Eine Tasse Kaf, bis die Sonnenstrahlen die Straßen von Anchorhead zu einem Glutkessel machten? Konnten die Jedi überhaupt noch etwas ausstrahlen, in der Zeit des Zakuul-Imperiums? Kiyra wurde aus ihren Gedanken gerissen. Endlich, nach all den Wochen spürte sie einen verwandten Geist, eine einzigartige Präsenz unter all den Geschöpfen von Tatooine. Ihr Warten fand ein Ende.

“Ich habe gehört, den Kaf hier kann man sogar trinken.”. Jen-Zar Rey setzte sich, sein Lächeln tat gut, baute sie auf und sie nahm ihren ersten Schluck an diesem Morgen.

2

“Es tut mir leid, dass ich mir so viel Zeit gelassen habe Kiyra.” Der Jedi nahm seine Kapuze ab, auch seine Robe war mehr als getragen, alt und an vielen Stellen geflickt. Er war immer einer der Vorzeige-Jedi des Ordens gewesen. Vielleicht erst nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hatte, aber danach wurde er zu dem Jedi, der die Ideen und den Geboten des Ordens verkörperte. Einzig die Tatsache, dass er nie einen Padawan Schüler hatte, war eine Besonderheit, die man nur verstand, wenn man seine Lebensgeschichte kannte. Kiyra kannte seine Geschichte und sie verstand ihn.

“Hattest Du Erfolg?”. Fragte sie, während sie ihren Kaf schlürfte.

“Nein.” Jen-Zar seufzte.“ Kiyra ich war ganz nah dran, ich hatte Rixx schon fast und dann hat er sich förmlich in Luft aufgelöst.” Die Jedi hob eine Augenbraue und schaute über ihre Tasse. “Und wenn er einfach nur einen guten Schmuggler gefunden hat, der ihn ungesehen vom Planeten schaffte?”

Er schüttelte den Kopf. “Er ist mir nicht einfach entkommen. Seine Präsenz in der Macht verschwand.” Der Jedi schnippte mit dem Finger. “Ich konnte ihn spüren, ich hätte ihn in der Stadt finden müssen, aber er hörte plötzlich auf zu existieren.”

“Er wurde also nicht getötet, sondern seine Existenz endete abrupt?” Kiyra leckte sich einen Tropfen Kaf aus dem Mundwinkel und stellte ihre Tasse ab. “Wie soll das möglich sein?”

“Seit über einem Jahr habe ich diesen Menschen verfolgt. Ich kannte seine Machtpräsenz. Die dunkle Seite lockte ihn und dieses Verlangen war deutlich zu spüren.” Sein Finger strich über seine Wange. “Das Einzige was ich fand, war ein altes Gebäude wo Spice und andere Güter gelagert wurden. Er hätte dort sein müssen. Ich fand nur einen leeren Raum. In den Wänden waren Nischen, kleine Kammern, als ob darin etwas gelagert war.”

“Für einen Lagerraum nicht ungewöhnlich oder?”

“Im Grunde ja, doch der Verwalter meinte zu mir, dass am Tag zuvor der Raum geräumt wurde. Alle Güter wurden abtransportiert und er hat mir geschworen, dass es keine Nischen in den Wänden gegeben hat. Die Wände waren glatt.”

Kiyra seufzte. “Jen-Zar, kann es vielleicht auch sein, dass Du dich in eine Idee verrannt hast?” Ihr Lächeln war gütig, ihre Stimme sanft. Seitdem er ihr erzählt hat, dass er Beweise hatte, dass ein Sith Lord mit Namen Darth Krayne auf der Suche nach den Kammern des Imperators war, hatte sie versucht ihn mit all ihren Kräften zu unterstützen. Selbst als die Zakuul Tython angriffen und sämtliche von Jen-Zars gesammelten Unterlagen vernichtet wurden, hatte sie zu ihm gehalten. Sie wusste von Krayne und seine Beziehung zu dem Jedi. Natürlich hatte sie Bedenken, dass diese Suche zu einer Obsession führen könnte, aber sie vertraute auf die Macht und das sie ihren Freund den richtigen Weg zeigen würde, doch langsam kam ihr Zweifel.

“Kiyra.” Er hielt ihren Unterarm. “Ich kann mir vorstellen wie verrückt das klingt, aber ich konnte noch etwas erfahren. Dieses Lagerhaus oder besser, Teile davon stammten noch aus den Resten einer alten Festung. Das Gebäude selbst war renoviert, aber Abschnitte davon sind bis zu fünftausend Jahre alt!”

“Jen-Zar.” Ihre Augen fokussierten ihn. “Glaubst Du, dass der ehemalige Sith Imperator seine Schätze in einer alten Lagerhalle verborgen hielt? Das macht doch keinen Sinn.”

“Nein, das glaube ich nicht. Wenn Vexen Rixx so nah daran gewesen wäre, dann wäre auch Darth Krayne Vorort. Ich denke Rixx wollte sich mit jemanden treffen. Es war ihm so wichtig, dass er sich kaum noch Mühe gegeben hat, seine Spuren zu verwischen. Er war gierig!”

“Worauf gierig?”

“Auf das Ende seiner Suche, auf die endgültigen Antworten.”

“Aber welches Wesen würde solche Geheimnisse bewahren.” Sie zögerte. “Könnte solche Geheimnisse bewahren...Ohne selbst kompromittiert zu werden, sie für sich selber zu nutzen?”

Jen-Zar griff in eine Tasche seines Mantels und zog ein Datenpad hervor. Es zeigte ein Foto von dem Gebäude, es war alt mit technischen Anlagen an der Wand. Mit einem Tippen auf das Display vergrößerte er das Bild. An einem Teil der Mauer waren Kritzeleien zu sehen. Kiyra vermutete dass Kinder die Wände bemalt hatten. Sie wollte ihm das Pad schon wieder zurückgeben, da viel ihr Blick auf eine Zeichnung. Ihre Augen weiteten sich, als sie das Bild nochmals vergrößerte. Eine Kinderzeichnung, wahrscheinlich mit Holzkohle gezeichnet. Ein Zufall? Konnte ein Kind durch Zufall solch ein Symbol an eine Hauswand malen? Jedi glaubten nicht an Zufälle und Kiyra war sicher, auf das Zeichen der Hexen des schwarzen Mondes zu schauen.

Ungläubig schaute sie ihn an und er lass die Fragen in ihren Augen.. “Ja, Kiyra, ich bin mir sicher, ich weiß wen Vexen Rixx getroffen hat.”
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Dawnwulf

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Mittwoch, 4. Mai 2016, 15:46

STILLE


Die Echos von Schritten verhallten in der Halle. Die Schalter des Raumhafens von Tyrzoo Delta Acht waren geöffnet, aber sie waren nicht besetzt. Niemand stand davor, niemand dahinter. Vom Servicepersonal oder Passagieren war keine Spur zu entdecken. Die Monitore liefen und gaben die Daten der Flüge bekannt, Werbung von Reiseunternehmen lief und sollte Lust wecken, diesen öden Felsen so schnell wie möglich zu verlassen. Doch niemand war da.

Die alte Frau, gehüllt in schwarze Leinentücher, über die sie eine dunkelbraune Kutte trug, in der rechten Hand einen Koffer. Eines ihrer Kinder war in einem Seitengang verschwunden, um durch die Fenster den Abflug eines Shuttles zu beobachten. Sie hatte ihm den Wunsch gewährt, doch nun war es weg. Aber sie war nicht allein, bei dem Gedanken kicherte sie. Ihre Stimme musste nicht laut sein, das Echo verteilte sich dennoch im ganzen Gebäude. “So viel Aufwand mein Lord. So viel Mühe für eine alte Frau.”

Klack, klack, klack, die Schritte der Metallstiefel kündigten ihn an. Den Krieger, den Suchenden, den Sith. Er kam aus einer der Seitengassen. Seine Soldaten mussten den ganzen Komplex abgeriegelt haben. Dieser Aufwand, nur für sie. Aber sie war es wert, dass wusste sie und das wusste auch Darth Krayne.

“Ihr habt Euch Zeit gelassen mein Lord. Einen unterwürfigen und gierigen Lakaien zu schicken.“ Ihre Mundwinkel schmollten. „Dachtet ihr, ihr bekommt die Karten so einfach?”

“Ich fordere nicht, ich nehme!” Krayne hob den Arm. Die Alte stellte den Koffer ab und mit einem Stoß, schob sie das Gepäckstück über den glatten Boden zu ihm herüber. Sein Stiefel, kippte ihn zu Seite. Die Klinge des Lichtschwertes erwachte zum Leben. Für den Bruchteil einer Sekunde war es pure Energie, die sich ungebändigt zu einer Klinge formte. Die Hexe war überrascht, eine instabile Klinge im Lichtschwert. Welchen Sinn sollte es haben eine unberechenbare Waffe zu nutzen? Dann spürte sie es, es war der Kristall in der Waffe. Sie konnte ihn spüren, seine Kraft, seine Macht. Er war der Grund, doch sie durfte sich nicht ablenken lassen. Krayne zerstörte mit seinem Schwert die Verriegelungen des Koffers. Als die Siegel brachen, explodierte das Gepäckstück in einer Woge aus grünem Feuer und schwarzen Rauch.

Darth Krayne wurde einige Meter weit, nach hinten gestoßen. Die Explosionswolke behinderte seine Sicht. Der schwarze Rauch verflüchtigte sich jedoch sehr schnell, aber nicht wie normaler Rauch. Es waren Schatten, sie suchten und sie wurden hinter den Türen fündig. Erst war es ein leises Stöhnen, Röcheln und Gurgeln, dann klopften die Fäuste der Sturmtruppler gegen die Türen - droschen ohne Unterlass - ihre toten Körper drückten gegen das Metall, bis keine Verankerung sie mehr halten konnte. Kraynes Soldaten stürmten die Halle. Sie hatten die Fluchtwege gesichert, doch ihre neue Herrin hatte eigene Pläne.

Erst waren es einzelne Gruppen, humpelnd, wankend oder kriechend trafen sie auf den Korridoren zusammen und vereinten sich zu einer Masse aus Untoten. Die Hexe lachte, in ihren leeren Augenhöhlen funkelte ein grüner Schimmer, sie schlug sich im Stehen auf die Schenkel. “Darth Krayne, der große Sith.” Ihr Spott war laut, hämisch und verachtend. “Du hast es gewagt uns zu fordern und nun? Jetzt wirst Du gefressen!” Während sie lachte erhob er sich, sein Lichtschwert war deaktiviert und er heftete es sich wieder an seinen Gürtel. Die Geräusche seiner ehemaligen Soldaten drangen in seine Ohren, der Elitekämpfer die diesen Hinterhalt perfekt gelegt hatten. Jetzt nur noch eine wandelende Masse Fleisch. Sie kam auf ihn zu. Die ersten Körper kamen aus den Gängen. Sie stürzten, richteten sich auf oder krochen. Er war ihr Ziel und er würde ihnen nicht entkommen. Das wollte er auch nicht, er wollte etwas anderes und er war gewohnt, es zu bekommen.

Hexenkraft, die tückische Art der dunklen Seite. Sie war machtvoll, hinterlistig, tödlich und man sollte sie zu keiner Zeit unterschätzen. Aber sie sollte sich selbst auch nicht überschätzen.

Die Zeit schien für Sekunden still zu stehen, als Darth Krayne, ein Lord der Sith, die dunkle Seite der Macht entfesselte. Keine Spielchen, kein Schauspiel der Tücke. Er trat vor, sein Arm schnellte nach oben, seine Hand öffnete sich. Die alte Frau wurde von ihren Füßen gerissen und zu ihm gezogen. Seine Finger klammerten sich um ihre Kehle und drückten zu. Ihr Lachen verstummte und sie zappelte. Kein Wort kam ihr mehr über die Lippen, nur Röcheln und Gurgeln. Sein Blick fiel tief in ihre Augenhöhlen. “Hört mich Hexen der Nacht, Brut des schwarzen Mondes. Ich bin Darth Krayne, ich bin solange hinter Euch her bis ich die Sternenkarte habe.”

Die Horde an Zombies stoppte, ihre Münder rissen auf und eine Stimme drang aus ihren Kehlen. “Wir haben Dich getäuscht Lord der Sith. Nur eine Karte?” Der Chor der Toten lachte. “Wir haben alle Karte geholt und unsere Kinder werden sie in der ganzen Galaxie verteilen. Suche uns oder suche die Karte. Rache oder Wissen, was begehrst Du mehr!”

Krayne schloss seine Faust, bis seine Finger in seinen Handrücken drückten. Der Körper der Alten fiel nach unten, ihr Schädel rollte zur Seite und landete auf dem Boden. “Jetzt wähle ich die Rache.” Die Wut in ihm stieg auf, sie stärkte ihn, lies ihn die dunkle Seite spüren. Die Horde von Kreaturen gierte nach ihm. Sein Lichtschwert glitt in seine Hand, unkontrollierte Energie schoss aus der Waffe und nur durch seinen Willen wurde aus dem Chaos eine perfekte Klinge. Sie zischte, sie summte, die Energie wollte frei sein, doch er beherrschte sie.

Die Toten hatten ihn erreicht, Darth Krayne schwang seine Waffe.

Epilog

“Hätten wir ihr nicht helfen sollen?” Die Nase des jungen war an die Fensterscheibe des Shuttles gedrückt und er beobachtete, wie der Raumhafen unter ihm immer kleiner wurde.

“Nein mein Sohn, unsere Schwester ist ihren Weg gegangen.” Die alte Frau lehnte sich im Sitz zurück. “Es ist jedoch an uns, die zu finden, die ihren Platz einnehmen wird.”
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7

Donnerstag, 12. Mai 2016, 10:15

WÜSTENBLUES

1

“Kopfgeldjäger, solchen Abschaum brauche ich hier nicht!” Gelbliche Spucke lief Karek Durk durch seine Zahnlücke und er juckte sich nebenbei noch mit einer Hand unter der Achselhöhle. Sein mit Ölflecken durchsetzter Mechaniker Overall, war zur Hüfte heruntergezogen, das darunterliegende Unterhemd bildete ein weiteres Gemälde aus Dreck und körperlichen Ausdünstungen.

“Na, wenn das so ist.” Krayton lehnte sich gegen eines von mehreren Fahrzeugen, die in Durks Garage auf ihre Reparatur warteten. Er zog mit der Hand demonstrativ seinen Mantel zur Seite und gewährte einen Blick auf einen seiner beiden Blaster. Sein Gegenüber lies der Blick auf die Waffe kalt. “Damit kannst Du Deine Mutter erschrecken, aber nicht mich Slemo. Verpiss dich oder man wird dich hier raustragen.”

Durell zog mit einem Seufzer seine Waffe und drückte ab. Der Schuss ging direkt in Karek Durks Bein, der mit einem Aufschrei aus Schmerz und Verwunderung in einen Stapel Öl-Dosen stürzte.

“Entschuldige Arschloch, aber Mutter hat heute wenig Zeit.” Der Kopfgeldjäger zuckte mit den Schultern, während sich eine zeternde Gestalt, mit schmerzverzehrten Gesicht, an einer Werkbank nach oben zog.

Krayton griff in seine Manteltasche und holte eine Packung Zigaretten raus. Er ließ sich Zeit, eine davon anzuzünden. “Also, ich formuliere meine Frage nochmal um. Diesmal etwas kürzer und einfacher gehalten.” Durk versuchte währenddessen einen festen Stand auf einem Bein zu bekommen. Genüsslich verlies eine Wolke aus Rauch Durells Mund und der Geschmack des Tabaks ließ ihn mit der Zunge schnalzen.

“So, bevor das ganze hier unschön wird. Wenn jemand mit einer Expedition ins Dünenmeer will, ist Deine Werkstatt die letzte Möglichkeit Fahrzeuge zu überprüfen.” Krayton feuerte nochmal auf die Werkbank, als Durk zu einem weiteren Dementi ansetzen wollte. “Also, ich will wissen mit wieviel Fahrzeugen Kressk und seine Truppe unterwegs ist und ich will wissen wohin es genau gehen soll.” Ein weiterer Schuss zwang sein Gegenüber zur Seite zu springen, wobei dies mehr ein plumpes Fallen war. “Du hast die Fahrzeuge gewartet und ich wette, auch einen Blick auf ihre Navigation geworfen. Also versuch mir keinen Scheiß zu erzählen.” Er drückte wieder ab und der Schuss schlug nur knapp vor den Genitalien des Mechanikers im Boden ein.

“Ja. Ja. Ja.” Flehentlich hob sich eine Hand. “Es waren drei Speeder und zwei große Transporter. Ich habe die Fahrzeuge flott gemacht.” Er robbte über den Boden.

“Und?” Krayton hob den Blaster.

“Gib mir ne Scheiß-Karte, ich zeig Dir wo sie hinwollten.” Durell drückte sich vom Fahrzeug ab, hockte sich neben den Verwundeten und hielt ihm ein Datapad mit einer Karte der Jundland-Wüste hin. Wiederwillig stieß sein Finger auf eine Position im Dünenmeer “Kressk wird mich umbringen!”, schnaubte Durk. “Hey.” rief Krayton aus. “Rate mal was ich mit Dir mache, wenn Du mir Banthakacke erzählt hast.”

2

Schon von weiten war die Wolke zu sehen. Dicker, pechschwarzer Rauch, der aus den brennenden Wrackteilen austrat. Es müssen Raketenwerfer gewesen sein, die die Panzerung der Fahrzeuge durchschlagen hatten. Kraytons Flüche waren in den Knistern der Flammen kaum zu hören. Er war zu spät, jemand hatte den Konvoi vor ihm erreicht und scheinbar kurzen Prozess gemacht. Leichen lagen im Sand verstreut, einige mit mehreren Einschüssen, andere getötet durch die Explosionen.

Vor dem Trümmerfeld ragte aus dem Sand die Reste eines Transportschiffes. Er konnte das Modell nicht klassifizieren, aber das Wrack hatte alle spezifischen Merkmale eines Frachters. Vermutlich hat der Überfall stattgefunden, nachdem die Expedition gefunden hatte, wonach sie auf der Suche war. Kaum wollte er sich abwenden, hörte er den Klang von Metall. In unregelmäßigen Abständen schlug Eisen gegen die Schiffswand des Frachters. Sollte es doch noch Überlebende geben?

Sinnlos zu hoffen, dass er in dem Rumpf noch Etwas finden würde was einen Wert hatte. Krayton kletterte über den schrägen Boden des Schiffes. Als er um eine Ecke schaute, erkannte er die Quelle der Geräusche. In einer Ecke der Ladebucht lag der Trandoshaner Kressk, einer der besten Spürhunde des Outer Rim. Und auch diesmal schien er wieder Erfolg gehabt zu haben. Nur leider auch Pech. Er ließ die Eisenstange fallen, als er den Kopfgeldjäger bemerkte. Durell beugte sich über ihn. Seine Echsenhaut war trocken, er würde die Verwundungen die man ihm zugefügt hat, in diesem Leben nicht mehr regenerieren.

