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Sonntag, 20. November 2011, 11:22

Blaster, Rifels und eine Menge Rauch

Erst jetzt, nach der Übergabe der beiden Zielpersonen, hatte Krayton die Zeit gefunden darüber richtig Nachzudenken was vor nicht ganz einer halben Stunde passiert war. Er saß auf zwei übereinander gestapelten Metallkisten. Zwei Zigarettenstummel hatte er vor wenigen Minuten schon weggeschnippt und nun zündete er sich die dritte Kippe in Folge an.„Verdammt“, war das einzige Wort das man mehr oder minder verstehen konnte, der Rest war eine aneinander Reihung von unverständlichen Worten, die er mit der Kippe im Mund zum Besten gab. Er fluchte, das war klar, dennoch lachte er, ab und an beim ausatmen des Rauches und schüttelte ungläubig den Kopf dabei.


- Was davor geschah-


Einige wenige Monate waren nun vergangen seit Lailany, von Nick gefragt wurde, ob sie eine von ihnen werden wollte, eine SPHINX.Sie hatte bisher noch nicht alle Kopfgeldjäger kennen gelernt, die Nick um sich gescharrt hatte.

Doch die paar die sie bisher traf waren gut zu ihr gewesen. Selbst Ies schätzte sie obwohl die beiden nicht gerade den besten Start gehabt hatten.

In dieser Zeit hatte sie auch Veo, Nicks Schwester kennen gelernt. Veo war eine bildhübsche Frau. Und als ob das allein nicht schon Grund genug gewesen wäre, ihr Gegenüber zu verunsichern, war sie wenn sie etwas wollte, sehr hart und fordernd. Sie war es gewohnt zu bekommen was sie wollte. Sie wusste sehr wohl wie sie auf Andere wirkte und wusste es gezielt und zu ihrem Vorteil einzusetzen.

Veo hatte Nick versprochen Lailany unter ihre Fittiche zu nehmen und sich um deren Ausbildung zu kümmern, sie würde sie trainieren und ihr helfen, ein vollwertiges und vor allem nützliches, Mitglied der SPHINX zu werden.

Lailany konnte Veo gut leiden, auch wenn sie sehr streng mit ihr war. Anfangs war Lailany sich nicht so sicher ob Veo sie auch mochte, doch es waren die Kleinigkeiten die letztendlich den Unterschied machten. Sie wusste das Veo Nick zwar einen Gefallen tat, als sie ihm zusicherte Lailany auszubilden dennoch nahm sie sich Zeit Lailany etwas näher kennen zulernen und mit ein paar kleinen Gesten zeigte sich das auch Veo Lailany mochte, was sie so aber nie deutlich aussprechen würde.

Veo nahm kein Blatt vor den Mund und sie wusste wie man Lailany anpacken musste. Sie erinnerte sie oft an sie selber als sie noch etwas jünger war. Obwohl Veo selber erst 25 Jahre alt war wirkte sie erfahren und souverän, Lailany fehlte es an beidem aber sie war gewillt zu lernen. Ab und an musste Veo sich ins Gedächtnis rufen das zwischen ihnen etwas mehr als 7 Jahre lagen, dennoch für Welpenschutz war hier kein Platz und sie nahm Lailanys Ausbildung sehr ernst.

Das Lailany potenzial hatte wusste Veo ganz genau, sogar mehr als Lailany selber glaubte. Es war nicht so das sie sich nichts zumutete, im Gegenteil, sie stand sich nur selber oft mit ihrer Ungeduld, Übermut und ihrem Mundwerk im Weg. Letzteres versuchte sie zu zügeln, sie wusste dass es nicht klug war Veo oder gar Nick zu widersprechen. Außerdem hatte sie vor beiden Respekt, sie hatten sie nicht nur aufgenommen sondern gaben ihr auch Schutz.

Lailanys Aufgabe war es seit Wochen, Waffen zu reinigen. Veo war überzeugt davon das Lailany erst lernen sollte wie man sie reinigt um dann den richtigen Gebrauch zu erlernen. Womit sie auch Recht hatte.Anfangs, hatte Veo noch viel aussetzen gehabt und immer wieder musste Lailany die Waffen auseinander nehmen, reinigen und erneut zusammen bauen. Veo fand jeden kleinsten Schmutz an den Waffen. Lailany zweifelte manchmal an sich selber, sie war sich oft sicher, dass die Waffe lupenrein geputzt gewesen war, doch Veo fand immer irgendetwas. Manchmal tippte sie nur wortlos auf die Stelle, andere male war sie schon etwas genervt oder zumindest kam es Lailany so vor und sie schimpfte im strengen Ton mit ihr.

Lailany hasste es wenn Veo zu schimpfen anfing, oft musste sie sich zurückhalten und ihr Temperament zügeln. Nach solchen Situationen war sie meist sauer auf sich selber.

