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Dawnwulf

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Beiträge: 3 768

Charname: DARTH KRAYNE

Beruf: SITH LORD

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Samstag, 2. Februar 2013, 17:29

Stykmar

STYKMAR
Die Geister in den Wäldern


Kapitel 1 - Roter Sand


Korriban, Eine Schlucht abseits der Sith Akademie

Die Sith Akademie auf Korriban! Ein Ort, wo der Geist der alten Sith mit dem Willen und der Kraft des neuen Sith Imperiums zusammen treffen. Ein Ort, wo nur die besten Akolythen des Imperiums bestehen können und das Wort Ausbildung, der tägliche Kampf ums eigene Überleben bedeutet. Schwäche hat hier keinen Platz, Zweifel hat hier keinen Platz, Reue hat hier keinen Platz; ein Leben zählt nur soviel, so lange es einen Wert für des Imperium und die Sith besitzt.

Die Leiche vor den Füssen des Ausbilders Rehiv war grausam zugerichtet und es hatte nicht den Anschein, dass es sich um einen Unfall gehandelt hatte. Rehivs Stimme war gereizt. “Wer von Euch weiß, wer für diese Sauerei verantwortlich ist?” Langsam drehte sich Ausbilder Rehiv herum und sah in die Gesichter seiner Akolythen, von denen einige paraliesert die blutüberströmte Leiche anstarrten.

“Das waren wir nicht?!” Erschrocken stammelte einer der Akolythen und erlangte die Aufmerksamkeit seines Ausbilders.

Der Sand knirschte unter den Stiefeln, als Ausbilder Rehiv sich vor seine Schüler stellte. Mit tiefer knurrender Stimme schnaupte er die Truppe an “Also, ihr wollte mir jetzt nicht sagen, dass ich den Rest des Tages damit verbringen muss herauszufinden, wer von Euch kleinen Scheißern hier, einen nicht authorisierten Mord zu verantworten hat? Und sich auch noch so dumm angestellt hat, es nicht wie einen Unfall aussehen zu lassen! Glaubt mir, ich werde Euch alle den Bestien zum Frass vorwerfen, wenn ich nicht sofort einen Namen bekomme!”

“Doryk war der Beste von uns, ihn zu erledigen hätte sehr viel Ruhm eingebracht, Aufseher Rehiv!” Die Stimme der jungen Frau war ruhig und bestimmend. “Ihn auszuschalten würde jeden von uns hier nutzen und ich würde mit Freuden zu geben, ihn aus dem Weg geräumt zu haben, aber...” Der Satz wurde abrubt beendet, als der Ausbilder mit der flachen Hand zuschlug und der jungen Frau, deren Name Jeria war, mitten im Gesicht traf. Jeria wirbelte herum und landete im Sand, ihr Körper rutschte über den Boden und kleine, spitze Steine zerkratzen ihr Gesicht. “Das klingt doch nach einem Geständniss, würde ich sagen!”. Nach einer Schrecksekunde wollte die junge Frau aufspringen, aber ihr Ausbilder stand schon über ihr und drückte ihr einen Schockstab in den Rücken. Sie konnte noch das Surren der Energie hören, als die Waffe aktiviert wurde und ein lauter Schrei trugen sie in eine tiefe Bewusstlosigkeit.

Aufseher Rehiv befahl seinen Akolythen sich zurück zur Akademie zu begeben und diese kamen dem Wunsch unverzüglich nach. Trotz aller Sith Traditionen, stand es außer Frage, dass sich keine Akolythen auf der Akademie gegenseitig umbringen durften. Alle die dabei erwischt wurden, mussten selber mit dem Tod rechnen. Daher war es nicht verwunderlich, dass jeder Akolyth sich schnellstmöglich von der Leiche entfernen wollte.

Nachdem Rehiv alleine war, aktivierte er sein Com-Gerät auf einer speziellen Frequenz, die normalerweise nicht auf Korriban benutzt wurde. “Ich habe die Sache geklärt! Informiert Sabraz, ich brauche ein Shuttle am Treffpunkt!”. Danach schulterte er den Körper der Frau und trug ihn zu einem, in der Nähe gelegenen Plateau.

Kapitel 2 - Flüstern in den Wänden


Korriban, Sith Akademie, Speisesaal der Akolythen

“Sie ist weg, Jeria ist weg!” flüsterte Ny-Kor, eine junge Akolythin während des gemeinsamen Essens. Die kleine Gruppe von Akolythen, sass verschwörerisch und bewusst abseits, im hinteren Teil des gut gefüllten Speisesaals. Alle Akoltyhen hingen mit ihren Köpfen über ihrem Essen, was in stumpfen, blechernden Schüsseln, lauwarm vor ihnen stand.