“Hey großer Jäger, hast mich ja mal wieder alt aussehen lassen was?” Er grinste die Echse an, deren höhnischen Lachen in einem Hustenanfall endete. “Ich wette Dein Punktekonto bei der Zählerin übersteigt die Tausende. Aber sag mir Kumpel, wer ist für das hier verantwortlich?” Kressk Körper bäumte sich ein letztes Mal auf. “SssssDurk!”

Krayton schüttelte den Kopf. “Nein, ich muss wissen wer…”. Er stockte. Wie konnte er so blöd sein? Es gab nur drei Leute die die Position des Schiffes kannten. Kressk war Nummer eins, er Nummer zwei, da er die Info von … Durk hatte.

Er zückte seine Blaster. “Dieser verdammte Hurensohn.” Mit gezogenen Waffen lief er zum Ausgang. Er stürmte aus dem Schott, geblendet von dem gleißende Licht der Zwillingssonnen erkannte er ungefähr zehn Gestalten auf der Düne, die den Ausgang umstellt hatten. Der Betäubungsschuss ging ihm in den Rücken, auf dem Wrack war der Rest der Bande in Stellung gegangen war. Sie hatten ihn erwischt. Der Jäger wurde zum Gejagten, dieser Umstand war leider nicht neu.

3

Etwas über einen halben Meter breit, dutzend Meter lang und aus Fiberfaser, das waren Kraytons Vermutungen zu der Planke auf der er stand. Gehalten wurde sie von einer Konstruktion aus Metallschrott, die tief im Boden vergraben war. An einem gigantisch großen Loch mitten im Dünenmeer. Ein Sprung, auch aus großer Höhe, wäre in den feinen Sand der Wüste wohl zu überleben. In diesem Fall jedoch, wartete ein gieriger Schlund aus einem wabernden, von Tentakeln umgebenden Maul auf ihn. Der Sarlaac hatte immer Hunger und Durell sollte sein Futter werden.

“Du kannst Dir aussuchen, wann Du springen willst Durell. Leute, genießt die Show.” Karek Durk glugste vor Lachen. Er saß in einen Schwebestuhl, sein verletztes Bein ausgestreckt und in Verbände gewickelt. Dank eines extra Schubs an Schmerzmitteln, war er dauerhaft zu Scherzen aufgelegt, die von seiner Bande aus abgehalfterten Ganoven und Gassenmördern immer wieder mit Blasterschüssen in die Luft kommentiert wurden. Jedes Mal, wenn ein Schuss fiel, schnappte der Sarlaac zu. Selbst der leichteste Lufthauch oder die geringste Erschütterung übertrug sich auf das Brett. Durell musste immer wieder sein Gleichgewicht verlagern, was bei der begeisterten Menge zu erneuten Freudenausbrüchen führte.

“Hey Durell, ob ich von hieraus Dein Bein treffen?” Durk spielte mit einem Gewehr mit Zielfernrohr herum, bis eine weitere Gestalt über eine Düne gelaufen kam. “Hey Chef.” Schrie Kilwi oder Kriwi, so genau konnte sich Karek den Namen von dem Jungen nicht merken. Er trug vor der Brust einen Kasten mit zwei langen Antennen. Er war einer der wenigen in der Bande, der in der Lage war, mit technischen Geräten umzugehen. Das war wohl auch der Grund, warum man ihn überhaupt mitnahm.

“Was willste?” Grunzte Durk.

“Ich scanne ein Fahrzeug, was auf direkten Weg zu uns ist Chef.” Kilwi korrigierte einige Einstellungen, nickte aber weiter. Durks zweiter Mann, Simon Sar, griff hinter sich und holte sein Macro-Fernglas heraus, während er sich auf den Weg zum Transporter der Bande machte. Er kletterte auf das Fahrzeugdach und sah sich um. “Stimmt Chef, das ist ein Speeder.” Er starrte weiter hindurch. “Oh Chef, mit einem ganz heißen Feger.”

“Willst Du mich verarschen Sar?” Brüllte sein Anführer zurück.

“Nein, nein. Ne Blonde Tusse, mit einer geilen Figur. Keine Waffen, außer… Nun ja, könnten Lichtschwerter sein?”

“Dann werden wir ihr mal einen gebührenden Empfang bereiten.” Unter dem Jubel der Menge lud Durk seine Waffe durch. “Hey Kilwi, pass Du auf Durell auf. Wenn er abhauen will, dann wackle einfach an dem Brett.” Kilwi dröhnte der Lachanfall seines Chefs in den Ohren. Er sah nicht zu Krayton rüber, der mit einem dumpfen Gefühl in der Magengegend ahnte, wer dort auf dem Speeder saß. Mit der Hand vor der Stirn, seufzend stand er da. “Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Tag noch beschissener werden könnte.”

4

Sie saß auf der Plattform vor der Planke im Schneidersitz auf dem Schwebestuhl und verfütterte Durks Einzelteile an den Sarlaac. “Nun sei doch nicht mehr sauer Krayton.” Sainthara warf ein Teil des bandagierten Beins in den Schlund der gefräßigen Bestie, während sie von zwei wutverzerrten Augen angestarrt wurde. Es hat Minuten gedauert, bis er sich auf dem schmalen Brett drehen konnte, doch er wollte sie töten. Er wollte die Schülerin von Darth Daithara einfach nur töten. Monatelang in Karbonite, nur wegen einer Laune dieser Frau. Ach Frau, sie war ein Kind, eine verzogene egoistisches kleine Göre. Nur verfügte sie über Fähigkeiten, die er in solch einer Form, selbst bei Sith, nur selten gesehen hatte.

Sainthara hatte ihren Speeder direkt in die Gruppe der Halsabschneider gelenkt, mit gezückten Lichtschwertern vollführte sie mehrere Sprünge und Pirouetten und Sekunden später, lagen nur noch Tote um sie herum. Karek Durk verarbeitet sie noch zu Sarlaac Futter, dabei fing sie unten bei ihm an - scheinbar um Durell eine Art von Genugtuung zu verschaffen. Doch das war aussichtslos, es schien ihr, als wäre der Kopfgeldjäger in dieser Beziehung etwas stur.

“Kannst Du mir nicht wenigsten ein kleines bisschen verzeihen?” Sainthara hielt den abgetrennten Kopf von Durk hoch, der Kiefer klappte auf und zu, imitierte ihre Worte. “Ich schenk Dir auch meinen Schwebestuhl.” Klapp, klapp, die Zähne des Verbrecherbosses schlugen aufeinander.

“Mein Stiefel in Deinem Gesicht, das wäre ein Deal.”

“Oh menno!”. Sie sprang von ihrem Sitz und ihre Füße landeten auf dem Brett. Die Vibration war fein, aber zum Ende, genau da wo Krayton stand, war die Auswirkung um ein vielfaches stärker. Nur mit beiden Armen weit von sich gestreckt konnte er das Gleichgewicht halten und die Folge an Flüchen, veranlasste Sainthara sich leicht auf die Unterlippe zu beißen.

“Ups, mein Fehler. Den nehme ich auf die Liste auf. Ok?” Sie ließ den Kopf fallen.

“Duuuuuuu!”

“Ja, ja, ich weiß. Aber kannst Du Dir vorstellen, dass ich auch keine leichte Zeit hatte?” Nach vorne gebeugt, mit der flachen Hand auf dem Brett, drückte sie langsam ihren Oberkörper nach oben. Lange schwarze Metallstiefel, die sich perfekt an ihre Beine anpassten, eine schwarze Hose und ein knappes rotes Top. Ihre Kleidung behinderte die Sith in keiner Weise, als sie in einen einhändigen Handstand ging. “Aber ich will die Vergangenheit hinter mir lassen und nach vorne schauen. Ich habe einen neuen Auftrag und nun rate mal, wer als mein alter Partner davon profitiert?” Sie lächelte keck. Krayton fehlten die Worte, er schnaubte einfach nur noch vor Wut.

“Und bevor Du wieder beleidigend wirst. Hör Dir einfach an, was ich zu sagen habe.” Sie kicherte. “Du hast ja gerade etwas Zeit. Also ... Meine Meisterin ist auf der Suche nach den Sternenkarten, denen auch Du nachjagst. Tja, hatten wir beide Pech. Also Du mehr als ich, aber dennoch Pech.”

“Durk hat die Karten. Du hast seine Leute gemetzelt, aber die Karten müssen hier irgendwo sein.” Krayton glich wieder seinen Stand auf der Planke aus.

“Falsch. Die Karten wurden bereits vom Khodiak Clan geklaut, ich habe sie in Mos Isla verpasst und weißt Du warum?” Sainthara drückte sich mit einer Hand vom Boden ab, rotierte in einem doppelten Salto und landete auf der Planke. “Weil ich Dich retten wollte.” Sie öffnete ihre Arme und legte den Kopf schief, mit einem Lächeln sah sie, wie der Kopfgeldjäger in die Tiefe stürzte. “Oh oh.”

5

Das Gefühl gegriffen zu werden. Von einer unsichtbaren Kraft nach oben gezogen werden und im feinen Sand der Wüste zu landen, statt im Rachen einer Bestie, war unbeschreiblich. Krayton fühlte sich gerettet und angewidert zur selben Zeit. Sainthara nutzte die Macht wie ein Spielzeug. Sie stieß sich von der Planke ab und landete exakt neben ihm. Seine Hände ballten sich zu Fäusten und mit gespielter Angst entgegnete sie: “Eine Million Credits, es geht um eine Million Credits.”

“Das ist ein Witz?” Er zögerte. Rache war für Sith ein Zeitvertreib, sie brauchten es um sich gut zu fühlen. Für Krayton Durell war Rache ein Luxus und nichts gegen das Kribbeln auf eine Jagd mit einer richtig dicken Belohnung.

Von ihr abgewandt kämpfte er innerlich mit sich selbst. Sein Ego, seine Gier. Der Reiz der Jagd. Das was er konnte. Das was er wollte. “Hör auf mich mit Sand zu beschmeißen.” Zischte er.

“Erst wenn Du Ja sagst.” Sainthara nahm noch eine Hand voll, als der Kopfgeldjäger sich abrupt umdrehte und an ihr vorbei, zu den Fahrzeugen ging. “Ich hole meine Blaster. Da Du Deinen Speeder geschrottet hast, kann ich nur hoffen, dass die alte Kiste dahinten uns nach Mos Isla bringt.”

Sainthara lachte, riss die Arme nach oben. „Juhuu“. Sie drehte sich ein paar Mal auf der Stelle und folgte mit einem kecken Hüftschwung.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dawnwulf« (3. Juni 2016, 14:42)


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8

Donnerstag, 2. Juni 2016, 22:53

EIN STURM ZIEHT AUF


1

In den Wäldern tobte der Wind im Geäst und dunkle Wolken zogen erneut am Himmel auf. Seit Tagen regnete es unterbrochen. Auf den sandigen Straßen bahnten sich das Wasser durch schmale Rinnsale unaufhaltsam seinen Weg.

Pelderon lag außerhalb des Outer Rim. Ein unscheinbarer und bedeutungsloser Planet, vom galaktischen Krieg vergessen. Seine Landmasse betrug gerade mal vierzig Prozent und bestand aus tiefen Wäldern, einigen kleinen Agrarflächen, mächtigen Bergketten und gigantischen Steilküsten, die das Land vom Meer trennten. Ein Raumhafen, der auf dem größten Kontinent Besch’rir lag, diente Bauern als Zentrum für ihren Handel. Die Menschen hier lebten ansonst von der Außenwelt weit abgeschirmt. Alleine mit ihren Höfen,ihren Familien und … ihren alten Legenden.

Die Festung war alt, sehr alt. Niemand wusste mehr wer sie gebaut hat. Tief in den Wäldern verborgen, am Beginn des Kla’roh Gebirges. Vor Jahren, als der Bau noch unbewohnt war oder jedenfalls so wirkte, wurde der Ort gemieden. Niemand verirrte sich freiwillig so tief in den Wald.

Bis zu jenem Tag, wo die Felder verdorrten, das Vieh kläglich auf den Feldern verendete und selbst die Aasfresser die Kadaver verschmähten. Die düsteren Geschichten der Großmütter und Großväter fanden wieder Gehör. Man hörten ihnen zu und folgten ihrem Rat. Die Bauern fingen an, einen Teil ihrer Ernte in die alte Festung zu schaffen und so schnell wie die Plage gekommen ist, so schnell war sie auch wieder verschwunden.Die Felder brachten ertragreiche Ernten, das Vieh vermehrte sich und alle die, die keine Fragen stellten lebten ohne Not.

2

Zibrit war fast volljährig, seine Familie arbeite auf dem Hof eines Großbauern. Er war ein einfacher Junge, dessen Tagwerk vom frühen Morgen bis zum späten Abend durchgeplant war. Tiere füttern, Stall ausmisten, auf dem Feld beim Ernten helfen. Nur selten gab es Änderungen im Tagesablauf und die wurden meist durch Wetterumschwünge oder vermisstes Vieh verursacht. Der heutige Tag bildete eine große Ausnahme. Als der junge Mann morgens erwachte, stand der Karren mit zwei Zugpferden bereits fertig auf dem Hof. Die Männer der umliegenden Gehöfte hatten ihn in der Nacht beladen und sie ließen keinen Zweifel daran, dass er Derjenige war, der das Gespann zur alten Festung bringen würde. Nicht dass sich Zibrit geweigert hätte, er merkte nur deutlich, dass dies auch unmöglich gewesen wäre. So hatte er sich am frühen Morgen auf den Weg gemacht. Zweimal war das Gefährt fast im Matsch stecken geblieben, aber wie durch ein Wunder konnte er es wieder befreien, so dass er mittags die alte Festung im strömenden Regen erreichte.

Der Burghof war leer, doch das Tor zum Vorratslager stand offen. Er brauchte Stunden um die gesamte Lieferungen vom Wagen zu wuchten und im Lager zu verstauen. Als er fertig war, graute bereits der Abend. Während er das Gespann wenden wollte, um sich auf den Heimweg zu machen, vernahm er eine Stimme. Auf der Treppe im Innenhof stand eine Gestalt, sie war in eine Kutte gehüllt und winkte den Jungen heran. “Essen, Du hast sicher Hunger. Komm her.” Seit seinem frühen Aufbruch heute morgen hatte er keine Nahrung mehr zu sich genommen, mit einem tiefen Knurren unterstrich sein Magen dies und er folgte dem Wesen tief in die Festung hinein.

An den Wänden waren Fackeln entzündet. Treppen und Gänge führten ihn mehreren Etagen nach oben. Als sie einen Laufgang erreichten, dessen rechte Seite offen und mit einem hölzernen Geländer gesichert war, konnte er einen Blick auf die Landschaft werfen. Sie befanden sich bereits weit oben, wahrscheinlich auf einem der riesigen Türme. Er sah weit auf die Wälder, in denen Dunstschwaden in den Baumwipfeln hingen und die kommende Nacht ankündigten. Der Regen hatte eine Pause eingelegt und Stille legte sich über das Land.

Die Kammer in die man ihn führte war klein, ein einfaches Bett, ein Stuhl und ein Tisch. Auf dem Tisch stand Essen. Dampfende Töpfe und Teller mit mehrere Sorten gebratenen Fleisch, gedünsteten Gemüse und Schalen voll Obst. Die Tür hinter ihm fiel zu, er war alleine und vor ihm war gedeckt wie für einen König. Die alte Frau wartete vor der Tür. Der Junge sollte essen, er sollte sich wohl fühlen, vorbereitet sein für die kommenden Stunden.

3

Es war mitten in der Nacht, als sich die Tür zur Kammer öffnete. Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen. Zibrit lag auf dem Bett. Er hatte sich wortwörtlich vollgefressen, so dass er kaum noch laufen konnte. Glücklich und müde hatte ihn der Schlaf übermannt.

Die Stimmen in seinem Traum sangen. Sie führten ihn an Orte, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Zeigten ihm Dinge von denen er nur hinter vorgehaltener Hand gehört hatte. Er sah sie nicht nur, er konnte sie auch spüren. Sie durchdrangen jede Faser seines Körpers. Er wollte mehr, immer mehr und die Stimmen gaben es ihm. In dem Meer aus Klängen, Flüstern und Versprechen erklang ihre Stimme am lautesten. “Tibra.” Seine Lippen flüsterten ihren Namen. Der Name der Tochter des Bauern für den er arbeitete. Nur selten gelang ihm ein Blick auf sie zu werfen. Zu schnell war ihr Vater da um ihn zu zeigen wo sein Platz auf dem Hof war. Seine Tochter war dafür bestimmt eines Tages einen reichen Mann mit Land zu heiraten. Zibrit war für das Vieh zuständig und selbst nur ein Gedanke an das Mädchen stand ihm nicht zu.

Ihre Stimme hörte nicht auf ihn zu rufen, sie war lauter als die Anderen die er im Kopf hatte. Sie zog ihn aus seinen Träumen, zog ihn zurück in das Bett vor dem eine, in eine Kutte gehüllte Gestalt stand, die leise seinen Namen flüsterte.

Er schreckte hoch, er rieb sich die Augen und aus dem schemenhaften Etwas wurde eine Gestalt. Er wollte etwas sagen, doch Kopf und Körper waren träge, er bekam den Mund nicht auf. “Tschhhhhh.” Die Gestalt hob ihren Finger an den Mund, er konnte das Gesicht nicht erkennen. Ihre Hände griffen an die Seitenränder der Kapuze und zogen sie zurück. “Tibra?” Er erkannte ihr lächelndes Gesicht.

“Ja, ich bin es.”

“Was, was machst Du hier? Wie kann dass…?”

“Tschhhh.” Sie legte wieder ihren Finger auf ihre Lippen. “Liebster, das ist nicht wichtig. Es ist nur wichtig, dass ich hier bin.” Ihre Augen glitten über seinen Körper. “Das ich nur für Dich hier bin.” Mit einer Handbewegung löste sie die Halterung der Robe, der alte Stoff glitt von ihren Schultern und fiel zu Boden. Die Augen des Jungen weiteten sich bei dem Anblick ihres nackten Körpers. So schön, so makellos, so verführerisch.

Er schluckte, unfähig eines klaren Gedanken. Tibra begann ihm seine Sachen auszuziehen. Er konnte sich nicht wehren, er wollte sich nicht wehren. Gefangen im Strudel seiner Begierde, lies er alles mit sich geschehen.

“Heute Nacht, gehöre ich nur Dir.” hauchte sie ihm zu. “Doch es gibt eine Bedingung.”

“Alles Geliebte.” Sie befreite ihn von seiner Kleidung, kniete sich mit einem Bein auf das Bett. Seine Hand streichelte ihre Schulter und glitt ihren Arm herunter. “Alles was Du willst.”

Sie nickt und während ihr Finger langsam zwischen ihren Beinen verschwand hauchte sie ihm ins Ohr: “Bitte tu mir weh!”

