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"T"

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Freitag, 16. März 2012, 10:45

"T"

-Teil 1-


Eigentlich war heute ein guter Tag, nüchtern betrachtet.

Ich hatte meinen Auftrag erledigt, es war chaotischer abgelaufen als gedacht aber das Ergebnis zählt ja.


Meine neue Rüstung hatte zumindest ihren Dienst getan, auch wenn ich einen Streifschuss abbekommen hatte und das blanke Metall mir nun durch den Lack entgegenschimmerte. Einerseits ärgerte es mich ungemein, schließlich war sie ganz neu aber auf der anderen Seite war es eben nur eine Rüstung. Ich striff mit dem Finger über den Kratzer, der auf der Seite meines rechten Oberschenkels war.


Ich sollte schleunigst die Rüstung waschen. Blut klebte an ihr. Was meinen Auftrag anging, so wünschte ich mir das „wichtige Persönlichkeiten“ (ja in dem Moment dachte ich selber „wie ironisch“) mit weniger Schutz herum laufen würden. Ohne ihre lächerlichen Bodyguards… aber genau diese waren da um Leute wie mich davon abzuhalten ihnen etwas anzutun oder zumindest mir den Job etwas schwerer zu machen. Aber ganz ehrlich, wen würden die Bodyguards wirklich abhalten? Mich? Nein! Sie machten es interessanter, ich liebe Herausforderungen. Ob ich Skrupel habe? Natürlich nicht, das ist mein Job. Skrupel sollten eher die „wichtigen Personen“ haben, die auf so mancher Liste stehen und anderen „wichtigen Leuten“ im Weg stehen. Sie sind es die sich Bodyguards holen und somit die Personen die mit ihnen sterben um ein vielfaches in die Höhe treiben.

Ich war in meiner kleinen Wohnung in Nar Shadaar. Hier in der Großstadt war ich eine unter vielen. Es war ideal zum untertauchen. Ich fiel nicht weiter auf, hier wo das Leben pulsierte und Millionen von Leuten lebten. Wenn ich einen Auftrag habe, gehe ich mit einer großen Tasche in ganz gewöhnlichen Klamotten aus meiner Wohnung, meine Rüstung habe ich entweder in einer Tasche dabei aber meist wartete sie schon auf meinem Schiff.

Ja mein Schiff,… vor kurzem war es noch UNSER Schiff, das von meinem Vater und mir. Alles was ich Besitze habe ich meinem Vater zu verdanken. Damit meine ich nicht nur das Schiff, die Waffen, die kleine Wohnung hier und sonstige Ausrüstung sondern viel mehr das Wissen, Wissen das mir keiner nehmen kann.

Dennoch würde ich all das gegen das Leben meines Vaters tauschen. Aber das würde nicht passieren, er war tot. Bei dem Gedanken daran konnte ich die Worte von „T“, wie er von allen genannt wurde in meinen Ohren hören. „Gefühle können wir uns nicht leisten und wenn ich mal gehe dann mach das Beste daraus. Außerdem gehe ich nicht wirklich, ich werde erkunden und du hältst hier die Stellung.“


Er war mein Lehrer als ich lesen lernte, er war mein Ausbilder als ich in seine Fußstapfen trat und er war mein Mentor als ich älter wurde.

Ich überlegte ob ich meine geputzte Rüstung gleich wieder auf mein Schiff bringen sollte oder ob ich mir irgendwo etwas zu essen besorgen sollte. Ich hatte schon ewig keine anständige Mahlzeit mehr gegessen. Kochen war weder meine Stärke noch die Stärke meines Vaters gewesen, meist gab es irgendwo eine Cantina in der es ganz passables Essen gab auch die Märkte boten einiges an Kulinarischen, oder wir aßen etwas aus den Rationen auf unserem Schiff.


Mein Magen knurrte. Ich schaute auf meine Uhr, ich hatte noch gute zwei Stunden zeit bis ich Busha treffen würde. Busha war ein Hutte, ich konnte ihn nicht sonderlich leiden aber mein Vater hatte oft Aufträge von ihm bekommen. Aufträge die ich nun alleine erledigte würde, sofern ich weiter Aufträge von Busha annehmen sollte. Busha war ein kleiner Wurm, dennoch zahlte er immer gut für seine Aufträge. Ich glaube er hatte manchmal Angst vor meinem Vater und vor allem hatte er eine Menge Respekt die er, fälschlicher weise, als Freundschaft interpretierte.

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