“Natürlich ist sie weg, was erwartest Du schliesslich! Sie hat jemanden getötet und wurde erwischt! Wahrscheinlich ist sie schon von irgendwelchen Viechern da draussen gefressen worden!” Zischte ihr Tischnachbar, ein Zabrak mit Namen Trozar. “Pass lieber auf, dass Du ihr nicht folgst!”

“Unsinn!” entfuhr es Ny-Kor “Jeria hat den Kerl garnicht töten können, sie war bei uns zu der Zeit und sie hat das auch garnicht zugegeben! Man hat ihr das angehängt!”

“Die Schwachen werden aussortiert, so einfach ist das! Das ist der Weg der Sith und niemand sollte daran zweifeln!” Jebor, ein stattlich grosser Rattataki sah von seinem Essen hoch und schaute Ny-Kor an.

“Verdammt Jebor, dass weiss ich selber! Aber Jeria war eine der Besten unserer Gruppe, ich denke, sie hätte Doryk bald überholt! Die Sith verlieren zwei der besten Akolythen an einem Tag für nichts! Nein, ich will nicht glauben, dass so der Weg der Sith aussieht!” Ny-Kor sah sich verschwörerisch um und fuhr dann fort “Unsere Gruppe hier, ist in den letzten Wochen durch herausstechende Leistungen aufgefallen und ich möchte wetten, dass sich das sogar herumgesprochen hat. Doch statt, dass mal ein Lord vorbeischaut, der auf der Suche nach einem Schüler ist, verlieren wir die besten unserer Gruppe und keinen scheint das zu interessieren!”

“Halt die Klappe Ny-Kor!” Jebor deutete auf die große Tür, die offenstand und über ihre Schwelle, eine in dunklen Gewändern gehüllte Gestalt getreten war. Zweifelsohne hatte ein Lord der Sith den Saal betreten, den alle Ausbilder hatten sich sprunghaft erhoben und verbeugt.

Ohne große Umschweife trat der Sith vor die Akolythen und seine düstere Stimme erfüllte den Raum. “Morde werden an dieser Akademie nicht geduldet! Die Entscheidung ein Leben zu beenden obliegt den Sith und nicht euch Akolythen! Wer dagegen verstößt, wird bestraft!”

Die Stimme des Sith war kalt und mit einem Unterton, den selbst der grausamste Ausbilder auf der Akademie nicht erzeugen konnte. Nach einer kleinen Pause setzte der Sith seine Rede fort “Da eine unter euch, gegen diese Regel verstoßen hat, ist es nun an uns sie dafür zu bestrafen! Die Strafe wird jedoch nicht hier auf Korriban vollzogen! Die Akolythin Jeria Zey wird nach Dromund Kaas gebracht, um dort von meinem neuen Schüler, Hurak, hingerichtet zu werden! Eine Auszeichnung, die Hurak aufgrund seiner Leistungen an dieser Akademie verdient hat! Niemand verstösst gegen die Gesetze der Sith!” Der Lord wandte sich ab, nickte den Aufsehern knapp zu und verliess den Saal.

“Siehst Du Ny-Kor, Jeria bekommt zum Schluss doch noch eine Sonderbehandlung! Jebor lachte “Und Hurak der Versager, bekommt einen Meister! Die dunkle Seite der Macht geht nunmal ihre eigenen Wege!”

Wütend schob Ny-Kor ihr Essen weg und grummelte “So scheint es wirklich zu sein!”

Kapitel 3 - Bestien vor den Käfigen


Dromund Kaas, Kaas City, Gefängnistrakt AK-42

Jeria´s Blick war auf die wuchtigen Gitterstäbe gerichtet, die einen Teil ihrer Gefängniszelle bildeten. Die Zelle war so ausgerichtet, dass der Wind und vor allen der nicht enden wollende Regen auf Dromund Kaas, durch die vergitterten Fenster peitschte. Durch die starke Feuchtigkeit, wurde bei dieser Art von Zellen auf Energiebarrieren verzichtet.

Die junge Frau sass mit dem Rücken zur Wand und lehnte sich mit der Schulter an die Gitter der Zelle. Sie hielt sich lieber in der Nähe des Gangs auf, um ein wenig Restwärme zu erhalten, die hereindrang, sobald einer der Wächter einen Blick durch die Haupttür warf.