Er sollte was? Es war unmöglich, dass sie das gerade gesagt hatte. Auf dem Meer seiner Gedanken geriet er in einen Strudel. Seine Gefühle, die Harmonie die er verspürt hatte wurden fortgerissen. Weggefegt wie Blätter in einem Sturm, der Bäume zerbricht während er über das Land wütete.

Ich soll ihr wehtun? Warum?

Er dachte er kannte nicht die Antwort, doch sie war da. Der Sturm brachte sie ihm, klar und deutlich. Er war ihrer nicht wert? Mit dieser Erkenntnis ist er aufgewachsen. Er durfte sie nicht anblicken, nicht an sie denken, nicht mal dieselbe Luft atmen. Sie war etwas Besseres und er war der Dreck auf dem sie wandelte.

Doch war das so?

Jetzt in diesem Moment kniete sie am Bettrand und keuchte vor Lust, leckte sich die Lippen und gierte nach ihm. Sie war wie eines der Tiere im Stall, das in seiner Notdurft schlief und dort seinen Nachwuchs zur Welt brachte.

Er war ihrer nicht würdig? Der Sturm brachte eine andere Erkenntnis mit sich und er spürte die Wahrheit. Mit der flachen Hand schlug er zu. Das Mädchen wurde vom Bett geschleudert und krachte gegen die Wand.

Nicht würdig?

“Ich werde Deinem Vater zeigen, wer nicht würdig ist.” Seine Stimme grollte, Wut brannte in seinen Eingeweiden. Die Hitze breitete sich in seinem Körper aus, zerfraß sämtliche Zweifel. Er griff ihr in die Haare, packte zu, riss sie hoch. Mit nur einer Bewegung seines Arms schob er sie zurück aufs Bett. Sein jugendlicher Körper, der vor kurzem noch knabenhaft wirkte, baute sich vor ihr auf und mit einer vorher noch nie gefühlten Mischung aus Abscheu und Verlangen blickte er hinab. “Wenn ich Dich zu Deinem Vater zurückgeschickt habe, wirst Du ihm einen Bastard schenken, den er bis zum Ende seines kläglichen Lebens ertragen muss. Das Kind und Du, werden ihm jeden Tag daran erinnern, dass er für Dich niemals mehr Geld oder Land bekommen wird.”

“Tochter.” hauchte Tibra leise. „Meine Tochter.“ Ihr Blick fiel an die Decke, unter der sich ein dünner grünlicher Nebel gebildet hatte. Sie unterdrückte ihr Lächeln, als der nächste Schlag sie traf und Zibrit wie ein wildes Tier über sie herfiel.

4

Der Morgen graute, die ersten Vögel zogen ihre Kreise über der Festung. Tibra schleifte sich aus der Kammer. Blutige Abdrücke an den Wänden und Boden markierten ihren Weg. Einige Knochen im Körper waren gebrochen, das Gesicht blau geschlagen, zum Teil stand ihr Kiefer schief. Dieser Anblick würde Zibrit in Erinnerung bleiben. Es war sein Werk. So hat er sie am Morgen gefunden, die Stimmen schwiegen. Gepeinigt von Schuldgefühlen und Scham kauerte er in einer Ecke. Speichel lief aus seinem Mund, vermischte sich mit den Tränen, die wie ein nicht enden wollender Strom aus Verzweiflung aus seinen Augen rannten. Am späten Nachmittag würde man ihn abholen, auf seinen Karren setzen und er würde es irgendwie zurück zu seinem Hof schaffen. Unfähig einer Person mitzuteilen, was sich abgespielt hatte. Tibra würde er fortan meiden, er ekelte sich vor sich selbst. Der kleinste Gedanken an sie, verursachte in ihm Übelkeit. Bis zu seinem Tod würde er mit seinen Taten leben und als gebrochener Mann sterben.

Diese Emotionen nährten Mutter und Kind. Ein Kind das durch Schmerz, Wut und Hass gezeugt und empfangen wurde, eine wahre Tochter der Hexen des schwarzen Mondes. Die Gestalt Tibras gefiel der Mutter. Schmerz und Lust verschwanden, Stolz und Glückseligkeit nahmen ihren Platz ein. Der Kreis der Hexen würde sich wieder schließen und die Lücke füllen, die Darth Krayne gerissen hatte. Mit jedem Schritt wurde ihr Gang aufrechter, die Knochen wuchsen zusammen und die Wunden heilten. Leichtfüßig tanzte sie restlichen Stufen des Turms herunter. Jetzt war es an der Zeit ihrem Meister gegenüber zu treten.

5

Tief unter der Burg, in einem Geflecht aus Tunneln, Grotten und Katakomben war sein Thronsaal. Der Boden war schlammig, Fäulnis lag in der Luft. Das aufsteigende Grundwasser drückte nach oben und bildete an einigen Stellen modrige Pfützen. Tibra machte die Kälte nichts aus. Ihre blutverschmierte Kutte wärmte nicht den nackten Körper. In ihr brannte ein Feuer, was grün leuchtete und sie vor der Kälte schützte.

Sein steinerner Platz war leer, doch der Erweckte war anwesenden. Die Schatten lösten sich aus den Ecken, glitten über die Decke, den Boden und den Wänden. Es wurden immer mehr und sie vereinigten sich auf dem Thron, bildeten eine dunkle Gestalt. Ihre Umrisse waren fein, doch mit jedem weiteren Moment verfestigten sie sich. Das Wesen, gehüllt in schwarzen Stoff nahm seinen Platz ein.

Tibra sank auf dem nassen Boden auf die Knie. Ihre Hände stützen sich in einer Wasserlache ab, ihr Oberkörper drückte sich nach vorne und ihre langen dunklen Haare fielen mit den Spitzen ins Wasser.

“Du beeindruckst mich mein Kind.” Die Stimme war tief und der Erweckte redete sehr bedächtig. “Dein Aufwand den Kreis wieder zu schließen wirkte inspirierend auf mich, genau wie der nicht endende Hass auf die Sith.” Er lachte. “Und auch auf Männer.” Tibras Augen funkelten. “Es ist gut Kind, lass es zu. Es hat den Zirkel die Jahrhunderte am Leben gehalten und wird uns weiterhin dienen. Doch eins kann ich nicht zulassen meine Tochter.” Seine rechte Hand glitt aus dem Ärmel und legte sich auf die Lehne. “Ich kann nicht zulassen, dass Du Deinen Willen über meine Befehle stellst.”

Das Kratzen seiner langen Fingernägel über den Stein, das Geräusch ihres Meisters weckte erneut die Schatten. Sie waren Rauch, der eisig über den Boden auf sie zu schwebte. In ihren Körper eindrang, das Feuer zurückdrängte, gierten nach dem neuen Leben in ihr. Sie konnte sich nicht verteidigen, die Schatten fanden wonach sie suchten, umschlangen es...und nahmen es mit sich.

Ein innerlicher Schrei durchdrang Tibra. In ihrem Geist tobte Zorn, entfachte ein Inferno aus Verzweiflung und Hass. Er hatte kein Recht ihr das anzutun, kein Recht ihr ihre Tochter wegzunehmen. Er wollte den Verlust der einen Mutter durch ein anderes Wesen ersetzen, aber sie wollte die Reihen mit ihrem eigenen Blut auffüllen. Die Hexen des schwarzen Mondes waren in den Jahrhunderten nur so mächtig geworden, weil sie auf ihre dunklen Künste vertraut haben. Welches Wesen in diesem Universum war ihnen ebenbürtig?

Ihr Meister war anderer Meinung. Ein uralter Geist, der die letzten Jahre tief geschlafen hat und nun zurückgekehrt war. Ihr Meister: Der Gründer ihres Ordens, Mann, Sith und nun, der Mörder ihres Kindes.

Tibras Lippen zitterten. “Verzeiht mir meinen Frevel.Verzeiht mir... Darth Arakis!”


(*Darth Arakis, siehe Story: “Requiem II”)
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9

Donnerstag, 9. Juni 2016, 13:38

NETZLOS


1

“Komm raus, der Spaß ist vorbei.” Khodiak schoss erneut auf die Transportkiste. Wissend, dass er den Kopfgeldjäger so kaum erwischen würde, dieser aber auch nicht seine Position wechseln konnte. In der Zwischenzeit versuchten seine Männer einen Weg auf die Empore der Lagerhalle zu finden, um Krayton Durell einzukreisen.

Es hätte alles so einfach sein können. Das Treffen war seit Tagen geplant gewesen. Eine verlassene Lagerhalle auf Nar Shaddaa, in der sich nur Junkies oder Ratten verirrten. Der perfekte Ort für eine Übergabe. Dann taucht dieser Di’kut mit dieser blonden Dar’Jetii auf. Es hatte ihn überrascht, doch jetzt hing die Sith an einer der Lagerwände, von einem Elektroschock-Netz festgehalten und durch Stromimpulse gepeinigt. Nur Durell, den musste er noch loswerden. Er konnte es sich einfach nicht erlauben, dass dieser Deal wegen dem Bastard platzte.

“Glaub mir Sleemo, der Spaß fängt gerade erst an.” War die Antwort, von der Empore. Hinter dem Tuch, das seinen Mund und Nase verdeckte, seufzte Khodiak. Sein weiter Hut verdeckte den Rest seines Kopfes, so wie der lange Mantel seinen Körper. “Ich mach Dir einen Vorschlag.” Brüllte er. “Werfe Deine Blaster über die Brüstung und ich lasse Dich und deine kleine Freundin hier laufen. Wenn Du von mir gehört hast, dann weißt Du, dass ich zu meinem Wort stehe.”

“Sie ist nicht meine Freundin.” Wütete es hinter der Kiste.

“Was auch immer sie ist, sie wird das nicht lange mehr aushalten.” Ein Blick auf das Stahlnetz, womit er die Sith im Sprung erwischt hat, zeigte ihm den Gesundheitszustand der Frau. Speichel lief ihr aus dem Mund und der Körper zuckte unkontrolliert unter den elektrischen Schlägen.

“Mir egal, ich nehme sie so nachher gerne als Wand-Deko mit.”

Khodiak nickte seinen Männern zu, die gerade dabei waren im hinteren Teil der Halle ein paar Kisten zu stapeln. Die Treppe zur oberen Ebene hatte Durell im Sichtfeld und bereits ein paar von seinen Leuten erwischt. Doch vielleicht konnten sie sich von hinten an ihn anschleichen?

“Dir gehen Zeit, Optionen und Männer aus Khodiak. Ich habe eine Million Gründe hier zu bleiben, also mach ein besseres Angebot. In der Zwischenzeit lege ich einfach noch ein paar deiner Leute um.” Krayton sprang kurz auf, feuerte auf einen der Kistenträger. Der Mann stürzte tot zu Boden, die beiden anderen stürmten in Panik in Deckung.

“Meine Männer.” Khodiak lachte. “Du kennst meine Männer noch nicht, Shabuir. Bisher hast Du nur die Handlanger erledigt. Gleich lernst Du wahre Mando kennen.”

“Ex-Mando.” Durell betonte das Wort. “Ich habe ein bisschen etwas über Dich und Deinen Clan gehört Kumpel. Dar’Manda heißt das oder?”

Khodiak grummelte. “Dann halt die harte Tour Durell.” Er zog sein Com aus der Tasche, nur ein Wort von ihm und seine Leute, die draußen noch die Halle beschützten, würden hereinkommen und den Spuk beenden. Doch er kam nicht dazu, die Sprechtaste zu drücken.

Das Tor der Lagerhalle wurde aus ihren Angeln gerissen und überschlug sich mehrmals, bis es unter einem lauten Knall mitten in der Halle liegen blieb. Im Eingang erschien eine in schwarz gehüllt Gestalt, die langsamen Schrittes näher kam. Khodiaks Com knarzte “Wir haben hier draußen ein Problem.” Nein, es war kein Problem, sein Kunde war lediglich eingetroffen. “Darth Daithara, ich hatte Euch nicht so früh erwartet.”

2

Die Fanghaken, die das Stahlnetz spannten und Sainthara an der Wand gefangen hielten, wurden herausgerissen. Die Sith brauchte dafür nur kurz ihre Hand zu heben und die dunkle Seite der Macht führte ihren Willen aus. Bevor der Körper ihrer Schülerin ungebremst auf den Boden schlug, wurde er durch ein unsichtbares Kissen abgefedert und sie landete weich auf dem kalten Stein.

“Gab es Probleme?”

“Nein, jedenfalls keine die ich nicht lösen werde.” Khodiak stemmte die Hände in die Hüften, doch Darth Daithara schüttelte den Kopf. Überrascht stellte er fest, dass sie nicht mit ihm gesprochen hatte, sondern mit dem Mann auf der Brüstung, der auf einer der halb zerschossenen Kisten saß.

“Alles unter Kontrolle mein Lord.” Durell nickte mit dem Kinn in Richtung von Sainthara. “Eure Schülerin jedoch…”

Mit einer kurzen Geste deutete sie an, dass sie dieses Thema nicht besprechen wollte. “Habt ihr meine Karten?”

“Ja.” Fast zeitgleich erfolgte die Antwort beider Männer.

Khodiaks Augen formten sich zu Schlitzen. “Ich werde nicht teilen.” Seine Hand griff schon zum Blaster, als das Oberlichtfenster zerplatzte.

Ein Zabrak vollführte einen Sprung in die Tiefe und kam elegant in der Hocke auf dem Boden auf. In eine schwarze Robe gekleidet, mit zwei Lichtschwertern bewaffnet und in jeder Hand einen Koffer tragend, erhob sich Lord XARX.

“Ich will die Ware, meine Herren.” Daithara schritt durch die Halle. “Zur Zeit sind mir ihre Dienste zu wertvoll, daher werden sie Beide bezahlt.“

Sie öffnete ihre Handfläche. Durch diese Geste beeinflusste sie die Macht, beugte sie, machte sie ihrem Willen gefügig. Der Transportschlitten, auf dem Khodiak die Kisten mit uralten Sternenkarten und Navigationswegen transportiert hatte, bewegte sich auf sie zu. Auf dem Absatz drehte sie um und ging, das Gefährt folgte ihr wie ein treues Haustier. XARX stellte die Koffer auf den Boden, legte sich mühelos die bewusstlose Schülerin über seine Schulter und verlies ebenfalls die Halle. So schnell wie die Sith aufgetaucht waren, so schnell waren sie auch wieder in den Schatten der Metropole verschwunden.

3

Durell und Khodiak standen nebeneinander, die Koffer auf Kisten gestellt und zählten ihr Geld. “Ich will ja nicht noch einmal eine Wunde aufreißen, aber Dir ist schon klar, dass ich kurz davor war dir die Ware abzujagen?”

“Ja sicher.” Khdoiak hob den Kopf und schaute sich in der Halle um. So als ob er Durell nochmal den Verlauf ihrer Auseinandersetzung vor Augen führen wollte.

“Und was willst Du mit dem ganzen Vermögen anstellen?”

“Das Geld wird helfen ein Versteck für meine Brüder und Schwestern zu finden.” Khodiak zog das Tuch vom Gesicht. “In einem Punkt hast Du Recht Durell, wir sind Ex-Mando!”

“Ihr braucht einen Ort, wo man Euch keine Fragen stellt? Ich glaube, ich kann helfen.” Durell klappte seinen Koffer zu. “Wart ihr schon mal auf Tatooine?” Khodiak schaut ihm in die Augen. “Warum sollte mich der Staubball interessieren?”

Epilog

Wohin führt es einen Mann mit einer Million Credits in der Tasche auf Nar Shaddaa? Überall hin, nur nicht zu einem Pfandleiher, tief in den Straßen des Nikto Sektors. Da musste man schon einen verdammt guten Grund haben und vielleicht sogar etwas irre sein.

Der Schuppen war alt und hinter seinem vergitterten Fenstern waren ein paar der Sachen ausgestellt, die Leute in Zahlung gegeben haben, sich es aber nicht mehr leisten konnten sie wieder abzuholen. Eine recht oberflächliche Tarnung, aber sie hielt die Neugierigen ab, sich näher mit dem Laden und dem Besitzer auseinander zu setzen. So bemerkte auch nur das geschulte Auge, dass die Hälfte des Raums, der die Kundschaft und den Eigentümer trennte, aus dicken Panzerplatten und Transparitglas bestand. Viel zu teuer für einen einfachen Pfandleiher. Hier müsste man schon eine kleine Armee einmarschieren, um in den abgesperrten Bereich zu gelangen. Nur wenige kannten diesen Ort, seine Vorzüge und sie bewahrten sein Geheimnis gut.

“Krayton Durell.” Die Stimme aus dem Lautsprecher krächzte, was zum Teil an der Qualität der Box lag, aber auch am Alter des Besitzers. “Als ich Dich vor vier Jahren sah, habe ich wirklich angenommen, es wäre das letzte Mal gewesen.”

“Das ist das Problem bei euch Typen, ihr denkt immer das ihr recht habt.” Krayton zündete sich eine Zigarette an und stellte seinen Koffer in die Schleuse neben dem Fenster, hinter dem der alte Mann stand. “Und Typen wie Du, bekommen immer wieder Geldprobleme.” Er lachte, zog den Koffer aus der Schleuse und öffnete ihn.

“Wie vereinbart, einhunderttausend geliehen, nach vier Jahren eine Million zurück.”

Der Pfandleiher schaute hoch. “Ich dachte wirklich, ich kann die Schmuckstücke behalten. Sie sind locker das Zehnfache wert.” Er schob einen Gegenstand in die Schleuse und öffnete die Klappe auf Durells Seite.

Es war eine hölzerne Kiste, kunstvoll gearbeitet und mit Symbolen verziert. Krayton zog sie heraus. Auf dem Tresen öffnete er die Verschlüsse und klappte den Deckel hoch. “Nein, nicht das Zehnfache.” Seine Augen fielen auf zwei einzigartige Blaster, gefertigt von Meisterhand und einmalig in diesem Universum.

“Sie sind unbezahlbar.”


FÜR JENNY
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10

Freitag, 19. August 2016, 10:24

IMPERATOR-KLASSE


1

“Kaff oder lieber Tee?” Jesuc Leznar rührte unbewusst den Löffel in seiner Tasse, bis ein kleiner Strudel entstand. Seine Nervosität spiegelte sich in dem kleinen Sog wieder, der ihn in eine mentale Tiefe zog. Mit einem Augenaufschlag konnte er dem kurzen Tagtraum entkommen und stand mit einem verlegenen Lächeln vor den beiden Jedi.

Kiyra entging die Unsicherheit des jungen Datenanalysten nicht. Sie antwortete in ihrer eigenen ruhigen Art: “Vielen Dank, aber wir möchten nichts. Oder?” Jen-Zar schüttelte bestätigend den Kopf.