Lailany war ein Wirbelwind, der sich schnell zum Tornado entfalten konnte, das wusste sie selber nur zu gut.Sie versuchte den Frust positiv zu lenken. Doch nicht all zu selten kam es vor das sie gelenkt von einem Gefühl, einer Mischung aus Wut und Angst zu versagen, gegen irgendwelche Dinge trat oder das sie Steine im hohem Bogen auf ein von ihr ausgesuchtes Ziele warf. Auch wenn es ihrer Kondition und ihrer Ausdauer diente, in erster Linie wollte sie sich dadurch nur Luft verschaffen. Dennoch wusste sie dass sie sich mehr in Griff bekommen musste.

Um Dampf abzulassen, ging sie oft nach draußen und lief dann. Sie lief Kilometer um Kilometer und hoffte wieder einen klaren Kopf zubekommen. Je nachdem wie sehr sie gefrustet war, lief sie nur ein paar Minuten nicht selten aber lief sie über eine Stunde. Sie setzte Fuß um Fuß vor sich, keine regelmäßiges Lauftempo einhaltend, bis sie völlig erschöpft war und irgendwo auf einem Stein oder ähnlichen zusammen sank. Krayton hatte sie oft nach einem ihrer Läufe atemlos vorgefunden und konnte es sich nicht nehmen lassen, einen Satz wie „Na wie heißt der Glückliche?“, mit einem breitem Grinsen loszuwerden. Lailany verdrehte dann meist nur die Augen da sie zu erschöpft war um Widerworte zu geben.

Was das Putzen der Waffen anging, so gingen des Öfteren Hasstiraden mit dem Reinigen überein und sie Beschimpfte den Staub, den verbrannten Schmutz, die Blaster, die Putzlumpen und was nicht noch alles.„Verdammter Ruß geh endlich ab du verdammter Dewbackbockmist.“ Waren noch einer der harmloseren Beschimpfungen, die während dem Putzen über ihre Lippen kamen. Am liebsten würde sie die Waffen in solchen Momenten gegen die Wand werfen und sich angenehmeren Dingen widmen. Oft ging sie im Gedanken dann den Markt ab, sie konnte förmlich die verschiedenen Düfte, der Handelswaren riechen. Frisches Obst und Gemüse, die Kräuter und das Fleisch all diese Düfte vereinigten sich in ihren Gedanken zu köstlichen Gerichten. Doch waren dies Tagträume von denen sie sich losreisen musste um sich wieder voll und ganz ihrer Aufgabe zu widmen, dem putzen der Waffen. Und so kamen ihr bald wieder sinnlose Sätze wie: „Alter stinkender Banthaschweiss der noch zu blöd ist gewaltig zu stinken….“ Über die Lippen.

Veo, die wusste das Lailany das nur tat wenn sie sich unbeobachtet fühlte, musste sich oft zurückhalten um nicht laut los zulachen.Es gab Zeiten da war Lailany der Verzweiflung nahe, sie träumte einige Nächte von Lederlappen, Öl und Bürsten. Sie setzte sogar im Gedanken immer wieder Abzug, Lauf, Gasumwandler, Blastergaspatronen, Bolzen, Energieregler und all die anderen Teile zusammen. Und sie wurde immer besser was das Alles anging. Veo schien immer weniger auszusetzen zu haben.

Sie lernte die Unterschiede und die Vorzüge von Blastern, Carabine Rifels, Flammenwerfern und sämtlichen anderen Waffen kennen die Veo in ihrem Besitz hatte.

Lailany fragte sich oft, was eine einzelne Frau nur mit so vielen Waffen machte. Sie vermutete dass diese Waffen einen Teil von Veos Beute, aus verschiedenen Einsätzen und Aufträgen, waren.

Und als Veo eines Tages von ihr forderte, drei Waffen in kürzester Zeit zu putzen und sie danach lobte, umspielte ein zufriedenes Lächeln Lailanys Gesicht. Selbst in den darauf folgenden Tagen, kam dieses Lächeln zurück, nur bei dem Gedanken daran.

Kurz darauf lies Veo sie einen KYD-21-Blaster, auseinander nehmen, reinigen, wieder zusammen bauen um ihr dann nur mit knappen Worten zu sagen: „Das ist jetzt deine.“Lailany hätte in dem Moment nicht stolzer seinen können. Sicher, Waffen konnte man auf dem Schwarzmarkt überall kaufen. Aber Lailany sah es als Anerkennung an, das Veo ihr eine ihrer Waffen schenkte.

Nun war er also da, ihr erster Einsatz. Nachdem Veo, Tags zuvor zu einer Mission aufgebrochen war, hatte sie Krayton gebeten Lany, wie sie mittlerweile gerufen wurde, etwas auf die Finger zu schauen.

Krayton sollte zwei Personen auf Tatooine aufspüren und Nick überbringen. Da Krayton die beiden Männer schon etwas länger beschattet hatte wusste er genau bescheid über ihre Gewohnheiten. Krayton hatte Lailany erzählt dass die beiden gesucht wurden da sie Geld, von einem wohlhabenden Geschäftsmann, erpresst hatten und dieser sich nun rächen wollte. Mit Kraytons D5-Mantis landeten die Beiden außerhalb Anchorhead. Sie würden sie auf dem Schwarzmarkt aufspüren. Hier würden sie die beiden Ganoven festnehmen und anschließend würden sie die beiden Nick übergeben.