Sie konnte kaum denken. Seit Korriban wurde sie immer wieder geschlagen, etwas zu essen hatte sie nicht erhalten und niemand hatte mit ihr gesprochen. Die einzigen Stimmen, so schien es, waren die Schreie aus den anderen Zellen und die Stimmen in ihrem Kopf. Die Stimmen die sie nicht verstehen konnte, die Stimmen deren Flüstern sie lockte. Doch kaum versuchte sie die Stimmen zu verstehen, wurden sie so laut, dass sie nur noch ihre Hände an die Ohren hielt, unfähig das Schreien zu unterdrücken, unfähig sich zu wehren.

Jeria stütze sich mit der linken Hand am Boden ab, um ihre Sitzposition etwas zu verändern. Sie spürte dass sie in einer Pfütze aus eiskalten Wasser saß, aber von hier aus hatte sie den besten Blick auf den Korridor. Der Regen schien für eine kurze Zeit aufgehört zu haben, doch der Wind brachte weiterhin Kälte in die Zelle. Ihre roten Haare klebten ihr im Gesicht und sie hatte das Gefühl, dass bald wieder eine Ohnmacht auf sie zukommen würde. Sie wischte sich durch das Gesicht, als sie aus der Nebenzelle Geräusche hörte.

Sie wusste nicht, wer dort neben ihr in der Zelle war, es interessierte sie auch nicht und dennoch war gerade jetzt, ihre Aufmerksamkeit auf das unbekannte Wesen gerichtet, was neben ihrer Zelle über den Boden kroch. Jeria hörte wie sich ein Körper über den nassen, kalten Fels zog und es kam ihr so vor, als würde diese Person sich gerade nun auf die Füsse ziehen und dann hörte sie eine Stimme!

Diesmal war es keine Stimme in ihrem Kopf, auch wenn sie sich nicht ganz sicher war. Diese Stimme stammte von einem Wesen, dass Jeria nicht einordnen konnte und es flüsterte zu ihr. "Du...", die Stimme zögerte kurz ehe sie fortfuhr, "Du bist die, die zum Tode verteilt wurde."

Jeria schüttelte den Kopf “Nein oder vielleicht doch, ich weiß es nicht! Man redet nicht mit mir!”

“Wertloses Stück Fleisch, voll Angst und Trauer!” Die Stimme gluckste beim Reden, bemühte sich aber dennoch leise zu sprechen.

“Ich habe weder Angst noch Trauer, Du Wurm! Ich kenne nur Wut und Hass!” fauchte Jeria zurück und ihr Gesprächspartner fing an zu lachen. Ein glucksendes Lachen. “Wenn dem so ist, warum nutzt Du Deine Gefühle nicht? Oder weißt Du bereits, dass Du betrogen worden bist?!”

Jeria schnaupte “Woher willst Du etwas über mich wissen!”

“Ich weiß einiges über Dich!” antwortete die Stimme “Ich weiß, dass deine Leistungen auf der Akademie, die Leistungen in Deiner Gruppe herausragend waren! Und genau dass, war Dein Problem!”

“Was für ein Unsinn!” Jeria schüttelte den Kopf.

“Oh doch mein Kind. Du und dieser andere Schüler wart auf einen guten Weg, vielleicht sogar einen so guten Weg, um das Interesse eines Lords zu erwecken! Aber leider wart ihr jemanden im Weg!”

“Was? Warum sollten wir jemanden im Weg gestanden haben?” Jeria´s flache Hand klatschte in die Pfütze neben ihr.

“Lord Sabraz hatte seinen Sohn auf der Akademie, sein Name ist Hurak!”

“Der! Der soll der Sohn eines Lords der Seith sein? Hurak ist ein Versager, Hurak ist es nicht wert dass man über ihn spricht!” Zischte Jeria heraus und die Stimme aus der Nachbarzelle lachte wieder auf.

“Hurak ist mit Dir nach Dromund Kaas gekommen. Er wird Dein Scharfrichter sein und Dich töten, vor den Augen seines Meisters! Und das Beste ist, dass er damit in seinem Ansehen in den Augen seines Vaters, Lord Sabraz, aufsteigen wird. Hurak wird aber noch viel mehr sein, er wird zeigen, dass die Blutlinie von Lord Sabraz stark ist, indem er die Erfolge die Du und der andere Akoltyh erreicht haben, als seine eigenen ausgibt!”

“Niemals!” Jeria wollte aufspringen, doch ihr geschwächter Körper gab nach und sie fiel seitwärts auf den Boden der Zelle.