“Gut, gut. Aber dafür sind sie in der Tat auch nicht hier.” Abrupt stellte Jesuc seine Tasse weg, eine kleine Welle schwappte über den Rand, formte sich zu einem Tropfen der in einer geraden Bahn am Rand herunter lief. Er eignete sich einfach nicht für belanglose Gespräche. Er stand lieber im Hintergrund und beobachtete. Das Zischen der Eingangstür erlöste den jungen Mann aus seinem Unbehagen.

Die Männer, die das Besprechungszimmer an Bord des Flaggschiffes von Admiral Moric, der “New Sky” betraten, waren der Admiral selbst und Jedi Meister Ejato Kohn. Zwei Kriegsveteranen, hochdekoriert im republikanischen Militär und geachtet im Jedi Orden.

“Ich begrüße sie beide an Bord, ich hoffe ihre Reise verlief ohne Zwischenfälle?”

“Ja Admiral. Wir danken für eure Einladung.” Kiyra verneigte sich und erwiderte das Lächeln von Meister Kohn.

“Dann bin ich beruhigt. Ich hoffe das die Informationen unseres guten Jesuc hier, sind in der Tat so wichtig, um sie Beide aus ihrem Exil zu locken.” Moric nahm Platz auf einem der Besprechungsstühle. Der schweigsame Jedi Meister zupfte noch etwas an seiner Robe bevor er neben ihm Platz nahm.

“Oh, das sind sie Admiral, das sind sie.” Beinah hätte er noch die Tasse umgestoßen, als er zu seinem Kontrollpult eilte. Der Holoprojektor am Ende des Raumes erwachte zum Leben. Jen-Zar ging ein paar Schritte zurück, Kiyra verschränkte neugierig ihre Arme vor der Brust.

“Also, alles was sie hier sehen sind Datenfragmente, abgefangen vom republikanischen Geheimdienst.” Buchstaben und Zahlen wirkten im Licht der Holografie wie aufgescheuchte Käfer in einem Chaos aus Ziffern- und Zeichenfolgen. “Ich habe mich seit zwei Wochen mit diesen Codes befasst. Das meiste sind Datenübertragungen des Sith Imperiums über Truppenbewegungen und die Koordination ihrer Schiffe. Leider veraltet und für uns nicht mehr von Interesse.” Der Admiral seufzte, was Jesuc kurz ablenkte und seinen Redeschwall unterbrach. Er riss sich zusammen, drückte seine Brust raus und fand den Faden recht schnell wieder. “Äh, also wie ich sagte, das Meiste. Aber hier ist ein Fragment, das ich nicht zuordnen konnte.” Seine Finger klackerten auf der Tastatur und das Hologramm zeigte ein Gebilde aus Linien und Mustern.

“Was soll das sein?” Der Admiral kniff die Augen zusammen.

“Das habe ich mich auch gefragt Admiral und ich muss zu meiner Schande gestehen, ich habe einen ganzen Tag gebraucht, aber dann…” Jesuc tippte weiter. “Habe ich einfach den Zoom Faktor verändert.” Er drehte an einer kleinen Scheibe und das Bild zog sich zusammen. Es formte sich zu etwas, was Admiral Moric an Panzerplatten erinnerte. “Aber das war leider immer noch zu klein!” Das Knacken der rotierenden Drehscheibe nahm nicht ab und je länger er drehte, gewann es mehr an Konturen an. Turbolaser und Hangerbuchten erschienen, wurden kleiner und wollten nicht enden. Nach einer gefühlten Ewigkeit passte das gesamte Objekt in das Holobild. Jen-Zar trat vor, der Admiral schnaubte laut auf.

“Bei den Göttern, wie groß ist das Ding?” Admiral Moric drückte sich mit den Armen aus seinem Stuhl und zeigte auf das Schiff, das sich allen Anwesenden präsentierte.

“Das kann ich ihnen nicht genau sagen Admiral. Wenn ich jedoch die Turbolaserbatterien vergleiche, gehe ich jedoch davon aus, dass es die fünfzehnfache Größe eines imperialen Dreadnoughts hat.”

“Unmöglich. Woher soll das Imperium aus dem Nichts ein derartiges Schiff haben?”

“Oh Admiral ich will nicht voreilig sein und behaupten, dass das was wir hier sehen auch wirklich existiert. Wir sollten im Hinterkopf behalten, dass es sich vielleicht nur um eine Konzeptzeichnung handeln. In den Archiven des ehemaligen Sith-Imperators schlummern vermutlich tausende von Konzepten für neue Schiffe und Waffensysteme. Nur selten ist überhaupt ein Prototyp entwickelt und getestet worden.” Jesuc hielt seine beiden Handflächen nach oben, Jen-Zar sah sich zu ihm um. “Wenn Sie das wirklich glauben würden, warum haben sie dann Kiyra und mich dazu gezogen?”

“Nunja, die Übertragung stand in Zusammenhang mit einem bestimmten Sith Lord der Ihnen gut bekannt ist, Darth Krayne.”

Meister Kohn brach sein Schweigen und trat vor. “Ich habe Eure Berichte über die Suche von Darth Krayne nach Sternenkarten an Admiral Morics Leute weitergeleitet.”

“Wofür ich ihnen immer noch sehr dankbar bin, Meister Kohn.” Die Informationen die er von dem Jedi Meister erhalten hat, waren für seine Arbeit unbezahlbar. “Angenommen, dieses Schiff existiert und es ist bis heute irgendwie unentdeckt geblieben, kann dies nur Abseits aller kartographierten Sternensysteme geschehen sein. In einem Sektor den die Zeit vergessen hat. Nur dort wäre man ungestört bei dem Bau und dem Test einer solchen Waffe.”

“Ihnen ist klar, dass sich alle ihre Überlegungen auf Vermutungen stützen?” Kiyra fokussierte den jungen Mann.

“Absolut und normalerweise würde ich ohne Fakten keine fragwürdigen Hypothesen aufstellen, aber die Datenübertragung von Darth Krayne und seine Suche nach uralten Sternenkarten lassen mir keine Ruhe. Alle Überlegungen führen mich immer wieder zu diesem Punkt.” Jesuc wischte sich über die Stirn.“ In Analystenkreisen gibt es ein Gerücht, über die so genannte Imperator-Klasse. Sie sollte nach der Eroberung der Galaxis die Herrschaft der Sith sichern. Gigantische Schiffe, die jedoch kaum Besatzung benötigen. Der Platz der damit gewonnen wird, würde für zusätzliche Waffensysteme und Schilde genutzt.”

“Und wie soll so ein Gigant kontrolliert werden? Das ist unmöglich.” Der Admiral winkte ab.

“Nun ja Admiral, schauen sie sich die Form dieses Schiffes an. Sein Bug geht weit nach unten, wie die Schneide eines Schwertes. Die Dreiecksform zieht in weichen Linien nach Außen, die Panzerplatten sind pechschwarz. Dies ist keine reguläre imperiale Bauweise.”

Jen-Zar und Meister Kohns Blicke trafen sich. “Ihr meint, dass Schiff wird durch die dunkle Seite der Macht geführt.”

Der Jedi Meister nickt. “Aus deinem Bericht Jen-Zar weiß ich, dass Darth Krayne nicht nur nach den Sternenkarten sucht, sondern wohl auch den Kontakt zu den Hexen des schwarzen Mondes.”

“Zu den was?” Admiral Moric konnte dem Themenwechsel nichts abgewinnen, doch sein alter Jedi Freund fuhr fort.

“Die Hexen des schwarzen Mondes gehören auch ins Reich der alten Legenden. Angeblich ein Orden von Frauen, die sich der dunklen Seite der Macht verschrieben hatten und über Wissen verfügt, was wir sonst nur beim Sith Imperator vermuten. Offiziell wurde ihre Existenz immer verneint. Jen-Zar und Kiyra sind jedoch auf Spuren gestoßen, dass diese Legende vielleicht doch keine Legende ist. Wenn wir jetzt alle Hinweise aus den unterschiedlichen Quellen zusammenfassen, wird aus den Bruchstücken ein Bild.”

“Ein Bild komplett aus Vermutungen.” Der Admiral knirschte mit den Zähnen.

“Ein Bild, was wir uns nicht leisten können aus den Augen zu verlieren. Ist es nicht existent, dann haben wir einen Geist gejagt. Wenn wir jedoch Recht behalten, dann...”

“Wir können damit nicht an die Öffentlichkeit gehen. Uns wird niemand glauben und sollten sie es doch tun, dann nur um dieses Schiff unter die Kriegsflagge der Republik zu stellen.” Admiral Moric hob mahnend seinen Finger. “Und was Saresh und ihre Schattenregierung mit so einer Waffe anstellen würden, ist uns auch allen klar oder?”

“Besser als unter dem Banner des Imperiums oder?” Jesuc schluckte, als er die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog, doch Meister Kohn unterbrach den Moment der Stille. Seine Stimme, die zuvor ruhig und sachlich war, gewann an Bestimmtheit. “Bis wir keine Beweise haben, darf nichts davon an die Öffentlichkeit gelangen, es gibt zu viele Parteien die einen Vorteil daraus ziehen. Wir müssen im Geheimen arbeiten und verhindern, dass Darth Krayne sein Ziel erreicht. Egal wie das nun im Einzelnen aussieht.”

Jen-Zars Blick fiel auf das Hologramm, das schwarze Schiff drehte sich bedrohlich um die eigene Achse. “Ja Meister, aber irgendetwas sagt mir, dass dies noch nicht alles ist was Darth Krayne sucht.”

“Da stimme ich ihnen zu Jedi.” Admiral Moric kratzte sich an der Wange. “Ich habe auch ein ganz mieses Gefühl bei der Sache.”



2

An Bord der Gravesinger, Darth Kraynes Flaggschiff, stand der Sith Lord auf seiner Brücke und sah auf das weite Sternenmeer hinaus. Mit durchgedrückter Schultern und erhobenen Kinn trat sein Adjutant an ihn heran. “Mein Lord, wir haben die Rückmeldung erhalten, dass die Übertragung wie gewünscht abgefangen und dekodiert wurde.”

Der Zeit zog sich dahin, vermengt mit dem Summen der Computer und das Stimmengemurmel der Brückenbesatzung. Der Sith Lord beobachtete weiter die Sterne und antwortete: “Dann werden wir in Kürze Unterstützung bei unserer Suche erhalten. Informiert meine Schülerin Stykmar, ich will sie umgehend sehen.”

“Ja mein Lord.” Die Hacken des Adjutanten klappten zusammen und mit einem Nicken schritt er zurück zu seiner Station. Die Augen des Sith waren weiter in den Weltraum gerichtet. Der Weg der dunklen Seite war selten klar, nie gab sie ihre Geheimnisse freiwillig preis, doch je tiefer der Verlust umso größer war am Ende der Sieg.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dawnwulf« (9. September 2016, 14:09)


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Montag, 19. September 2016, 08:30

FINSTERNIS

TEIL 1


1

Peelon Drei war eine von sechs ehemaligen Minenkolonien, weit entfernt vom galaktischen Kern. Nachdem der Mond keine Ertrag mehr lieferte, die zahllosen Minen nacheinander dicht machten und die Firmen ihre Arbeiter zu neuen Rohstoffquellen abzogen, verfiel die ehemalige Kolonie Stück für Stück zu einer Geisterstadt. Doch in Vergessenheit geriet der Ort nicht. Im Lauf der Zeit zog er neue Bewohner an. Wesen die die verlassenen Einrichtungen perfekt für ihre Zwecke nutzen konnten. Eine andere Art von Geschäftsleuten, die sich niederließ und das Leben zurück brachten. Schmuggler und Auftragsmörder fanden einen Rückzugsort für ihre Art von Geschäften. Durch sie eröffneten zwielichtige Lokale, von denen sich einige schnell zu großen Etablissements entwickelten, um den steigenden Bedarf an Unterhaltung, Prostitution und Drogenhandel zu decken.
Seine größte Attraktion fand Peelon Drei jedoch mehr durch Zufall, als durch geschickte wirtschaftliche Planung: Die Grubenkämpfe. Tief in dem Schlamm der ehemaligen Baugruben wurden Duelle auf Leben und Tod abgehalten. Brutale Kämpfe ohne Regeln, bei denen die Quoten auf die Wetten mehr wert waren, als das Leben der Kämpfer. Um die Nachfrage nach Grubenkämpfern zu bedienen, flogen mehr Sklaventransporte, als Schmuggler den Raumhafen an. Veranstalter bauten eigene Gladiatorenschulen auf, sogar einige Hutten schickten ihre Nachwuchskämpfer. Der Marktwert von Jedem der hier überlebte verdoppelte sich um das Drei- bis Vierfache.

Mit der Invasion der Zakuul erlebte der Ort seinen bisherigen Höhepunkt. Die Einnahmen für Kämpfer stiegen in neue Dimensionen, durch Zakuuls unersättlichen Appetit auf Arenakämpfe. Die neuen Eroberer gingen klug vor, sie mischten sich nicht in die Geschäfte der Kampfschulen ein, um die Qualität der Streiter nicht zu gefährden. Die Geschäfte florierten auf dem Mond wie noch nie zuvor.

Heute war wieder einer der Tage, wo gleichzeitig sechs Grubenkämpfe ausgetragen wurden. Wesen aus allen Teilen der Galaxis bevölkerten die Straßen und Gassen. Manche von ihnen versuchten private Wetten zu platzieren, immer mit dem Wissen, wenn ein Handlanger der ortsansässigen Buchmacher etwas von dem Treiben mitbekommen würde, er nicht zögerte sie umzubringen. Das Geld für Wetten gehörte den Buchmachern und sie verschenkten nichts. Ähnlich wie die Eigentümer der Häuser der ehemaligen Bergbaukolonie. Die Gebäude wurden nur notdürftig in Stand gehalten, ihre Besitzer behielten ihr Geld lieber für sich oder gaben es für Wetten aus. Die einzigen Ausnahmen waren die großen Arenen, Casinos und Bordelle. Hier hatte man die Gebäude neu errichtet oder über die alten Gruben Arenen gesetzt. Die Investitionen für Instandhaltung rentierten sich schon nach kürzester Zeit. Sex, Drogen und Wetten in gepflegter Umgebung war der übergroße Magnet um die Credits in Massen anzuziehen. Die Frage welches Kartell die Geschäft leitete und warum andere Verbrecherorganisationen hier nicht ihre Finger im Spiel hatten stellte sich scheinbar niemanden oder ging in den Schreien und Jubelrufen der Gruben unter.

Stykmar nutzte das rege Treiben aus, um sich ungesehen zu bewegen. In eine dunkle Kutte gehüllt führte ihr Weg über Haupt- und Nebenstraßen zu ihrem Ziel. Ihr feuerrotes Haar und das blasses Gesicht wurden durch ihre Kapuze verdeckt, die sie sich über ihren Kopf gezogen hatte. Die dunkle Seite erzeugte einen Schatten um sie, den man in einer Sekunde wahrnahm und dann wieder vergaß.

Das Gebäude war baufällig. Wellblech war notdürftig vor die Löcher in den Außenwänden angebracht, Kabel baumelten herab und vor dem Eingang, nur durch eine kleine Lampe beleuchtet, prangte das Schild: Rokys Erfrischungen. Die Nähe zu den Arenen brachte den Laden Credits. Es gab immer jemanden der nicht Vorort im Gedränge stehen wollte und sich lieber hier mit Snacks, Getränken oder auch Rauschmitteln versorgte. Die Kämpfe brachten immer Gewinn, selbst solch einem schmierigen Ladenbesitzer wie Ronuld Kyper. Manche behaupteten Kyper war schon hier, als noch Erze aus den Minen geholt wurden, aber so richtig interessierte das auch niemanden.

Er schob den Vorhang zur Seite und stellte sich an seinen Verkaufstresen. Stykmar betrat den Laden, zog ihre Kapuze zurück und streifte die Kutte ab. Der Stoff glitt zu Boden, die Schülerin von Darth Krayne trug ihren schwarzen Kampfpanzer, der ihr aschfahles Gesicht mit den roten Haaren hervorhob. Schwarze Äderchen durchzogen das Gesicht, ihre Augen funkelten rubinrot. Es gab keinen Zweifel, dass es sich bei der Frau um eine Sith handelte, doch Kyper ließ sich nichts anmerken. Es sollte sogar schon vorgekommen sein, dass selbst Sith die Wettkämpfe besuchten, jedoch nicht so offensichtlich.

“Wie kann ich ihnen helfen meine Dame?” Mit ruhiger Stimme kratzte er sich mit dem rechten Arm auf dem Rücken, die Finger seiner linken Hand trommelten nervös auf der Theke.

Sie rang sich ein Lächeln ab und hatte schon mit damit gerechnet. “Keine Spielchen. Ihr wisst warum ich hier bin.”

“Nein.” Das trommeln der Finger wurde lauter.

Stykmar drosch mit den Handflächen auf den Tresen, ihre Augen fokussierten ihn. Er wusste warum sie hier war und sie wusste was er versteckt hielt. Der ganze Ort, der ganze Planet war nicht weiter als ein riesiges Versteck. Ein Geheimnis was durch einen dummen Minenarbeiter eines Tages tief in den Stollen entdeckt wurde. Der Ort wurde nicht aufgegeben, weil die Rohstoffe ausgingen. Nein, es war die pure Angst, die die Firmen mit ihren Angestellten von dem Mond vertrieb. Mächtig genug ihre Gier auf andere Gebiete zu lenken und mächtig genug, sogar die großen Verbrecherorganisationen abzuhalten, sich hier niederzulassen. Auch ihr Meister kannte diesen Ort nicht, bis eine Vision ihm die Wahrheit zeigte. Oder war es mehr eine Botschaft, eine Einladung sich das zu holen, was hier, in diesem kleinen schäbigen Kiosk am Rande des Nichts aufbewahrt wurde?

“Mein Meister weiß, was ihr damals in der Mine gefunden habt.” Sie legte ihren Kopf etwas schräg. “Und er weiß, was ihr nach oben gebracht habt. Es war Angst.”

Tack, tack, tack, tack. Der Rhythmus veränderte sich nicht, Kypers Haltung schon. Sein Körper fing an zu zittern an, der Kopf schaute zur Decke, sein Rücken bog sich durch und der Mund öffnete sich. Erst leicht und dann weiter, immer weiter. Der Kiefer knackte und brach mit einem lauten Bersten. Die Zunge schob sich heraus, wie der Kopf einer Schlange. Stimmen erfüllten den Raum, dass Lachen von Kindern formte sich zu einer Stimme. “Dein Meister hat nur gesehen, was wir ihm gezeigt haben. Er sah die Einladung. Du bist ihr gefolgt. Das schwarze Herz wird er nie kriegen. Du wirst jedoch seinen Frevel zu spüren bekommen. Du, die Schülerin des dunklen Lords.”

“Was ist das für eine Scheiße?” Krayton Durell stand auf der Schwelle des Ladens. Er wollte sich nur Zigaretten holen und dann zu den Kämpfen gehen. Doch statt eines Logenplatz für die Arena, hatte er gerade wieder die erste Reihe für mächtig viel Ärger gebucht.