Krayton gab Lany Anweisungen wie sie sich verhalten sollte und was sie zu tun hatte. Sie sollte nicht mit den beiden sprechen, das würde er übernehmen. Sie war sein Backup bei der Festnahme und diese war nachdem die Männer in Kraytons Schiff waren, einfacher verlaufen als Lany es sich gedacht hatte.Die Erpresser hatte Krayton im hinterem Teil des Schiffes untergebracht, er hatte sie aneinander gefesselt und sie waren beide K.O. Krayton hatte sie mit seiner Waffe außer Gefecht gesetzt. Nun flogen sie zum vereinbarten Treffpunkt an dem Nick schon auf sie wartete. Im Landeanflug, hörten Krayton und Lany Lärm aus dem hinteren Teil der Mantis. Die Verbrecher waren früher wach geworden als gedacht und schrieen lauthals.

Sie machten einen riesigen Radau. Krayton schrie mehrfach „Haltet eure Schnauze“ aber sie waren wenig beeindruckt und machten nur noch mehr Lärm und stießen mit ihren Stiefeln gegen das Metall des Schiffes.

„Bist du schon mal geflogen?“, wandte sich Krayton knapp an Lany.

„Ja, aber….“ er lies sie den Satz nicht zu ende führen und tippte auf den Bildschirm und war schon im begriff nach hinten zu gehen als er sie unterbrach.

„Da Landest du!“

„Aber…Krayton ich hab noch nie…..“ war das Einzige was sie ihm noch hinterher schreien konnte, bevor sie handeln musste.

Sie setzte sich auf seinen Platz. Sie konnte Krayton hören, es schien als würde es im hinteren Teil zu einer größeren Auseinandersetzung kommen. Sie nahm das Steuer in die Hand. Drückte ein paar Knöpfe. Blickte auf den Bildschirm, sah durch das Fenster und landete.

Sie landete alles andere als sicher und punktgenau. Die Mantis wurde mehrfach durchgeschüttelt. Ein Baum der sich ihnen in den Weg gestellt hatte musste daran glauben. Funken sprühten und mit einem lautem Ächzen kam die Mantis schließlich zum stillstand.

Lailany atmete tief und erleichtert auf, sie hatte die ganze Zeit über die Luft angehalten gehabt.

Sie sprang auf und beeilte sich zu Krayton zu kommen. Krayton hatte die Situation glücklicher weise unter Kontrolle. Er stand schon wieder vor den beiden Männern und hatte seine Waffe auf sie gerichtet. Bei der Landung waren alle drei Männer zu Boden gegangen, einer der Gefangenen würde eine Beule an seinem Kopf bekommen, die er sich beim Sturz zugezogen hatte. Da die beiden aneinander gefesselt waren wurde auch der Andere mitgerissen, doch er hatte mehr Glück und fiel weich auf seinen Gefährten. Krayton hatte sich glücklicher weise nicht verletzt und sprang blitzschnell auf, als das Schiff zum still stand kam, und konnte so wieder Herr der Lage werden.

Er öffnete die Luke und Nick kam her rein. Krayton und Nick führten die beiden ab und übergaben sie dem Auftragsgeber.

Lany blieb beim Schiff, sie war blass und ging nachdem sie sich etwas gefasst hatte einmal um das Schiff und sah sich den Schaden an. Als sie ihre Runde vollendet hatte, saß Krayton schon auf ein paar Kisten außerhalb des Schiffes.

Er zündete sich eine Zigarette an.„Verdammt noch mal, was war das den eben?“, sprudelte es aus Krayton hervor als Lany wieder vor ihm stand.

„Ich wollte es dir doch sagen,…“, sie war verlegen. „Ich bin schon geflogen aber ich durfte noch nie selber landen.“

„Das war die schlechteste Landung die ich je mitbekommen habe und gleichzeitig war das die ungewöhnlichste Art, drei Männer gleichzeitig auf die Knie zu zwingen.“ Er schnippte die Kippe weg.

„Du hättest uns alle umbringen können!“ und zündete sich seine zweite Kippe an.

Lanys Knie waren noch weich aber sie wagte es nicht sich von der stelle zu bewegen. „Ich wollte es dir doch sagen aber du warst so schnell weg!“

Sie kickte einen kleinen Stein mit der Stiefelspitze zur Seite. Sie machte eine Kopfbewegung über ihre Schulter in die Richtung des Schiffes, „ Ich mach das wieder gut.“.

Krayton fluchte vor sich hin und schnippte die zweite Kippe weg. Dann grinste er Lany an, was sie nur verwirrte.

„Nein, du wirst richtig fliegen lernen und vor allem das Landen wirst du mir bis zur Vergasung üben und jetzt setz dich.“

Sie nahm wortlos neben ihm platz.

Er fluchte weiter als er zum Schiff hinüber blickte und zündete sich die dritte Kippe an.

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