“Oh doch, dass wird er und es wird niemand da sein, der dagegen etwas sagen wird!” Die Stimme war ruhig und dennoch fordernd. “Und Lord Sabraz wird einen Grund mehr haben, seinen Anspruch auf einen Darth Titel zu untermauern. Wenn er nicht alleine schon genug Gründe hat, wird er nun die Erfolge seiner Brut noch zusätzlich ins Feld führen!”

“Dieser elendige Bastard! Der Tod eines Akolythen wird wohl kaum eine Entscheidung der Sith beeinflussen?!”

“Das sicher nicht. Aber wie Du gerade angesprochen hast, ist das Leben eines Akolythen nicht viel wert und Du solltest auch nicht Lord Sabraz anklagen!”

“Sondern?”

Die Stimme lachte “Welche Kraft ist ausser der Macht noch mächtig?” Die Stimme wartete kurz und Jeria schwieg. “Mutterliebe! Lord Sabraz Frau will den Jungen beschützen, darum ging es, seitdem sein Vater ihn auf die Akademie geschickt hat. Sie hat dafür gesorgt, dass Hurak in die Gruppe kam und hat wichtige Ausbilder bestochen. Leider hatte sie nicht damit gerechnet, dass zwei Akolythen ihren Sohn derart in den Schatten stellen würden, dass dieser nichteinmal ansatzweise sich einen Namen auf der Akademie machen konnte!”

Jeria schüttelte den Kopf “Woher wollt ihr das alles wissen, wer seit ihr?” Doch ihre Frage wurde ignoriert.

“Morgen früh wird Hurak, unter den Augen seines Meisters, Lord Kosch, Dich foltern und dann töten, um dann mit seiner Ausbildung zu beginnen! Seine Mutter wird ihren Einfluss unter den Sith nutzen, um weiter ihren Sohn zu fördern, bis Sohn ein Lord wird und ihr Mann den Titel Darth bekommt und Du wirst als Fressen für die Bestien in den Wäldern von Dromund Kaas enden!”

Etwas in Jeria sagte ihr, dass das die Wahrheit war und Jeria schrie auf, sie schrie ihren ganzen Zorn heraus, als sie begriff, dass sie nur eine unbedeutende Figur in einem Spielchen der Sith war. Wut und Hass durchdrangen sie und gaben ihr Kraft. Langsam erhob sie sich, ohne dass der Wutschrei aufhören wollte. Erst als ein Wächter an die Tür trat, verebbte der Schrei und sie sackte zusammen.

“Hast Du ihr endlich das Maul gestopft?” Drang die Stimme eines Wachmanns auf den Korridor.

“Nicht notwendig, die pennt jetzt! Ich hoffe die verschläft nicht ihre Hinrichtung morgen!” Antwortete der Wachmann, der vor der Zellentür stand, und lachte auf. Als er zur Seite sah, konnte er eine Hand sehen, die aus den Gitterstäben der anderen Zelle ragte.

“Nimm die Pfoten in die Zelle!” rief er und ging herüber, dann blieb er stehen und rief den Korridor hinauf. “Verdammt, der Kerl hier ist tot! Informiere das Putzkommando, dass sie wieder einen Abholen dürfen!”

“Ok!” War die knappe Antwort, des anderen Wachmanns. “Der ist wohl wegen dem Schreien der Kleinen umgefallen.” Er lachte bei den Worten.

Der Wächter vor der Tür schüttelte jedoch den Kopf, er hatte die Zelle geöffnet und trat mit der Stiefelspitze in den toten Körper. “Nein, nein, der hier scheint schon etwas länger tot zu sein!”

Kapitel 4 - Tod und Geburt


Dromund Kaas, Kaas City, Tief in der Zitadelle des Imperators

Der Raum war finster und abgedunkelt, doch im Vergleich zu Ihrem Gefängnis zog es nicht und es war trocken. Jeria war auf einen Bahre gefesselt, die in einer neunzig Grad Position hingestellt war. Man hatte ihr die nasse Kleidung, bis auf die Unterwäsche, vom Körper gerissen, so dass der, ausgemergelte Körper offen zur Schau gestellt wurde.

Ein für den Betrachter erbärmlicher Zustand, aber die beiden Personen die anwesend waren sahen dass anders. Der Sith, der bereits seine Rede im Speisesaal der Akademie gehalten hat, stand in einigem Abstand und war ein stiller Beobachter, sein neuer Schüler jedoch genoss das Szenario um einiges mehr.