2

Im Grunde hätte er auch einfach nur ein paar Schritte zurücktreten müssen, sich umdrehen und einen anderen Laden suchen. Es hätte so leicht sein können, ein Abend voller Kämpfe und dann noch ab ins nächste Casino. Doch als sich zu dem Ding, was hinter dem Ladentresen stand, noch zwei Gestalten von der Straße gesellten, stand ihm diese Option leider nicht mehr zur Verfügung.

Die Augen waren weit aufgerissen, der Gang abgehakt, als hätte man Ihnen ein paar Knochen gebrochen. Ein Hauch von grünem Nebel waberte aus den Mündern. Eine Mischung aus Röcheln und Stöhnen drang aus den Kehlen. Die Arme erhoben sich und ihre Hände wollten nach ihm greifen. Durells Blaster schossen faustgroße Löcher in die Brustkörbe. Dass Wunden kauterisierten kommt bei Blasterfeuer vor, darum wunderte er sich nicht, dass kein Blut floss. Aber dass dieser grüne Nebel auch aus den Verletzungen drang und diese Freaks einfach weitergingen als wäre nichts passiert, dass schon. Bei den zweiten Schüssen flogen die Köpfe auseinander, die Körper sackten zusammen und bewegten sich nicht mehr. Mit diesem Ergebnis war er zufrieden, wenn er auch angewidert den Mundwinkel verzog. Die Person die ihm für diesen ganzen Mist eine Erklärung geben konnte, war jedoch gerade beschäftigt. Stykmars Faust drosch nach vorne, die Hand drang in den Brustkorb von Ronuld Kypers ein, ihre Finger schlossen sich um etwas, tief im Körper des Ladenbesitzers. Aus der Wunde schoss Schleim, der sich wie Würmer um ihren Arm wickelte. Kypers Zunge fing an zu zappeln und schlug wie eine Peitsche nach der Sith. Die Melodie der Kinderstimmen wurde zu einem kreischenden Schrei. Mit den Blastern in der Hand versuchte Krayton sich die Ohren zu zuhalten. Das bestialische Kreischen durchfuhr ihm durch Mark und Bein. Als Stykmar ihre Hand zurückzog, hielt sie einen pechschwarzen Stein in der Hand, der durchzogen war von grünen Linien, die wie Adern auf seiner Oberfläche verliefen. Es herrschte wieder Stille, Kypers Körper sackte in sich zusammen und der Schleim tropfte leblos von ihrem Arm herab.

Sie rührte sich nicht von der Stelle, ihre Augen leuchteten als sie das Stück Fels betrachtete. Durell sah sich um und was er sah gefiel ihm gar nicht. Die Seitenstraße in der der Laden lag, war zum Glück nicht sehr stark besucht, doch einige Leute waren auch hier unterwegs. Grüner Nebel schien plötzlich überall aus dem Boden zu kommen und jeder, der von ihm berührt wurde fing an sich zu verändern. So unterschiedlich die Spezies auch waren, sie alle zuckten und ihr Gang verkrampfte sich. Wie ein Haufen defekter Droiden führte ihr Weg in Durells Richtung.

“Hey Süsse, ich hoffe dass Teil ist es wert. Doch wir müssen hier weg und das sehr sehr schnell.” Stykmar steckte den Stein vorsichtig in eine Seitentasche. Der Kopfgeldjäger stand in dem grünen Rauch, als sie das bemerkte griff sie zu ihrem Lichtschwert. Mit nur einer Bewegung aktivierte sie die Waffe und schlug zu, doch zum Glück für Durell stoppte die Klinge kurz vor seinem Hals. “Warum bist Du immun?”

“Ernsthaft? Wollen wir das wirklich jetzt diskutieren?” Sie schüttelte den Kopf und lief los. Enthauptete die ersten drei Gestalten, die sich ihr in den Weg stellten. Durell folgte ihr, seiner besten Option aus der Scheiße heile heraus zu kommen.

3

“Mein Meister hatte eine Vision und die hat mich hierher geführt. Die Hexen haben eine Falle gestellt. ”

“Hexen? Was soll der Mist und wie kann es sein, dass Du dich nicht verarscht fühlst, wenn dein Meister dich in eine solche Falle führt?”

Durell feuerte, doch irgendwann würde die Meute sie kriegen. Stykmar und er hatten versucht zum Raumhafen zu gelangen, aber es war, als wäre der ganze Ort von dem grünen Nebel durchflutet worden. Alle Lebewesen waren wohl zu Zombies mutiert, gesteuert nur von einem Ziel, ihn und die Sith zu fangen. Die Masse die aus den Gebäuden drängten, war so extrem, dass die Beiden nur noch zurückweichen konnten. Kraytons Schiff oder Stykmars Shuttle waren unerreichbar. Sie standen mitten auf einem Platz, umzingelt von lebenden Toten und egal wieviel sie erledigten, der Nachschub ging nicht aus. Der Kreis zog sich von Minute zu Minute immer enger zu.

“Wie ich mich fühle?” Stykmar ließ die Klinge ihres Schwertes kreisen und vernichtete mehrere Untote mit einem Handstreich. “Ich fühle die dunkle Seite, ich fühle nur die dunkle Seite.”

“Und wie will Dich die dunkle Seite hier rausholen Herzchen?” Durell schüttelte den Kopf und feuerte.

Stykmar stoppte, nahm den Stein aus der Tasche und hielt ihn hoch. “Nach diesem Stück sucht mein Meister schon seit Jahren und wenn er etwas haben will, dann bekommt er es!”

“Ich wiederhole mich gerne nochmal: Und wie….” Der Himmel über Krayton wurde dunkel, Ein Schiff! Nein, sein eigenes Schiff flog über sie und senkte sich langsam nach unten. Die Luke ging auf und eine Frau ließ sich rücklings aus ihr raushängen. Mit den Füßen im Schott verkeilt, hielten sie sich fest. Ihre blonden Locken wehten im Sog der Schubdüsen. “Gibs zu, Du freust Dich mich zu sehen.”, brüllte Sainthara und griff die Hände des Kopfgeldjägers. Ohne große Mühen zog sie ihn an Bord. Als die Beiden im Schiff verschwanden ließ Stykmar noch einmal ihr Lichtschwert im Kreis rotieren und sprang mit einem Salto hinterher.

„Du hattest Dich im Shuttle versteckt oder? Ich hatte Dir gesagt, dass dies meine Mission ist.“, Sainthara zuckte mit den Schultern, doch ihr freches Grinsen sprach Bände.

Durell ignorierte die Sith. Er übernahm die Kontrollen des Schiffes und lenkte es aus dem Orbit. Nur noch weg hier, der Bordcomputer begann mit den Berechnungen für den Sprung durch die Lichtmauer. Die Sequenz wurde jedoch abrupt unterbrochen, als die Flugroute durch ein imperiales Kriegsschiff blockiert wurde, was selbst aus dem Hyperraum kam.

Die Gravesinger drang majestätisch in die Umlaufbahn des Mondes ein. Aus ihren Hangars starteten dutzende Bomber, begleitet von Abfangjägern und nahmen Kurs auf die Kolonie. Unterstützt von den schweren Turbolaserbatterien des Schlachtschiffes, wurde die ehemalige Minenkolonie zu einem gigantischen See aus Schlacke verwandelt.

“Mister Durell, ich darf sie einladen zu einem Treffen mit meinem Meister.”

Krayton grummelte, unterließ aber Darth Kraynes Schülerin zu widersprechen. Während er den Kurs auf das imperiale Schlachtschiff nahm, konnte er sich jedoch nicht verkneifen ihr mitzuteilen, dass Zakuul sicher nicht erfreut ist, dass eine ihrer geschätzten Gladiatoren-Farmen plötzlich vom Imperium vernichtet wurde. Sie relativierte die Aussage, mit dem Abspielen einer Holonetz-Übertragung von den Feierlichkeiten zur Krönung der neuen Zakuul Imperatorin Vaylin. So wie es aussah hatte Zakuul tatsächlich gerade ganz andere Probleme.

Stykmar legte ihre Hand auf Durells Schulter und beugte sich zum Pilotensitz herunter. “Glauben sie mir Mister Durell, vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber bald….Wird das Imperium zurück schlagen.”
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12

Montag, 26. September 2016, 09:48

FINSTERNIS

TEIL 2


1

Der Hangar war erfüllt vom Heulen der Sirenen und den Laufschritten der imperialen Einsatzcrews, die zu ihren Stationen eilten. Der Boden vibrierte in regelmäßigen Abständen durch das Abfeuern der schweren Turbolaser-Batterien. Durell beeindruckte es nicht, dies war reine Zurschaustellung imperialer Dominanz. Für das Schlachtschiff bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Auf der anderen Seite, würde da unten nichts am Leben bleiben und das gefiel ihm.

Nach der Landung war Stykmar umgehend von Bord gegangen, sie musste zu ihrem Meister. Durell hatte nur damit gerechnet, dass jemand anders sie empfangen würde, doch niemand war da. Sainthara und er standen am Schiff und schauten dem Treiben im Hangar zu. “Ich fürchte Lord Krayne wird erstmal keine Zeit für Dich haben.” Sie schien nicht überrascht. “Folge mir, ich werde Dich zu jemandem bringen, der dir mehr Aufmerksamkeit schenkt.”

“Kann mir schon denken wen Du meinst.” murmelte er.

2

Ihre Meisterin stand vor einem riesigen Panoramafenster, mit Blick auf den Planeten. Tief unter ihnen kam es auf der Oberfläche zu einzelnen Explosionen, kleine Lichter die für Sekunden aufglühten, um gleich wieder zu verblassen. Der Beschuss der Gravesinger lies nach, die Bomberstaffeln kamen von der Oberfläche zurück. Peelon Drei war ausgelöscht und Darth Daithara hatte keine Sekunde davon verpasst.

“Haben sie Miss Ciora meine Grüße ausgerichtet?” fragte sie beiläufig. Krayton konnte nicht einschätzen, ob sie wirklich eine Antwort wollte. “Mein Lord.” Seine Stimme war ruhig, seine Verbeugung nicht zu tief. Die Sith wollte etwas von ihm, da war er sich sicher. “Bisher konnte ich Ciora Euren Wunsch nicht ausrichten.”

“Oh.” Die Überraschung war gespielt. “Wie das? Ist ihr etwas passiert?”

“Nein Mylady, das hätte ich erfahren. Aber es ist nicht ungewöhnlich, dass wir uns längere Zeit nicht sehen. Das bringt der Job mit sich.”

“Wie bedauerlich… Wie bedauerlich.” Gedankenverloren drehte sich ihr Kopf zum Fenster. “Ich werde mich wohl weiterhin in Geduld üben.” Oh, wie ich diese Spielchen hasse, dachte Durell, spielte aber mit. “Ja mein Lord.”

Sie führte ihn in den Nebenraum. Sainthara zog sich zurück und die die Tür schloss sich hinter ihnen. Die Einrichtung war eine Mischung aus Wohnraum, Schlafzimmer und Museum, gefüllt mit altertümlichen Kunstwerken. Fresken hingen an der Decke, zerrissenen Flaggen an der Wand, über dem kunstvoll gestalteten Bett hing ein Bild, das Teile der Geschichte der Sith oder Jedi zeigten. Auf den Tischen lagen Steintafeln und Karten aus Papyrus. Zwischen ihnen leuchteten Holoprojektoren und gaben Bilder von Sternensystemen und einzelnen Planeten wieder. Auf Sofas, mit Kissen und weichen Decken drapiert, stapelten sich alte Bücher. Es herrschte kein Chaos, eher war es das Werk einer Suchenden, die ihr Ziel noch nicht gefunden hat.

“Erkennen sie einige der Stücke?” Sie trug keine Schuhe unter ihrer langen Robe, die Füße gruben sich tief in den flauschigen Teppich, dessen schwarzer Stoff von roten Mustern durchzogen war.

“Das sind die Karten, die ich ihnen besorgt habe.” Er wußte wo er war, mitten im Herzen ihres privaten Domizils an Bord von Darth Kraynes Flaggschiff.

“Sie und der Mandalorianer.” Den Rücken zu ihm gewandt öffnete sie die Verschlüsse ihrer Robe und streifte sie ab. Durell schluckte, da die Sith nichts darunter trug.

“Also die Bezeichnung mag er nicht …”, räusperte er. Khodiak hatte Durells Einladung nach Tatooine angenommen. Er und sein gesamter Clan hatten sich in Rogue Mountain niedergelassen. Doch trotz der mandalorianischen Gegenstände, die er und seine Leute in ihren Häusern aufstellten, schien Khdoiak es zu hassen, als Mandalorianer bezeichnet zu werden. Gut, war nicht Durells Problem. Der kleine Schmugglerhafen war durch ihre Präsenz sicherer geworden, dass zählte.

“Sie haben gut zusammengearbeitet. Mit der richtigen Motivation, könnten sie es weit bringen.” Sie drehte sich nicht um, ging beiläufig weiter, sie nahm einen schwarzen Kimono vom Bett und streifte ihn über. Sein seidener Stoff betonte jede einzelne Kontur ihres perfekten Körpers. Während sie den Gürtel um die Taille band und mit einem Handstreich ihre blonden Locken zurück in den Nacken schob, wandte sie sich an den Kopfgeldjäger. Krayton ballte seine Hand zur Faust, die Fingernägel kniffen tief in die Haut. Der Schmerz sollte sämtliche Gedanken vertreiben, die sich unfreiwillig in seinen Kopf schlichen. Er musste hellwach sein, niemals unaufmerksam werden, egal wie die die Situation sich entwickelte. Jeder Fehler, konnte der Letzte sein. Auf der anderen Seite? Sterben in den Armen einer schönen Frau. ...Konzentriere Dich, sie ist eine Sith! Ja und was für eine….Oh verdammt!

“Bitte Mister Durell, ich brauche ihre Hilfe.” Sie strich vorsichtig über seinen Arm, ihre blauen Augen fokussierten ihn. Die Berührung spürte er am ganzen Körper. “Und nur ein Mann wie sie, vermag mir zu helfen.” Seine Zunge klebte am Gaumen, er bekam kaum eine Antwort heraus. “Und wie...kann ich Ihnen helfen?”

Sie näherte sich, der Abstand zwischen ihnen schwand. Ihr Busen drückte sich an seine Brust. Sie biss sich auf die Lippe, ihre Augen flehten ihn an, der Mund öffnete sich: “Bitte Krayton….tu mir weh!”

3

“Was?” Instinktiv wollte er sie wegstoßen. Eine Reaktion, als hätte jemand heißen Kaf auf seine Beine geschüttet. Aber da war niemand mehr, den er stoßen konnte. Durell schüttelte den Kopf, Darth Daithara stand weit weg von ihm. Sie trug wieder ihre Robe, in der Hand hielt sie ein Buch und blätterte darin. Nein, Durell schüttelte erneut seinen Kopf, er wankte und trat abrupt einen Schritt zurück. Sie war nicht von einer Sekunde zur Anderen verschwunden, er war benommen gewesen. Doch für wie lange? Die Nachwirkungen spürte er, fasste sich an den Kopf, rieb seine Stirn und fuhr sich durch das Haar.

“Ich gratuliere Ihnen Mister Durell.” Sie befeuchtete ihren Finger und blätterte eine Seite um. “Für was?”, mehr als eine barsche Antwort hatte sie auch nicht erwartet.

“Für Ihren neuen Auftrag.” Das Buch klappte zu und Darth Daithara warf es auf ein Sofa. “Es gibt nicht viele Wesen im Universum, die ihre Fähigkeiten haben.”

Und die wären? Geil werden, wenn einem eine Blondine ihre Titten aufdrückt? Oh halt Deine Fresse Durell, halt bloß deine Fresse! Er nickte, statt einer Verbeugung. “Vielen Dank mein Lord, aber ich verstehe nicht.”

“Sie konnten der Versuchung widerstehen. Die Hexen werden sie nicht so einfach kontrollieren können.” Sie verschränkte die Arme vor der Brust und lächelte. “Und aus diesem Grund, werden sie für mich den schwarzen Mond finden.”
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Dienstag, 4. Oktober 2016, 11:01

FINSTERNIS

TEIL 3


1

Die antike Sammlung von Darth Daithara war groß, doch sie waren ein Nichts im Vergleich zum Inneren der Gravesinger. In den Gemächern von Darth Krayne lagerten Artefakte, deren Aufbewahrung nicht einmal auf Dromund Kaas sicher genug gewesen wäre. Stücke, die in den Jahrhunderten unzählige Male ihren Besitzer gewechselt hatten und sich nun im Besitz des Sith Lords befanden. Getrieben nach dem Ursprung der Unsterblichkeit, die nicht endende Jagd nach der ewigen Wahrheit, sie ließ ihn nicht ruhen. Doch bei der Suche nach dem, was den Tod besiegen würde und für immer seine Macht sicherte, wurden weitere Geheimnisse offenbart. Aus dem Dunkel der Vergessenheit gerissen, spürte er ihre Macht, erkannte ihren Nutzen und ersann Pläne, sie für sich einzusetzen. Erkenntnisse der Vergangenheit waren der Schlüssel zum Sieg. Wissen war eine Waffe, die sich danach sehnte weiter geschmiedet zu werden.

Die schweren Panzertüren glitten zu Seite. Noch immer barfüßig schritt Darth Daithara herein. Die Kälte des Bodens war nicht unangenehm, ganz im Gegenteil. Sie spürte es, eine neue Art von Bewusstsein. Sie war längst eins mit der dunklen Seite der Macht, doch dies war selbst für sie neu. Sie sah durch sie, spürte Personen, offenbarte deren Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte. Bewegte sich mit ihr, fühlte die Schwingungen die sich wie kleine Wellen am Ufer eines Sees brachen. Ein unbeschreibliches Gefühl der Manipulation. Der Boden auf dem sie stand, es intensiv zu spüren war ein neuer Aspekt der Dunkelheit. Ein anderer Blickwinkel der dunklen Seite der Macht.

Die Bedrohung - die Hexen des dunklen Mondes. Sie standen zwischen ihrem Meister und ihren Zielen. Sie gehörten vernichtet. Doch ein Feind muss erst verstanden werden, bevor man ihn auslöscht. Damit hatte sie begonnen. Die Kunst der Hexen erweiterte ihre Macht. Die Manipulation der dunklen Seite, genutzt auf eine Art und Weise, wie sie Daithara vorher nicht kannte. Die lebendige Finsternis, am Anfang war sie neugierig darauf. Jetzt - war sie gierig danach.

Ein Objekt ihrer Begierde lag nun vor ihr. Auf einem Podest, eingebettet in schwarzen Samt lag das dunkle Herz.

“Es zieht Dich an.”

“Ja mein Lord.” Die Begierde die ihren Körper durchströmte erschuf Stärke. Eine Kraft die ihrem Meister nicht verborgen blieb. Sie war ihm nicht unterstellt, ihr Rang war seinem ebenbürtig und dennoch beugte sie ihr Haupt, folgte ihm - zu Recht. Durch ihn hatte sie Künste kennengelernt von denen andere nur träumten.