“Ich war für Euch immer ein Versager, teuerste Jeria! Dreck unter den Stiefeln! Aber ich habe gekämpft, ich war stark! Ich wusste dass der Tag kommen würde, wo ich meine Rache bekomme!” Huraks Stimme zitterte leicht. “Wie fühlst Du Dich? Wissend am Ende zu sein, versagt zu haben?” Der Schüler lachte und sein Meister sah schweigend zu.

“Du bist kein Sith Hurak!” Jeria spie die Worte heraus. “Es ist nicht Deine eigene Macht, die dass hier vollbringt! Man lässt einen Bastard...” Den Satz konnte Jeria nicht zuende bringen, Hurak aktivierte einen Schalter, der die Bahre unter Strom setzte. Die Mechanik war so verteilt, dass nur Teilstücke oder auch die ganze Fläche heftige Stromstöße auslösten. Hurak lies das ganze Programm laufen und genoss den Anblick, wie seine ehemalige Konkurrentin leiden musste.

Jeria wusste nicht, wie lange sie die Tortur ertragen konnte. Langsam fing sie sogar an, sich den Tod zu wünschen, da der Schmerz nun unerträglich wurde. Das Programm lies immer wieder genug Pausen, um zu verhindern, dass sie das Bewusstsein verlieren würde.

Irgendwann, nachdem sie in einem Meer von Schmerz gebadet hatte und nur noch Huraks Lachen zu hören war, wurde die Folter plötzlich unterbrochen. Es war, als würde kein Strom mehr durch die Auflage geleitet werden. Sie hörte wie Hurak fluchte und dann sah sie, dass sich die Tür öffnete und eine, in einer schwarzen Kutte gekleidete Person, den Raum betrat.

Huraks Meister, Lord Kosch trat vor. “Darth Daithara, ich...Ich bin erfreut, dass ihr an der Hinrichtung teilnehmen wollte!” Der Sith ging einige Schritte auf Darth Daithara zu, während Hurak sich tief verbeugte.

Daithara nahm ihre Kapuze ab. Jeria sah nicht viel, aber ihr fiel das lange blonde blonde Haar der Sith auf, was zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden war.

“Lord Kosch, wie ich sehe komme ich noch rechtzeitig!” Ihre Stimme klang erfreut.

“In der Tat Mylord, wir haben gerade erst begonnen!” Lord Kosch machte eine einladende Geste und in der selben Sekunde verschwand das Lächeln aus Darth Daitharas Gesicht! Aus ihren Händen schossen Blitze auf den Sith Lord, der durch die Wucht an die Wand geschleudert wurde. Daithara hielt den Blitzstrahl aufrecht und Lord Kosch schrie laut auf.

Die Tür, durch die Daithara hereingekommen war schlug mit Wucht zu. Hurak war erschrocken und für den Moment paralysiert, doch dann riss er sein Lichtschwert vom Gürtel und wollte den Sith angreifen, der im Begriff war, seinen neuen Meister zu töten. Doch Hurak zögerte, er fühlte eine Spannung an seiner Hand, etwas war komisch, er spürte eine....Bewegung!

Als Hurak auf seine Hand sah, sah er unter der Haut eine Bewegung. Deutlich bildete sich auf der gespannten Haut der Rückenpanzer einer Kreatur ab, doch da war nicht eine Kreatur, es waren mehrere. Er spürte es an seinem Bein und auf seiner Brust, am Rücken, im Nacken und am Kopf. Er merkte wie die Tiere unter seiner Stirn sich bewegten. In seinen Gedanken, gab es nur noch ein Mittel, er musste sie loswerden; sie mussten weg und Hurak begann die Eindringlinge zu bekämpfen.

Jeria wurde zur stummen Beobachterin, vor ihr wurde ein Sith von einem anderen Sith förmlich zu Asche verbrannt und neben ihr fing plötzlich der selbsternannter Henker an sich die Haut vom Körper zu reißen.

Darth Daithara´s Stimme drang durch den Raum "Euer Intrigenspiel hätte Euch sicher Ruhm eingebracht, Lord Kosch. Aber ich kann nicht zulassen, dass ihr damit Schwächlinge in den Reihen der Sith befördert! Ich bin hier um die Dinge wieder zur ordnen, den nur die Starken überleben und die Schwachen werden fallen!”

Mit diesen Worten verebbte der Blitzstrahl und die Reste von Lord Kosch landeten dumpf auf den Boden. Hurok sackte blutüberströmt zur Seite. Die Tür öffnete sich und einige Wachen betraten den Raum.

“Schafft den Unrat hier weg!” Sagte Darth Daithara und drehte sich zum gehen um.

“Was ist mit der Akolythin mein Lord?” Fragte eine der Wachen.

“Schafft dieses wertlose Stück Fleisch, voll Angst und Trauer weg! Werft sie über den Dschungel ab! Sollen sich die Bestien in den Wäldern um sie kümmern!” Ohne weitere Worte verliess Daithara den Saal. Jeria jedoch sah ihr hinterher, “Ihr wart das gestern!” stammelte sie, bevor sie von den Wachen fortgeführt wurde.

Kapitel 5 - Bestien in den Wäldern


Dromund Kaas, Luftraum über den Dschungel, ca. 80 km von Kaas City entfernt

Als Jeria erwachte, bekam sie kaum Luft, ihr Körper war im freien Fall, der Wind rauschte über ihren aufgerissenen Mund, doch sie bekam kaum Sauerstoff in ihre Lungen. Ihr Körper wurde hin und hergerissen und unter ihr kam das grüne Blätterdach des Dschungels immer näher. Abrupt wurde sie durch die Luftströmung wieder in eine andere Richtung gerissen und starrte in den wolkenverhangenen Himmel. Das Shuttle, was sie abgeworfen hatte, verschwand gerade in einer dunklen Wolkenschicht.

Diese Sith, ihr Name wollte ihr erst nicht einfallen, Darth Daithara! Ja, diese Sith wollte ihren Tod, sie hatte ihr die Wahrheit erzählt, sie gerettet, um sie dann mit einer läpischen Bemerkung doch zum Tode zu verurteilen. Selbst wenn Jeria den Sturz überleben sollte, den Dschungel von Dromund Kaas würde sie nicht überleben.

Länger konnte Jeria ihren Gedanken nicht folgen. Blätter und Äste peitschten durch ihr Gesicht, als sie in eine Baumkrone stürzte. Das Geäst wurde dichter und fingen ihren Sturz ab, der Preis dafür waren nicht enden wollende Schläge die zu einem ganzen Schmerz vereinten. Ihr Sturz wurde aber letztendlich von einem dicken Stamm abgefangen, an dem sie sich festkrallen konnte. Wenige Meter entfernt, sah Seria den grünen Boden. Doch sie sah auch noch etwas anderes.

Zwei Raubkatzen schlängelten sich aus den Gebüschen. Ob die Jäger aus Hunger oder wegen dem Krach angelockt wurden, konnte sie nicht sagen. Jeria wollte sich innerlich beruhigen, da sie sich in einer Höhe befand, wo die Raubtiere nicht an sie herankommen würden, da hörte sie das Knacken des Stammes. Ihr Aufschlag hatte er zwar abgefangen, aber dabei Schaden genommen. Der Bruch am Stamm des Baumes zeichnete sich deutlich ab und vergrößerte sich rapide, bis er mit einem lauten Knacken ganz durchbrach.

Unfähig es zu verhindern, schlug sie hart auf dem Boden auf. Sie riss ihren Kopf nach oben und bemerkte, dass die beiden Tiere versuchten sie von der Seite in die Zange zu nehmen. Doch noch etwas etwas anderes beobachtete die junge Frau. Eine weitere Gestalt hatte sich aus dem Dickicht des Dschungels gelöst. Es war ein Mann, schlank und groß, er hatte einen selbstsicheren Gang und seine Stimme war kräftig und fordernd.

“Hey!”, rief er laut, es war eine Herausforderung und die Tiere reagierten sofort. Statt sich auf ihr Opfer zu stürzen, wandten die Raubkatzen sich ab und schlichen in lauernder Haltung auf den Mann zu. Langsam nahm er ein Lichtschwert von seinem Gürtel und aktivierte die Klinge, er hielt die Waffe mit gestreckten Arm etwas abseits vom Körper, seinen linken Arm war auf dem Rücken verschränkt. Seine Kampfhaltung war elegant, anders als die Kampfstile, die Jeria von der Akademie kannte. Und auf eine präzise Art und Weise tötete er die Tiere, die ihn versuchten gemeinsam anzuspringen. Kein Schlag war unnötig, es war eine fliessende Bewegung, so als ob der Mann schon vorher gewusste hatte, wie genau der Angriff der Tiere ablaufen würde.

Jeria kam langsam auf die Beine, an Schmerzen hatte sie sich spätestens in den letzten Tagen gewöhnt und die Faszination, die von dem Unbekannten ausging, lies sie für eine kurze Zeit ihr Leiden vergessen.