Ein Kasten, die Kanten leuchteten in einem matten Gold, seine Seiten waren transparent, im Inneren pulsierten kleine Energiewellen. Ähnlich wie Luftblasen, nur eckig statt rund sprudelten sie von unten nach oben. Gree Technologie war fremd, kaum zu verstehen und sehr sehr selten auf dem freien Markt erhältlich. Wie genau Darth Krayne an diesen Behälter gekommen war, wusste sie nicht. Auch nicht, wie er erfahren hat wozu diese Technologie diente. Doch sie funktionierte. Der Sith hatte den abgetrennten Kopf der Hexe hineingelegt und die Energie in dem Kasten erweckte die tote Materie zum Leben. Zu einem Leben, was Daithara nicht beneidete. Getrennt von der Macht, getrennt von dem Leben was sie früher umgab, fristete die Hexe ihre neue Existenz. Selbst eine Mutter des schwarzen Mondes hielt diese Folter nicht lange aus. Sie schrie, sie bettelte, sie flehte um den Tod Und diesen stellte man ihr in Aussicht, geknüpft an Bedingungen. Mit dieser Hoffnung erzählte sie Daithara die Geheimnisse ihres Ordens und die Sith hörte zu. Oder war dies ein Trugschluss, waren ihre neuen Erkenntnisse nur Teil des Erbes der Sith, was in den Jahrhunderten der Auseinandersetzungen in Vergessenheit geraten war? Durch Machtkämpfe verloren und tief begraben in den Gräbern der alten Meister. Doch egal was es war, ihr Wissensdurst war nicht gestillt.
Darth Krayne lächelte unter seiner Maske. Seine ehemalige Schülerin, wird sie noch mächtiger werden? Würde sie ihn übertreffen? Die Frage ließ er offen, die Ungewissheit war produktiver als jede Antwort. Die Ergebnisse sprachen für sich. In Darth Daitharas Nähe begann das dunkle Herz zu schlagen. Und er würde niemals eine Antwort haben wollen, bei der Macht die sie für ihn erlangte.

“Die Karten?” Seine Hände lagen auf dem Rücken und drückten auf den schwarzen Stoff des Mantels. Der Schädel der Hexe, er zog ihre Aufmerksamkeit an, doch die Mutter schlief. Benommen von der letzten Sitzung, war sie nicht imstande zu antworten.

“Wir kommen der Sache näher. Es ist nicht nur eine Karte die wir suchen mein Lord. Es ist eine Kombination aus mehreren Stücken.” Daithara wandte sich ab, fokussierte ihre Gedanken auf ihren Meister. Auf dem Weg zu ihm, glitten ihre Finger über das schwarze Herz. Seine grünen Stränge pulsierenden unter ihrer Berührung. “Es wird noch einige Zeit benötigen, aber je mehr wir finden, umso näher kommen wir dem Ziel. Manche Informationen sind sogar doppelt vorhanden, als ob es mehrere Quellen gibt.”

Krayne nickte. “Und der Kopfgeldjäger….”

“Er ist vor einer halben Stunde gestartet.”

“Ist er nützlich?”

“Die Hexen erwarten Gegner die machtbegabt sind mein Lord, doch er kann ihnen widerstehen und wird somit ein Widersacher sein, der sie überrascht.” Daitharas Augen funkelten. “In der Zwischenzeit, wird die Schatten-Inquisition auf Yavin Vier auf den Kampf vorbereitet. Eure Inquisitoren werden in der Lage sein, die Hexen aufzuspüren und zu bekämpfen.”

Krayne hatte die Hexen gereizt, sie herausgefordert bis zu ihrer Entfesselung. “Findet sie...Und wenn sie sich nicht fügen...Vernichtet sie!” Seine Hand fasste in ihren Nacken, zog ihr Gesicht heran und sah ihr tief in die Augen. “Du mein Schlüssel zum Sieg.”

“Ja, mein Meister!”

Epilog

Zurück in ihren Räumen war die Stille eingekehrt. Die Laken auf dem Bett waren zerwühlt, doch dieses Detail war unbemerkt geblieben. Daithara strich über ihren Bauch, sie lächelte. Er wusste es nicht, würde es nie erfahren. Der Moment der Leidenschaft war aus seinem Gedächtnis gerissen. Jetzt war er an Bord seines Schiffes, auf der Jagd nach neuen Zielen. Ob Darth Krayne es ahnte, konnte sie nicht abschätzen. Jetzt musste sie ihre nächsten Schritte gut planen, denn sie brauchte Zeit - Zeit für ihr Kind.
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Montag, 17. Oktober 2016, 14:29

WASSER DES LEBENS

INTERMEZZO


Vor fünfzehn Jahren


An den Wänden reflektierte das Licht. In seinem Flackern huschten Schatten zwischen den einzelnen Lichtkreisen in der Höhle hin und her. Der kristalline Boden des Beckens beleuchtete das spiegelglatte Wasser der Grotte.
Eine war gegangen, eine würde kommen. Sie knieten vor dem Bassin. Von Jener, die den Kreis verlassen hatte, hielt jede Schwester etwas Asche in der Hand. Lorka, eine Tochter ihres Zirkels war zu ihnen gekommen. Sie erhob Anspruch in ihre Mitte aufgenommen zu werden. Mit ausgestrecktem Arm öffneten die Mütter ihre Hände und die Überreste der Verstorbenen rieselten ins Becken. Eine Schicht aus grauer Asche bildete sich auf dem Wasser.
Lorka entledigte sich ihrer Kleidung. Auch wenn der Stoff nur aus einfachem Leinentuch bestand, wurde jedes Teil sorgsam gefaltet und zusammengelegt. Die Bäuerin, mit ihren fünfundzwanzig Jahren, stand nackt da. Auf ihrer makellosen Haut spiegelte sich das Licht. Anmutig stieg sie ins Becken, jeder Schritt war überlegt. Die Ascheschicht schwand mit jeder kleinen Welle die sie erzeugte. In der Mitte angekommen, strich sie mit den Händen über ihren Oberkörper, ihren Kopf und dabei gruben sich ihre Finger in die dunklen Haare. Das Wasser reichte ihr bis zur Hüfte. Eine natürliche Schönheit, grazil in jeder Bewegungen. Abrupt stoppte sie, knickte ihre Beine ein, der Oberkörper verschwand unter der Oberfläche und als der Kopf untertauchte, brodelte das Wasser. Die Wände rumorten wie das Fauchen eines Tieres. Das Licht erlosch und Dunkelheit brach in die Höhle ein. Blasen bildeten sich auf der Oberfläche, die Flüssigkeit fing an zu kochen. Grünes Licht durchflutete die Finsternis. Die Mütter knieten noch immer vor dem Becken, verdeckten mit den Händen ihre Gesichter. Die Erschütterungen des Bodens nahmen zu, kleine Gesteinsbrocken rieselten von der Decke. Explosionsartig schoss der Inhalt des Beckens in einer Fontäne nach oben - dann herrschte Stille.

Das Wasser war verschwunden, der Pool aber nicht leer. Sie lag auf dunklen Steinen, zusammengekauert wie ein Säugling. Die Haut aschfahl, alt und verschrumpelt. Die Haare grau und zerzaust, die Augenhöhlen leer geätzt. Ihre Fingernägel waren gewachsen, lang und spitz ragen sie aus den knochigen Fingern. Sie zuckte und erhob sich schwerfällig. Am Rande lag noch ihre Kleidung. Die Leinentücher hatten sich verändert, waren alt und verschließen. Sie kleidete sich an. Der Zirkel war wieder vollständig.

heute…

“Wir haben die gesamte Umgebung innerhalb und außerhalb der Höhle abgesucht Inquisitorin und konnten keine Spuren entdecken.” Der Soldat salutierte bei der Meldung.

“Bringen sie die Sprengsätze an. Ich will dass alles vernichtet wird.” Verächtlich zuckte die Oberlippe von Inquisitor Sairya. Es hatte viel akribische Arbeit gekostet, diesen Rückzugsort der Hexen zu finden. Das Ergebnis war ernüchternd, der Ort verlassen, aber die Jagd hatte gerade erst begonnen.
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15

Freitag, 27. Januar 2017, 16:00

DIE TODGEWEIHTE


1

Nortur Prime, Imperialer Stützpunkt im Outer Rim.

Auf den Wegen der imperialen Festung herrschte trotz des starken Nieselregens reger Verkehr. Die Antigravitationsdüsen der Speeder wirbelten schlammigen Boden auf der die Bürgersteige und seine Passanten verdreckte. Der Mittelpunkt des Stützpunkts bildetete ein pyramidenförmige Zentralkomplex. Von außen wirkte er, als hätte man das Mittelteil des Gebäudes herausgenommen und die Spitze auf den Rumpf gestellt. Auf der damit entstandenen freien Fläche waren an jeder Ecke Wachtürme errichtet, die rund um die Uhr besetzt waren. Blastergeschütze säumten die Mauern, die von Wachpatrouillen in regelmässigen Abständen kontrolliert wurden. Riesige imperiale Flaggen flattern im Wind, durchtränkt vom Dauerregen schlugen sie schwer gegen die metallenen Wände und erzeugten bei jedem Aufprall ein dumpfes Klatschen.

Nortur Prime war eine trostlose Welt. Ob es nun die strategische Lage des Systems war oder die wenigen Minen des Planeten Rohstoffe nach oben förderten, war den meisten Imperialen hier egal. Früher oder später würde die Tonerde alles in grau färben, sei es nun Fahrzeuge, Gebäude oder die Gemüter der Truppe. Vor wenigen Monaten war der Planet vom Imperium, unter der Führung von Darth Krayne erobert worden. Nach dem Sieg hatte er die Kontrolle der Besatzungsmacht an einen unbekannten Sith Lord übergeben, der hinter vorgehaltener Hand nur als der Großinquisitor bezeichnet wurde. Gnadenlos effektiv und undurchschaubar. Das Gesicht verborgen hinter einer metallenen Maske, die seine Stimme verfremdete, diente er mit eiskalter Effizienz seinem Herren. Zu seinem Kommando gehörten mehrere Sith, die ihm direkt unterstellt waren. Eine von ihnen, eine junge Rattataki, stand mitten in der Nacht in der Kommandozentrale des Zentralkomplex, der verlorene Blick gerichtet in die Ferne.

2

Der Regen prasselte gegen die Transparifenster, an denen sich Lichter von Monitoren spiegelten. Draußen wütete am Himmel ein Sturm und erhellte mit seinen Blitzen in unregelmäßigen Abständen das Firmament.

Sairya war unzufrieden, sie war zornig. Ihre Versetzung auf diesem Planeten hatte mit ihrem Versagen bei der Jagd auf die Hexen zu tun. Eine der Ersten, die ihre Ausbildung auf Yavin Vier abgeschlossen hat und als Dank brachte sie keine Ergebnisse. Es sollte sie nicht wundern, dass ihr Lord sie hierher verachtete, um sie verrecken zu lassen. Ein trostloser Fleck Erde, bestehend aus schroffen Felsen und Schlamm. In vollen Zügen genoss sie ihre Selbstzweifel, formte sie zu Wut und Hass die wie Wellen über sie einschlugen.

“Inquisitorin” Der Offizier näherte sich mit respektvollen Abstand. “Es liegt eine Meldung vom Grabungsstätte Omega Sechs vor.” Sein Kinn zuckte.

Sairya verschränkte ihre Arme vor der Brust. Warum wurde sie wegen solch einer Banalität gestört? Sollen die Sklaven doch in ihren Schlammlöchern buddeln, für sie war das ohne Bedeutung. “Ja und? Sind wieder welche im Dreck versunken?”

“Nein Mylady. Eine Grabungs-Crew ist jedoch auf etwas gestoßen: Eine Höhle.”

“Hohlräume sind keine Seltenheit.”

Imperiale Arroganz äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise. Diesmal in drei Sekunden, die sich der Offizier länger für seine Antwort nahm. “In der Tat, doch bisher wurde niemals ein Wald dahinter freigelegt.”

Die Augen der jungen Frau verengten sich zu Schlitzen.

3

Nortur Prime, Grabungsstelle Omega Sechs, Schacht 29 alpha, in 60 Meter Tiefe

Es war keine Strafe hier zu sein! War es die Vorhersehung von Darth Krayne, hatte er aus diesem Grund den Großinquisitor hierher geschickt? Egal was es war, es war ihre Chance sich zu beweisen.

Schier endlose Schächte führte sie in die Tiefe. In der Zeit wuchs ihre Gier zu erfahren auf was sie gestoßen waren. Hatte es mit den Hexen zu tun? Es mußte so sein, es musste einfach!

Endlich, nach einem nicht endenden Weg stand sie vor einem abgestützten Eingang, am Ende eines Stollen. Scheinwerfer waren aufgestellt deren Licht auf aschfahle Blätter von Bäumen fiel die sich aus dem Dunkel erhoben. Ein dichter Wald, moosbedeckte Wurzeln und auf dem Boden wuchs schwarzes Gras. Dunkler Fels in obsidianen Glanz drückte sich säulenartig nach oben. Wo das Licht der Scheinwerfer nicht mehr reichte, erzeugten phosphoreszierende Pflanzen in der Tiefe ein düsteres Licht. Soldaten waren am Eingang in Stellung gegangen und richteten ihre Waffen auf das Unbekannte. Die Schreie und das Brüllen unbekannter Wesen aus der Dunkelheit erklärten ihre Vorsicht.

Sairya schritt durch den Eingang an den Wachen vorbei.

“In wenigen Minuten wird eine Einheit der Sturmkrähen eintreffen mein Lord.” Rief ihr der Soldat hinterher. “Nein, ich gehe allein.”

4

Was war das hier? Dies war kein natürlich entstandenes Biotop. Die dunkle Seite hatte sie geschaffen. Jede Faser ihres Körpers spürte es, ihre Sehnen, ihre Muskeln, der Schauer der über ihre Hautflächen wie ein Pinsel glitt, der in eiskaltes Wasser getaucht war. Sie atmete die Macht ein, ihre tiefste Schwärze, ihre innigste Dunkelheit.

Die Krone der Bäume war kaum zu erkennen, ihre knochige Rinde bröckelte an einigen Stellen, wo schwarzes Moos sich heraus drückte. Ein Knacken im Geäst, Sairya griff ihr Lichtschwert, aktivierte die Waffen und zog sie im weiten Bogen nach oben. Der Angreifer, eine Mischung aus Raubkatze und Echse, wurde in zwei Hälften geteilt. Doch dies war nur eine Finte, mehrere rote Augen leuchteten in der Dunkelheit auf, der Rest des Rudels griff an. Die Sith duckte sich unter einem Tier durch und drehte ihren Rücken zu einem Baum. Ihre Waffe zog einen Halbkreis vor sich und verschaffte ihr ein paar Sekunden. Es waren drei Gegner die sich vor ihr aufbauten. Mit fletschenden Zähne kreisten die Tiere sie ein. Instinktiv starteten sie einen koordinierten Angriff, doch statt sich zu verteidigen nahm die junge Frau den Angriff an. Sie schlitzte mit nur ein einer Bewegung der ersten Bestie die Bauchseite auf und enthauptete mit dem zweiten Schlag die Zweite. Das dritte Monstrum brach seinen Sprung ab, schlug seine Krallen in den Boden, riss fauchend das Maul auf. Sairya sprang in die Luft, die Hände umklammerte den Griff des Lichtschwerts und rammten ihre rote Klinge in den Kopf des Tieres.

Totenstille, die Geräusche des Waldes verstummten abrupt. Das Deaktivieren der Waffe hatte die Intensität eines Kanonenschlag. Die Sith drehte sich im Kreis, doch ein weiterer Angriff blieb aus, alles war still.

Ihr Weg führte sie tiefer in den Wald, die Schritte wohlüberlegt, doch sie war nicht allein. Da war eine Stimme die sie begleitete. War sie die ganze Zeit da? Woher kam sie? Direkt vor ihr oder gar aus der Tiefe ihres Unterbewusstseins? Die Gedanken ließen ihre Lippe zucken, sie durfte niemals ihre Ausbildung vergessen. Der Schlagstöcke ihrer Gegner würden sie am Kopf treffen, übelste Verletzungen wären die Folge, doch sie musste aufstehen, sie mußte weiterkämpfen. Die Erinnerungen an Yavin Vier, an ihre Training, die Automatismen die ihr eingebläut wurden und die sich tief in ihren Muskeln und im Denken verankert haben. Zweifel waren Schwäche und Schwäche bedeutet Tod.

Die Stimme war real, sie begleitete sie, führte sie durch das tiefe Dickicht. Eine Lichtung tat sich auf, öffnete den Blick auf ein riesiges Bauwerk, umgeben von Säulen die ein gewaltiges Dach trugen. Sie hatte keine Ahnung wie lange sie schon bereits gegangen war, wie Tief sie in die Höhle vorgedrungen war, sie musste gigantisch groß sein, wenn ein solches Monument hier seinen Platz fand. Es war wonach sie gesucht hatte. Sie stand vor dem Eingang eines Tempels und von innen erklang die Stimme und rief nach ihr. Der Himmel über ihr, sie gestatte sich noch einen Blick bevor sie das Gebäude betrat. Sie konnte dunkle Wolken sehen, dahinter leuchtende Sterne. Egal wo sich gerade befand - es war keine Höhle.

5

Nortur Prime, Grabungsstelle Omega Sechs, Mineneingang

“Sie sollte doch warten, bis wir da sind.” Die Stimme des Sergeant wurde durch sein eingebautes Helm-Mikro verzehrt. “Nehmen sie Kontakt zu den Wachen auf, wir sind in zehn Minuten unten.”

Der Soldat dem er den Befehl gab versuchte bereits eine Kontaktaufnahme. “Negativ Sir, ich kann einfach keine Verbindung aufbauen. Das Signal wird nicht gestört. Es ist… als wollten sie nicht antworten.”

Mit einem Schwung seines Daumens entsicherte der Anführer seine Waffe und gab den Befehl zum Aufbruch. Das Klacken der Sicherheitsriegel wanderte von Soldat zu Soldat. “Erhöhte Wachsamkeit! Wir gehen rein.”

6

Kristalle an den Wänden spendeten Licht, ihr schummriger Schein verklärte die Helligkeit wie Wasser beim Tauchen. Sairya hatte Statuen oder Relikte erwartet, doch es waren Bäume die den Weg von der Eingangshalle in den Mittelteil des Tempels säumten. Der Boden war mit Moos bedeckt und bildete einen weichen Teppich.

Sie wurde bereits von Ihr erwartet. Gekleidet in einem roten Kimono, mit Knöpfen aus geschliffener Kohle. Ihr Haar, dicke schwarze Strähnen reichten wie Zöpfe bis zum Boden. Blasse Haut, zerbrechlich wie Papier und durchzogen von dunklen Adern. Ein Auge leuchtete blau, das Andere grün. Barfuss saß sie auf einem Baum. Sein dicker Stamm öffnete seine Mitte und bildete eine Mulde. Ihre Arme lagen auf stämmigen Ästen, die aus der Baumkrone nach unten wuchsen und die Form des Throns vollendeten.

“Du hast Deinen Weg zu mir gefunden mein Kind.” Die Stimme war nicht von einem einzelnen Wesen, es klang als würden mehrere Personen zu der Inquisitorin sprechen. Sie hörte eine junge Frau, die Stimme einer Alten und die eines Kindes heraus. Sairya drückte ihre Schultern durch, sie durfte es nicht zulassen von diesem Wesen fasziniert zu werden. Dies war der erste Schritt der Hexen, sich in ihrem Geist einzunisten. Doch darauf war sie vorbereitet, darauf hatte sie trainiert. Sie widerstand.

“Ich bin Lyka die Urmutter. Ich bin der Beginn und das Sein der Töchter des Tages und der Nacht.” Während sie sprach leuchtete jeweils eine ihrer Pupillen auf.

“Ihr seid eine Hexe des schwarzen Mondes, ihr könnt mich nicht täuschen.”

Der blutrote Mund öffnete sich, ihr Lachen war eine Mischung aus grollenden Fels und zerbrechendem Glas. “Wie wunderbar die Naivität der Sith doch ist. Kindlicher Selbstschutz, um ihre kleine Welt zusammen zu halten. Die Hexen des schwarzen Mondes sind meine Kinder, das stimmt. Aber ich gebar auch die Anderen, die Töchter des endlosen Flusses. Alle meine Kinder wandeln unter Euch und wäre Dein Meister nicht so töricht gewesen ihren Zorn zu wecken, könnten sie das weiterhin unbehelligt tun.”
“Euer Gebrauch der Macht ist eine Abnormität. Ihr verunstaltet die dunkle Seite und aus diesem Grund werden wir Euch vernichten.” Angewidert zündete Sairya ihr Lichtschwert, doch die Äste des Baumes schossen auf sie zu. Umschlangen Arme und Beine, ihr Körper wurde zu Boden gepresst, während die Urmutter höhnisch lachte. “Licht und Dunkelheit, Jedi und Sith, gefangen in Träumen und gegeißelt von Sterblichkeit. Du dummes kleines Kind, so viel Macht und so wenig Verständnis dafür.”

Sairya wandt sich und die Äste gaben nach, doch sie konnte sich nicht erheben. Sie versank im Boden. Das Gras war verschwunden, Schlamm drang nach oben, der sie tiefer zog. Ihre Hände griffen nach vorne, den Griff des deaktivierten Lichtschwerts fest umklammert. Doch sie konnte nichts festes erhaschen. Die Schultern der Sith versanken, ihre Versuche sich zu befreien schwanden mit jeder Sekunde die verstrich. Sie streckte ihr Kinn nach oben, der Schlamm berührte schon ihre Lippen.

“Grüße Deinen Meister von mir. Er wird nie ...” Die Urmutter konnte den Satz nicht beenden. Ein dunkler Schatten stürzte sich wie ein Raubvogel auf sie. Die Decke des Tempels explodierte, von Feuerwogen überflutet. Sie sprang auf, krümmte sich vor Schmerzen. Ihr Thron brannte, Funkenflug versenkte Sairya im Gesicht. Die Sith schnaubte, unfähig sich zu bewegen und nur noch durch die Nase atmend. Die Mutter der Hexen stand mit breit aufgerissen Armen in den Flammen der Vernichtung. “Woher kommt das Kind?” Schrie sie. “Es darf niemals geboren werden!” Mit dem Anblick des Feuers, was aus den Augen der Urmutter schoss, versank Sairya vollständig im Schlamm und Dunkelheit.

7

“Sergeant, der Eingang müsste genau hier sein.” Die Soldaten standen am Ende des Tunnels, hier gab es keinen Durchbruch, keine Spur von Wachen oder Ausrüstungen. Die Scheinwerfer der Helme strahlten kahle Erde an. Ein Tropfen lief von der Decke herunter, brach sich im Licht, weitere folgten wie Tränen im Gesicht. Der Sergeant ging vor, seine Hand wischte über die Wand und schob nassen Lehm zur Seite. Er spürte einen Widerstand, drückte seine Hand hinein und zog Teile eines Scheinwerfers heraus. Das Murmeln seiner Männer, die ihre Überraschung im Helmfunk nicht verbergen konnten, grummelte in seinen Ohren.

“Was zu Hölle ist hier geschehen?” Die Eliteeinheit, hatten schon viele Dinge erlebt, aber das hier war auch für sie neu. Wie der Arm, die urplötzlich aus der Wand geschossen kam und nach dem Kommandanten griff. Das Gemurmel der Männer im Helmfunk war kein Flüstern mehr, eher der Anflug von Panik.

8

Nach ihrer Rettung wurde Sairya umgehend zurück zur Festung gebracht. Ob es eine Fügung der Macht oder einfach nur die Professionalität der Soldaten war, dass nicht sofort das Feuer auf sie eröffnet wurde konnte sie nicht sagen. Dies war aber zur Sekunde auch nicht wichtig. Sie kniete mit gesenkten Haupt, völlig verdreckt von Schlamm und Lehm, im Thronsaal des Großinquisitors. Dunkelheit herrschte hier, ein Podest mit zwanzig Zentimeter hohe Stufen führten zu seinem Thron. Nur ein Licht, direkt über ihnen beleuchtete den Saal.
Sie hatte versucht so detailliert wie möglich das Geschehen zu beschreiben und wurde dabei nicht einmal unterbrochen.
“Du glaubst wirklich, Du warst auf dem schwarzen Mond?” So unglaublich es auch klang, aber sie war dieser Meinung, selbst wenn ihr Meister seine Zweifel hatte. “Es war doch eher ein Trugbild, womit die Hexen dich verwirrt haben. Nur eines ihrer kleinen Spielchen und du bist ihnen in die Falle getappt.”

Sairya wagte nicht zu widersprechen, auch wenn alles in ihr dagegen rebellierte. Es gab keine Beweise, es gab keine Höhle, aber die Wachen und die Ausrüstung waren hinter der Wand und der Stollen war nicht eingestürzt, das wurde bereits festgestellt. Dennoch, war sie sich sicher dort gewesen zu sein. Keine Hexenmagie hätte sie so einfach täuschen können. Oder wollte der Großinquisitor den Tod der Urmutter für sich beanspruchen, war dies seine Absicht? Der Ruhm für diesen Sieg sollte ihr nicht zugesprochen werden? Ihre Gedanken zeichneten sich für ihn auf ihrem Gesicht ab, wie in einem offenen Buch. Hinter der Maske vernahm sie sein Lachen.

“Du denkst Du hast die Urmutter vernichtet? Ein einfacher Besuch durch ein Portal was es nicht gab würde reichen, um ein Wesen zu vernichten was seit Jahrtausenden existierte?” Die Worte des Großinquisitors hallten durch den Saal. “Doch du hast nur eine Kleinigkeit bei deinem Triumph vergessen.” Schmunzelte er. “Die Urmutter der Hexen ist bereits seit Jahrhunderten tot.” Sairya schluckte, es war keine Lüge, dies brauchte ihr Meister nicht, um sie in die Schranken zu weisen. Sie hatte erneut versagt.

Eine Gestalt trat aus dem Schatten und stellte sich neben den Großinquisitor. Das Hologramm von Darth Krayne schimmerte bläulich auf, wenn die Verbindung für den Bruchteil einer Sekunde gestört wurde. “Der Tod der Urmutter ist eines der Geheimnisse, die wir den Hexen entreißen konnten. Und es ist auch der Grund, warum ich Nortur Prime eingenommen habe. Ihr Grab soll sich auf diesem Planeten befinden und dank Dir, scheint es sich zu bestätigen.”

Sairya zuckte zusammen, Lob war etwas fremdes für sie und sie spürte den Unmut des Großinquisitors darüber. Doch Darth Krayne hatte die Schatten-Inquisition gegründet, er war ihr Anführer und der Meister ihres Herren.

Krayne wandte sich dem Thron zu. “Auch wenn es nur ein Trugbild war, die Inquisitorin war auf dem schwarzen Mond.”

“Doch das Wissen um seine Position konnte sie nicht erlangen.”

“Konnte sie nicht?” Krayne drehte sich zu Sairya. “Du warst da, hast Dich umgesehen. Hast Du auch zum Himmel geschaut?”

“Ja mein Lord.” Ein finsteres Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie wußte worauf der Sith anspielte. “Und er war bedeckt mit Sternen!”

“Jetzt habt ihr Eure Spur Großinquisitor.” Darth Krayne wandte sich ab. “Das Kind ist für mich von größtem Interesse. Ich werde mich persönlich darum kümmern.” Der Großinquisitor verneigte sich und das Hologramm verschwand.

“Begebe dich umgehend ins Archiv und übermittel unseren Agenten was Du gesehen hast. Sie sollen die Daten mit unseren Aufzeichnungen vergleichen. Vielleicht helfen uns die gesammelten Sternenkarten.” Die Arme des Großinquisitors verschränkten sich über seinen Brustpanzer. “Du hast deine Sache gut gemacht, Inquisitorin Sairya. Deine Anwesenheit hier ist nicht mehr von belang. Neue Aufgaben erwarten Dich.”

Epilog

Die mächtige Metalltür glitt zur Seite. Stykmar hatte auf ihren Meister gewartet der ohne sie zu beachten an ihr vorbei marschierte.
Sie war beunruhigt. Dass eine Sith es nicht für notwendig hielt Andere über ihren Aufenthaltsort zu informieren war nicht verwunderlich. Aber seit Monaten kein Lebenszeichen zu senden, konnte nicht ignoriert werden.“ Wir konnten weiterhin keinen Kontakt zu Darth Daithara herstellen mein Lord. Es wirkt fast, als wollte sie nicht gefunden werden.”

Darth Krayne schlug den Weg zur Brücke ein, seine Atemmaske zischte: “Und ich kenne nun auch den Grund dafür.”


für Cio und Jenny
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16

Mittwoch, 8. Februar 2017, 13:51

DIE TÖCHTER DES
ENDLOSEN FLUSSES

1

Das imperiale Shuttles tauchte in die Wolkendecke ein, im Dunst leuchteten seine Schubdüsen noch für Sekunden nach bis das Schiff ganz verschwand.
Jen-Zars Blick starrte in den Himmel, unfähig den Blick abzuwenden. Kiyras Hand legte sich auf seine Schulter. “Es war nicht Deine Schuld, du hast getan was möglich war.” Doch helfen konnten die Worte nicht. Er wurde um Hilfe ersucht und kam zu spät. Die Welle aus Frustration drohte ihn davon zu spülen.
“Wir hätten sie retten müssen Kiyra.” Ihr Name war Tynith, sie hatte Jen-Zar kontaktiert und ihn um Hilfe gebeten. Nur zögerlich hatte sie preisgegeben wer sie war, doch mit der Zeit konnte er ihr Vertrauen erlangen. Eine Tochter des endlosen Flusses, laut den Legenden sind es Hexen, die sich der hellen Seite der Macht verschrieben haben. Doch jetzt, wo er sie in Sicherheit bringen wollte, war sie in einem imperialen Shuttle auf dem Weg zur Gravesinger. “Wir werden sie nie erreichen, jedenfalls nicht in der kurzen Zeit die sie noch zu leben hat.” Darth Krayne würde seinen Fang nicht mehr hergeben. Sie verfügte über Informationen, die zu den Hexen des schwarzen Mondes führen. Darum hatte sie sich vor ihm versteckt und an die Jedi gewand - vergeblich. Der Sith Lord würde alle Informationen aus ihr herausholen und es gab keine Hoffnung, dass sie das überlebt.

“Zur Seite.” Kiyra zog ihm am Arm hinter einem Stapel Frachtkisten. “Durell ist hier.”
Die Hand griff zum Lichtschwert, er nahm die Waffe aber nicht vom Gürtel. Der Atem ging flach und die Augen beobachteten. Der Kopfgeldjäger hatte seinen Job erledigt, doch glücklich wirkte er nicht. Nach wenigen Zügen schnippte er unzufrieden seine Zigarette weg. Der Gesichtsausdruck ließ nicht vermuten, dass er gerade eine Menge Geld verdient hatte.
Am Eingang der Landebucht tauchten imperiale Soldaten auf, schneeweiße Rüstungen mit schwarzen Emblemen des Imperiums. “Das sind Truppen der Sturmkrähen, was machen die hier?” Zwei weitere Imperiale, eine Rattataki gekleidet in einem schwarzen Kampfpanzer durchsetzt von einer roten Musterung, der andere Imperiale, das Gesicht verborgen unter einem Helm, gesellten sich zu dem Kopfgeldjäger. Unverkennbar führten die Beiden den Trupp an, ein kurzes Handzeichen reichte und die Soldaten schwärmten aus. Das Gespräch war kurz, Durell schien zu bestätigen, dass er seinen Job beendet hatte und weitere Fragen erübrigten sich. Doch die größte Gefahr war den Jedi entgangen. Fast lautlos hatte sie sich genährt und erst jetzt, als sie ihre charakteristischen Laute von sich gaben, wußten Jen-Zar und Kiyra, dass die wirkliche Gefahr über ihnen lauerte.
Drei Suchdroiden schwebten langsam über den Rand der Landebucht nach unten und begannen umgehend mit ihren Scans.

2

“Welche imperiale Einheit setzt solche Suchdroiden standardmäßig ein?” Kiyra versuchte den Dreck von ihrer Robe zu wischen. Glücklicherweise war die Landebucht für Reinigungszwecke mit der Kanalisation verbunden und die Beiden hatten nah an einem Schachtdeckel gestanden. Nun lehnten sie, durchnässt und stinkend, an einer Wand am Ende eines Tunnels, durch den Abfall und Exkremente abgeleitet wurden.
“Inquisitoren… Das waren Inquisitoren der Schatten-Inquisition.” Jen-Zar blickte nochmal zurück, doch alles blieb ruhig. Sie waren wohl wirklich entkommen.
“Darth Krayne muss die Organisation wieder reaktiviert haben.”
“Sie setzen Inquisitoren und Kopfgeldjäger auf uns an.”
Jen-Zar schüttelt seinen Kopf. “Sie waren nicht hinter uns her. Sie sind der Grund, warum Tynith so verängstigt war!”
Kiyra schüttelte ihr Haar. Eine Gänsehaut bildete sich auf ihrem Körper, als ein flüchtiger Gedanke sie dazu verleitete sich vorzustellen, was sich in ihnen alles verfangen hatte. Mit zwei Handgriffen knotete sie einen Pferdeschwanz und ignorierte ihren Ekel. “Wir können hier nichts mehr ausrichten, wir müssen Meister Kohn berichten was passiert ist.”
“Meister Kohn? Du weißt doch wie schwierig es ist ihn zu erreichen. Vielleicht ist er gerade wieder auf einer seiner Selbstfindungsreisen. Doch vielleicht hört uns Admiral Moric zu.”
“Nur er wird keinen Angriff auf die Gravesinger befehlen, um eine Gefangene zu retten.”
Kiyra seufzte bei dem Versuch ihr Gesicht zu einem positiven Ausdruck zu zwingen. “Wir sind mal wieder auf uns allein gestellt.”
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17

Donnerstag, 9. Februar 2017, 08:02

IN DEN FEUERN ORICONS



1

Die feurige Erde war zerfurcht durch Vulkanausbrüche und durchzogen von Lavaflüssen. Der Himmel versteckt hinter Wolken aus Asche. Xarx stand auf der Brüstung einer alten Sith Festung, stützte seine Hände auf die Mauer und sah nach unten. Sie waren in Massen erschienen, durchsetzt von der dunklen Seite wurden sie hier in den Wahnsinn getrieben. Der ehemalige Rückzugsort der Schreckensmeister war selbst nach ihrer Vernichtung noch durchtränkt von Irrsinn und Furcht. Und er ließ die Geschöpfe, die er erschaffen hatte nicht mehr aus seinem Bann. Bösartige Kreaturen fletschten ihre Zähne, heulten zum Himmel und schrien vor Mordlust. Zu ihnen gesellten sich die Ausgestoßenen; republikanische Soldaten und Jedi, aber auch imperiale Soldaten und Sith, die bei ihrer Mission auf diesem Mond seiner Macht unterlagen.
Oricon war schon immer eine Sith Hochburg gewesen, doch durch die Schreckensmeister wurde er zu einem unkontrollierbaren Ort.
Vielleicht war gerade dies der Grund für Darth Daithara hier eine Basis einzurichten. Im Schutz des massiven Aufkommens der dunklen Seite der Macht, konnte sie im Verborgenen ihre eigenen Kräfte ausbauen und mit ihnen experimentieren.
Es hatte Monate gebraucht bis Lord Xarx für seine Meisterin diese Festung in Besitz nehmen konnte und es benötigte danach etlicher Ressourcen sie zu halten. Die Truppen hier wurden fast vollständig durch Kampfdroiden ersetzt. Ihre Programmierung war weniger anfällig für die destruktiven Mächte auf Geist und Verstand.
Doch mit der Rückkehr seiner Meisterin und der bevorstehenden Geburt ihres Kindes nahmen die Angriffe auf die Festung von Tag zu Tag zu.
Xarx stand kämpfend in der ersten Reihe, mit seiner Armee im Rücken schlachtete der Zabrak die Angreifer dahin. Doch mit jeder Attacke, jedem weiteren Angriff sank die Zahl seiner Soldaten und Kampfmaschinen. Und heute, am Tag der Geburt, stand ein Heer vor den Mauern der Festung was alles in den Schatten stellte. Oricon hatte seiner Meisterin den Krieg erklärt und die letzte Schlacht stand bevor.

2

Tod und Vernichtung war sein Lebenselixier, er liebte den Kampf. In den Jahren der Zakuul Eroberung hatte er sich in die Arenen begeben, sich jedem Herausforderer gestellt und sie alle überlebt. Nein er hat sie besiegt und mit jedem Sieg wurde er mächtiger. Heute würde er den Höhepunkt, vielleicht sogar den finalen Kampf erleben. Seine Meisterin würde ihr Kind zu Welt bringen, selbst wenn er alles Leben auf diesem Planeten dafür vernichten muss. Jeden einzelnen Tod seiner Feinde würde er auskosten.
Das Tor ächzte unter dem Druck der anstürmenden Masse. Oberhalb der Mauern eröffneten die Droiden das Feuer. Doch egal wie viele Angreifer sie wegmähten, der Nachschub rückte nach. Ehemalige imperiale und republikanische Soldaten feuerten hinter der Schlachtreihe mit Raketenwerfern auf die Zinnen, solch ein koordinierter Angriff hatte bisher nicht stattgefunden.
Lord Xarx stand am Bett seiner Meisterin, ihre Augenlider flimmerten, die Geburt verlief extrem ungünstig. Der Körper von Darth Daithara wurde immer wieder von Krämpfen geschüttelt. Das zweite Set von Medidroiden hatte gerade erst die Arbeit wieder aufnehmen können, nachdem die ersten Maschinen durch einen Anfall der Sith in ihre Einzelteile zerlegt wurden. Die Kraft die durch Mutter und Kind ausgestrahlt wurde, brachte das Gefüge der Macht durcheinander. Der Zabrak hatte eine schlimme Vorahnung, sträubte sich aber gegen den Gedanken. Doch sollte dieses Kind die helle Seite in sich tragen, die Mutter war Teil der dunklen Seite. Beide Wesen die im Moment so stark miteinander verbunden waren, ließen einen Wirbel der Macht entstehen, der wie ein Sog auf die Geschöpfe dieses Planeten wirkte. Xarx ahnte nicht, dass dies nicht der einzige Grund für den Angriff auf die Festung war. Hinter seinen Schlachtreihen, verborgen in den Schatten, lauerte noch eine weitere Bedrohung. Der Geist von Darth Arakis gierte voll Vorfreude endlich einen neuen Körper gefunden zu haben.