“Wie ist Dein Name?” fragte er, ruhig und bestimmend.

“Jeria, mein Name ist Jeria.” Sagte sie.

“Dann bist Du die, nach der ich Suche.”

“Ihr sucht nach mir, aber...Aber warum?” Jeria verstand nicht und konnte die Situation nicht einschätzen. Wie konnte es sein, dass hier irgendjemand im diesem Dschungel nach ihr suchen würde und vor allen, sie auch findet.

“Wie bist Du hier her gekommen, Jeria?” Sie bemerkte, dass die Frage mehr retorisch gemeint war, aber da sie eh nichts mehr zu verlieren hatte, erzählte sie ihre Geschichte. Sie sprach von der Akademie, wie sie angeklagt wurde, um dann nach Dromund Kaas geschafft wurde, ihr Erlebnis im Gefängnis und auch ihr Zusammentreffen mit Darth Daithara. Und gerade dieser Name, machte ihr Gegenüber neugierig.

“Erzähl mir von Darth Daithara!” War die knappe Aufforderung.

“Sie, sie....” Seria musste stocken und antwortete erst nach einer Zeit. “Ich hasse sie! Ich hasse auch all die Anderen, aber besonders Darth Daithara. Ich war ihre Marionette in ihrem Spiel und als ich keinen Wert mehr hatte, warf sie mich weg!”

“Gut, sehr gut.” war die Antwort und ihr Retter klang sogar etwas erfreut. “Mein Name lautet Lord Gymarr, und du könntest für mich wohl von Nutzen sein.”

“Lord Gymarr?” Seria sah ihn verwundert an. “Wie kann ich Euch von nutzen sein?”

“Du wirst meine Schülerin.” Die Antwort war kurz und knapp und lies keinen Widerspruch, zu dem Jeria eh nicht fähig gewesen wäre.

Langsam sog sie die Luft des Dschungels ein und sah ihren neuen Meister an “Ja mein Lord! Ich werde Euch dienen!” Endlich, endlich war ein Traum wahr geworden. Nachdem sie in den letzten Tagen immer wieder mit dem Tod konfrontiert wurde. Nachdem Sterben, realer als das Leben für sie war, war nun der Moment gekommen, wo sie das wurde, was sie immer sein wollte. Sie war eine Sith, eine Schülerin eines Sith Lords. Jeria wollte vor ihrem Meister knien, stürzte aber geschwächt hin. Langsam richtete sie sich wieder auf und im zweiten Versuch gelang es ihr. Mit gesenkten Blick, lauschte sie Lord Gymarrs Worten.

“Bewahre Dir deine Wut, bewahre Dir deinen Hass, nichts anderes hat Dich am Leben gehalten. Darth Daithara steht mir im Weg und deine Abneigung ihr gegenüber ist förderlich für meine Pläne.” Der Sith Lord griff hinter seinen Rücken und holte ein zweites Lichtschwert hervor, er wiegte die Klinge in seiner Hand und warf sie ihr zu.

Jeria fing die Klinge mit einer Hand auf und aktivierte das Schwert. Der Schein der roten Klinge erhellte ihr Gesicht und sie spürte zum ersten mal, wie die dunkle Seite der Macht sie durchströmte. Auf der Akademie wurde nur von der Macht geredet, gespürte hatte sie nichts. Die Macht war bedeutungslos und etwas Unbekanntes für sie gewesen, nun konnte sie sie zum ersten mal spüren. Und ihre Kraft war berauschend, Jeria wusste nun, warum sie überlebt hatte. Es war kein Glück, es war kein Zufall, alles war vorbestimmt und ihr Weg würde hier nicht enden, nicht hier in diesem Dschungel. Die dunkle Seite offenbarte sich ihr klar und deutlich und sie war gewillt, sich ihr ganz hinzugeben.

Lord Gymarr sah, wie die Erkenntnis seine Schülerin durchdrang und er lächelte wissend. “Eins ist noch zu tun.” Unterbrach er Jerias Gedanken. “Dein Name meine Schülerin, da Du nun eine Sith bist, wirst Du auch einen Sith-Namen tragen und ich gewähre dir die Ehre, dass Du ihn Dir selber geben darfst!”

Jeria spürte das Verlangen, sich an allen zu rächen, die ihr bis jetzt in den Weg gekommen waren und nun wollte sie diesem Verlangen auch einen Namen geben. “Meine Großmutter hat mir früher Geschichten von Wesen erzählt, die tief in unseren Wäldern unserer Welt leben sollten. Wesen, die tief in die Seele ihrer Opfer eindrangen. Sie erkannten ihre Ängste und ihre Schwächen, ihre Leidenschaften und benutzen diese Emotionen, um ihre Opfer von innen heraus zu verzehren. Diese Wesen nannte meine Großmutter Stykmar!”

Lord Gymarr nickte “Dann wird Dein Name Stykmar sein, meine Schülerin!” Stykmar stand aufrecht vor Lord Gymarr und verbeugte sich ehrfürchtig. Sie vernahm nur das Summen ihres Lichtschwerts und die Schreie der Tiere im Dschungel.

“Ich werde Dich nun verlassen Schülerin, wir werden uns in Kaas City wiedersehen. Dort werde ich Dir neue Anweisungen geben.” Lord Gymarr wandte sich ab und ging auf die Lichtung, wo er sein Fahrzeug abgestellt hatte.

Stykmar blieb zurück, sie musste den Weg durch den Dschungel zurück zur Hauptstadt des Imperiums allein antreten, doch sie war nicht allein. Es waren noch einige Bestien um sie herum und weitere Tiere würden kommen. Dromund Kaas war ein Planet, an dem die dunkle Seite mächtig war und die Tiere hier waren nicht nur auf Beutezug, weil sie Hunger hatten. Die Kreature hier jagten, weil sie getrieben wurden, getrieben durch die dunkle Seite der Macht.

Und das konnte Stykmar nun auch für sich akzeptieren, Schwäche, Angst, Wut und Hass, diese Emotionen hüllten sie ein und statt sich von ihnen zu unterdrücken lassen, stärkten sie sie. Stykmar hielt den Griff des Lichtschwerts fest in der Hand und machte sich auf den Weg in die Stadt und alles was sich ihr in den Weg stellen wollte, würde sie mit Freuden entgegen treten.

Zwischenspiel - Die Bestie in uns


Korriban, eine abgelegene Landezone, abseits der Sith Akademie

Das Shuttle war gelandet und weiße Dämpfe schossen zischend aus seinen Einlassöffnungen.

Vier Personen hatten sich versammelt um zu warten, alles Ausbilder auf der Akadmie und unter Ihnen war auch Ausbilder Rehiv. Die Männer hatten die Information bekommen, dass Lord Sabraz sie sehen wollte, um sich persönlich bei ihnen zu bedanken. Niemand der Männer hatte einen Zweifel an der Nachricht und jeder ging davon aus, dass mit dem Dank wohl zusätzlich der Lord auch eine entsprechende Belohnung für die Dienste jedes Einzelnen erteilt würde. In großer Vorfreude und blind vor Gier, starrten die vier Männer auf die Landeluke des Shuttles.

Und die Luke würde sich bald öffnen, Stykmar stand im Shuttle und genoss die Vorfreude auf die Begegnung mit ihren ehemaligen Ausbildern. Sie hatte den Weg durch den Dschungel nach Kaas City gefunden, sie hatte ihren Meister wieder getroffen und sie hatte neue Befehle erhalten und ihr wurde auch eine weiterer Gefallen gewährt. Sie durfte einen kurzen Zwischenstop auf Korriban einlegen. Lord Gymarr beschloss, dass die dunkle Ausstrahlung Korribans, seiner Schülerin zusätzlich Kraft gewähren würde und Stykmar hat diese Gunst, dankend angenommen.

Sie trug nun einen dunkel-violetten Mantel, ihre Beine trugen schlanke Stiefel aus Metall und sie hatte eine Atemmaske aufgesetzt, die einen Teil ihres Gesicht verdeckte. Wobei sie kaum annahm, dass irgendjemand hier auf Korriban sie wieder erkennen würde. Ihre langen roten Haar hatte sie gekürzt und im Gesicht trug sie ein Tattoo der Sith.

Selbst ihre alten Ausbilder erkannten Stykmar nicht mehr, als sie die Rampe herunter kam. Wenn ein Akolyth tot ist, dann wurde sein Gesicht vergessen. Doch die Ausbilder sollten sich wieder an sie erinnern, bevor sie jämmerlich sterben würden. Das Gesicht einer Sith, die sie leiden lies, das Gesicht einer Sith die zu ihrem Henker wurde, das Gesicht einer Sith, die gerade erst geboren war.


für Smarten, einem Licht im Dunkel!
-wird fortgesetzt-
EXODUS
"There is a purpose for everything in the galaxy ...
... and a way to destroy it."


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