Einer der Soldaten stürmte in den Raum. “Sie haben das Tor gestürmt, sie dringen in die Festung ein, wir können sie nicht aufhalten!” Dann wurde sein Körper wurde von einer Monstrosität in zwei Hälften gerissen. Xarx legt behutsam die Hand seiner Meisterin wieder auf die Decke, ihre Finger zitterten in einem unharmonischen Rhythmus. Der Sith drehte sich zu dem Monster um, die roten Klingen seiner Lichtschwerter erwachten und seine Zunge leckte über seine Zähne - Zeit für das Finale.

3

Der Saal war riesig und es gab nur einen Eingang. Durch die gigantische Tür drängt die Bestie und brüllte. Mit zwei Schritten Anlauf, sprang Xarx die Kreatur an, seine Lichtschwerter rotierten und trennten dem Vieh beide Arme ab. Im Fall wirbelte er herum und schlitzte dem Monster die Kehle auf. Hinter dem Kadaver drängten ehemalige Soldaten nach vorne. Ihre Rüstungen waren verdreckt, aber ihre Blaster funktionierten einwandfrei. Die Schüsse die in Richtung von Daithara gingen, wehrte Xarx mit seinen Schwertern ab. Zum Teil konnte er sie zu den Angreifern zurückleiten, doch ihre Reihen wurden sekündlich wieder aufgefüllt.
Xarx schlug zu, kämpfte gegen die Masse. Ein Schrei in seinem Rücken ließ ihn instinktiv reagieren. Er warf sich zu Boden, die Lichtblitze zuckten über ihn und zerrissen die Angreifer, verbrannten ihre geschundenen Körper zu Asche. Daithara saß aufgerichtet auf ihrem Bett, die Augen gerötet, das Gesicht aschfahl. Aus ihren Händen zuckten die Blitze, ihre weiße seidene Kutte flatterte durch die Macht die ihren Körper durchströmte und im nächsten Moment abrupt endete. Sie sackte zusammen, die Arme fielen leblos nach unten und ihr Kopf fiel auf die Schulter. Die Lebenserhaltungssysteme schrien ihren Herzstillstand heraus, verkündete den Tod der Sith und in den metallenen Armen des Medidroiden erklang der erste Schrei ihrer Tochter.
Xarx sprang auf, die nächste Welle an Wesen drang ein, wie ein Berserker schlug er zu, doch sie drängten ihn zurück. Es drängte sie zu dem neuen Leben.

4

Wie in einem Moment der Stille, wo Wasser das auf Stein tropfte klang, wie Donner in den Wolken. Mit einer enormen Druckwelle wurden die Körper der Monster nach oben gerissen und wieder zu Boden geschmettert. Blut und Gedärme spritzen an die Wände.
Die metallenen Stiefel waren in dem Lärm nicht zu hören, doch er war da. Er war hier und drang wie ein Keil aus Hass hinterrücks durch die Reihen der Angreifer. Die rote Kreuzklinge tötete brutal und gnadenlos. Im Rücken seine Armee aus Soldaten und Sith, die alles vernichteten was ihnen im Weg stand.
Xarx verneigte sich vor Darth Krayne und ging einen Schritt zurück. Dieser trat an das Bett seiner ehemaligen Schülerin. Der Medidroide deckte das schreiende Kind in eine Decke, doch der Sith würdigte ihm keinen Blick.
“Bringt sie her, sofort!” Wenige Minuten später wurde die junge Frau von zwei Inquisitoren her geschleift. Ihr Körper war übersät von Wunden, gehüllt in eine zerschlissene Kutte fiel Tynith vor die Füße des Sith.
Seine Hand packte sie und zog sie nach oben. Seine Finger umschlossen ihre Kehle und er ließ ihr gerade genug Luft zum Atmen. “Ich gebe Dir nur diese eine Möglichkeit. Rette sie oder ich werde dutzenden Sternensystemen einen Besuch abstatten. Ich werde vor deinen Augen Milliarden Wesen abschlachten und ich schwöre Dir, Du wirst bei jedem Tod anwesend sein und ihn spüren, Tochter des endlosen Flusses.”
Sie konnte sich kaum bewegen, kaum einen Laut von sich geben, ihr Körper war eine Sammlung aus Schmerzen und Pein. Ihr Sturz auf dem Boden wurde durch den Bettrand verhindert, an dem sich Tynith klammerte. Ihr Blick wechselte zu dem Sith Lord, dann legte sie ihre Hand auf Daitharas Stirn. Kampflärm drang von außen ein, noch nicht alle Kreaturen waren vernichtet. Sie winkte mit ihrer anderen Hand den Medidroiden zu sich. Die Maschine war technisch in der Lage ein Kind zu versorgen, aber er hatte keine Chance das schreiende kleine Wesen zu beruhigen. Ihre andere Hand legt sich auf die Stirn des Babys, es verstummte, wurde ruhig und fing dann an zu strampeln, doch Tynith ließ es nicht los. Darth Daitharas Körper bildete einen blauen Nebel auf ihrer Haut, der Dunst legte sich über sie. Die Sith fing an zu zittern, ihr Kopf schüttelte sich von rechts nach links, das Kind hörte auf zu zappeln, Daithara schrie auf.
Die Seitenwand des Gebäudes explodierte. Ein gestohlenes Shuttle brach durch die Seitenwand. Oricons Bewohner hatten den Kampf noch nicht aufgegeben. Die Wand platzte auf und die Steine schossen in den Raum. Schutt vernebelte die Sicht, Teile der Decke stürzten ein. Darth Krayne erzeugte ein Machtschild um sich und Daithara. Xarx sprang instinktiv zur Seite. Die Medidroiden und einige der Soldaten wurden unter den Trümmern begraben.
Der Nebel lichtete sich langsam, der Sith Lord trug die blonde Frau auf seinen Armen nach draußen. “Was ist mit dem Kind und der Hexe mein Lord?” Xarx konnte sie nicht sehen und vermutete sie unter den Trümmern.
“Sie haben keinen Wert mehr für mich.” Krayne stockte, er spürte den schwarzen Schatten. Diese Präsenz, es konnte nicht sein! Und wenn doch? Sein alter Meister, er war hier. War dies die Erklärung für den massiven Angriff? Hatte Arakis das Geheimnis entschlüsselt? Galt dieser Angriff nicht Daithara sondern nur ihm? Der Schatten hat sich aus seinem Versteck gewagt und seine Botschaft hatte Krayne erreicht. Er würde sich ihm stellen, doch dieser Tag war nicht heute.

Von seinen Sith empfangen, wurde er zu seinem Shuttle eskortiert. Xarx folgte seinem Lord und warf keinen weiteren Blick zurück. Seine Meisterin war am Leben, er würde nicht umkehren und nach einem toten Kind suchen.

5

Tynith saß auf den Treppen in Mos Isla. Das Kind unter ihrer Kutte saugte ruhig an ihrer Brust, während die ersten Sonnenstrahlen die Nacht vertrieben. Sie spürte die Nähe des Mädchens, seinen Lebenswillen, die Macht die es durchströmte. Schon jetzt hatte es schulterlange Haare und sie spielte mit einer ihrer blonden Locken.

Medizindroiden hatten kein Gespür, sie reagierten nur auf messbare Werte - wie die Sith. Sie waren stumpf und man konnte sie so leicht blenden. Das Shuttle war nicht mehr flugfähig gewesen, aber eine Ablenkung um mit dem Säugling aus den Ruinen zu entkommen. Nicht nur Sith konnten Machtschilder erzeugen und Tynith gelang es unbemerkt an Bord eines ihrer Shuttles zu gelangen. Nachdem sie den Piloten suggeriert hatte, dass sich ihre Arme und Beine in lebende Schlangen verwandelt hatten und das Bordpersonal schreiend das Schiff verließ, war es ein leichtes es zu starten und den Mond zu verlassen. Die Gravesinger ignorierte den Start des Schiffes, wahrscheinlich ging man davon aus, dass die Piloten dem Wahnsinn verfallen waren. Darth Daitharas Rettung hatte die höchste Priorität und man ließ das Schiff unbehelligt passieren.

“Sie werden dich jagen Tynith, wenn sie herausbekommen, dass das Kind noch lebt.” Jen-Zar Rey, Jedi Ritter und ihr Freund. Sein freundliches Lächeln drückte nicht annähernd seine Freude aus, die er empfand, als sie sich bei ihm wieder gemeldet hatte. Doch er hatte Bedenken, “Darth Daithara wird dich niemals so ziehen lassen.”
“Jedi.” Die Worte die sie sprach enthielten keine Spur von Angst oder Zweifel. “Darth Daithara hat die letzte Stufe zur Erkenntnis vollendet. Jedenfalls von dem, was für sie Erkenntnis ist. Sie gebar Leben und man entriss es ihr. Die Wut und Hass über den Verlust werden ihre Kräfte vervielfachen. Sie wird sie zu einer mächtigen Quelle der dunklen Seite formen.” Sie sah Jen-Zar in die Augen. “Aber diese Wut und dieser Hass wird sie auch blenden. Das wird der Schutzmantel sein, unter dem wir uns verbergen werden. Keinen Gedanken wird sie daran verschwenden, dass das Kind noch lebt. Diese Erkenntnis würde die Quelle schwächen und Schwäche fürchtet sie mehr als den Tod. Die dunkle Seite bringt Leid und Verlust und der Preis für ihre neue Macht, ist das Leben ihrer Tochter.”
“Ich hoffe ihr behaltet Recht Tynith.” Die Finger des Jedi strichen behutsam über den Kopf des kleinen Mädchens. “Wie ist eigentlich ihr Name?”

“Ich habe sie Nuyhra genannt.”

Epilog

“Sind das die Aufzeichnungen von dem Shuttle?” Sainthara spielte mit den Fingern auf dem Monitor.
“Ja, mein Lord.”
Sie initiierte die Löschsequenz. “Existieren noch weitere Aufzeichnungen oder Kopien?”
“Nein, mein Lord.”
Sainthara ließ den Offizier in ihrem Bann und küsste ihn zärtlich auf die Lippen. “Dann solltest Du jetzt die nächste Luftschleuse aufsuchen und etwas spazieren gehen Geliebter.” hauchte sie ihm zu.
“Ich werde spazieren gehen, mein Lord.”
Freudestrahlend, in einer Pirouette, drehte sich die Sith um sich selbst: “So!” stieß sie hervor: ”Jetzt habe ich auch mein kleines Geheimnis.”
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Dienstag, 28. März 2017, 10:23

DIE HÖHLE DER GEISTER

Für Jarod-Raiman Parker.
Egal wann, es ist immer die richtige Zeit.

1

Sein Kopf brummt wie ein wildgewordener Bienenschwarm. Die Innenseite seiner Handfläche massierte die Stelle am Hinterkopf wo ihn der Schlag erwischt hatte. Jen-Zar richtete sich auf, seine Beine fühlten sich taub an, ihm war schwindelig. Der Entschluss sich wieder zu setzen endete in einem kontrollierten Fall auf den Höhlenboden. Um ihn herum saßen Sandleute auf dem steinigen Boden oder kleinen Felsvorsprünge, ihre Schatten tanzten im Flackern der Fackeln. Er empfand ihnen gegenüber kein Misstrauen. Tief in seinem Inneren spürte er, dass es für sie keinen anderen Weg gegeben hatte ihn an diesen Ort zu bringen. Je mehr Zeit verging, umso besser konnte er auch die Gestalt vor ihm erkennen. Sie saß im Schneidersitz neben einem Lagerfeuer, ein verzierter Stab ruhte auf den Beinen. Den Jedi bewunderte die Maske des Schamanen, ein beeindruckendes Kunstwerk dieser, sonst als so primitiv bezeichneter Kultur.

“Was… was soll ich hier?” Es musste einen Grund geben, dass sie ihn am Leben gelassen hatten.

Der Schamane griff auf den Boden und warf eine Handvoll Sand in die Flammen, ein blauer Funke schoss bis an die Decke. “Wir grüßen Dich.” Die Stimme eines jungen Mädchens hatte er jetzt nicht erwartet.
“Wo bist Du oder besser, wer bist Du?” Er entdeckte sie nicht. Die Sandleute gaben kurze Laute von sich, einige hielten ihre Gaderffii-Lanzen hoch. Ein besseres Zeichen sitzen zu bleiben benötigte der Jedi nicht.

“Mein Name ist nicht von Belang, ich bin der Belang. Doch ich will Dir ein Gesicht geben Jedi, sieh mich an.” Aus einer dunklen Ecke trat sie ins Licht, ein Lächeln umspielte den Mund. Sie trug eine Kutte, ähnlich denen der Sandleute und dennoch wusste er, dass sie nicht zu ihnen gehören konnte. Wer war das blondgelockte Mädchen? Seine Gedanken überschlugen sich. Sie konnte nicht die Tochter von Daithara sein? Nein, das war unmöglich. Auch wenn er sich vorstellen konnte, dass eines Tages das kleine Kind zu diesem Mädchen heranwachsen würde.

Die Zuhörerin seiner Gedankengänge schmunzelte. “Lass Dich nicht von Deinen Wünschen leiten Jedi. Gib Dich der Macht hin, dann wirst Du sie sehen können.”

“Sie sehen? Wen soll ich sehen?”

“Dies ist der Saal der Geister Jen-Zar Rey. Frag nicht wen Du sehen sollst, sondern sieh hin!”

2

Die Sandleute verschwanden von einer Sekunde zur nächsten, die Höhle war leer. Nur das kleine Mädchen war geblieben. Ihre Augen fokussierten den Jedi, seine Verwunderung schien sie zu amüsieren, kichernd hielt sich die Hand vor dem Mund.

“Hallo Jen-Zar.” Diese Stimme! Er wirbelte herum, sprang auf die Beine, ignorierte das schmerzende Kribbeln.

“Das...das kann nicht sein. Meisterin Hok ihr….”

Die transparent bläuliche Gestalt ergänzte seinen Satz. “Wurdet von Darth Krayne getötet.” Ihre freundliche Art und die doch bestimmende Stimme, genau so hatte er sie in Erinnerung. “Es stimmt mein Schüler, aber ich sollte dich wohl eher Jedi-Ritter Jen-Zar Rey nennen. Auch wenn Du vergessen hast, dass es den Tod nicht gibt.”

“Es gibt nur die Macht.” raunte er. In seinem Kopf liefen Bilder ab. Bilder seines Trainings, Bilder seiner Ausbildung, aber auch den Tag der sein Leben veränderte. Der Verlust seiner Meisterin. Er konnte es nicht verdrängen, doch dank eines neuen Lehrers hatte er es akzeptiert. Und jetzt stand sie vor ihm?

“Er war noch nie der schnellste im Begreifen meine Teure, aber das wisst ihr ja selbst.”

Eine weitere Stimme? Auch er war hier?

“Ihr solltet nicht so streng mit unserem ehemaligen Schüler sein Meister Truroll.” Neben der Jedi gesellte sich eine weitere Gestalt aus Jen-Zars Leben. Der Mann der ihn gelehrt hatte den Fluss der Macht nicht durch Verdrängung zu blockieren. Er hatte seine Fehler akzeptiert, sie waren kein Scheitern, sie waren Teil seines Weges. Der Weg eines Jedi oder wie es Meister Truroll nannte: “Wir können nicht immer dein Händchen halten junger Padawan, aber Du darfst jederzeit meine Koffer tragen.”

“Wo ist Euer Gepäck Meister?”

Sein Gegenüber lachte. “Wie ich sehe, hast Du nicht alles verlernt mein Junge.”

3

“Ihr seid nur wegen mir hier?” Jen-Zar hatte noch ein paar Minuten gebraucht, um die Situation zu verarbeiten. Er ließ sein Misstrauen fallen, ohne seine Zweifel konnte er sich ungezwungen mit den Machtgeistern unterhalten, als wären sie nie weg gewesen.

“Oh nein, die Macht selbst hat uns gerufen.”

Jen-Zar setzte sich auf einen Fels.

“Es gab eine Bewegung in der Macht. Die Macht selbst hat sich geöffnet, einen Teil von ihr wurde versetzt.”

Jen-Zar runzelte die Stirn. “Versetzt? Wie soll das gehen?”

“Das mein Junge können wir Dir auch nicht erklären, wir sind nur ausgewählt die Botschaft zu überbringen. Die Antworten zu finden… Das ist Deine Aufgabe.” Das Schulterzucken von Truroll hatte etwas Endgültiges.

“Wie lautet die Botschaft?”

“Der Reisende hat seine Wanderschaft begonnen.”

“Das ist alles?” All diese Ereignisse, nur für diesen kryptischen Satz?

Die Macht arbeitet in den seltensten Fällen so, dass ihre Wege klar und eindeutig sind. Ihre Pfade sind oft verschlungen und undurchsichtig. Sie dennoch zu bestreiten und nicht vom Weg abzukommen sind die Herausforderungen der Jedi. Sie wachsen an ihren Aufgaben, selbst ihre Meister lernen weiterhin dazu. Jen-Zar würde diese Prüfung bestehen, er würde sie meistern. Dieses Vertrauen hatten beide Jedi Meister und die Macht gewährte ihnen für den Moment, als Individuen zu erscheinen und ihren ehemaligen Schützling auf seine Aufgabe vorzubereiten.

4

Da stand er nun, die Sonnen von Tatooine versanken am Horizont. Die Sandleute und das kleine Mädchen waren nicht mehr aufgetaucht. Jen-Zar hatte Stunden, vielleicht sogar Tage in der Höhle mit seinen alten Meistern gesprochen. Einige Fragen konnten sie beantworten, andere nicht. Er war noch lange nicht bereit alles zu erfahren. Ein Teil dessen, würde die Suche nach dem Reisenden sein. Die Höhle der Geister würde für ihn immer eine Zuflucht sein, dieses Geschenk wurde ihm heute zuteil.
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