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Mittwoch, 7. Mai 2014, 21:30

Geisterdämmerung



"Lange hatte ich auf dem Grund dieses Meeres gelegen.

Ich wurde bestraft für meine Taten und mein Tod war eine Verkettung von Umständen die mich in meine jetzige Situation brachten. Eine Verkettung von fast lächerlichen Umständen.

Diesen Kampf hatte ich verloren doch genauso hatte ich gewonnen. Ich weiß, meine Zeit ist noch nicht vorbei.

Die raue Natur hatte mich wieder frei gegeben und mein neuer Weg sollte erst beginnen.

"Ich bin.." oder sollte ich eher sagen, "war eine Nightsister". Geboren auf Dathomir, eine Nachfahrin Allyas, die vor hunderten von Jahren auf diesen Planeten geschickt wurde.

Ich wurde in einem Clan geboren der sich eher der Hellen Seite versprochen hatte, doch in jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf. Bei dem Gedanken daran muss ich schmunzeln, sofern man das in meiner Lage tun kann. Ich wurde Alysha genannt.

Schon früh merkte ich dass ich der dunklen Seite zugewandt war, ganz im Gegensatz zu meiner Ausbildung. Ich wusste das es den Ausschluss aus dem Clan bedeuten würde, würde ich meiner, sagen wir "Neigung" nach gehen. Ich konnte mich beherrschen und dennoch war ich von klein auf, immer anders als die Anderen. Trotz allem wurde ich mit meiner Taufe zu einem vollwertigen Mitglied eines Stammes, gegen den ich mich noch wenden sollte.

In meinem Clan gab es für mich nur eine Mutter, diese war meine leibliche Mutter und nicht die oberste Schamanin die von allen Anderen Mutter genannt wurde. Meine Mutter hieß Casha'la.

Ein paar Tage nach meiner Taufe wurde sie sehr krank und ich bat unsere oberste Schamanin Talasha um Hilfe, doch diese verweigerte sie mir auch die anderen Schwestern wollten uns nicht helfen und sagten das das der Lauf der Natur wäre. Ich weiß noch genau wie ich damals dachte, was nutzt einen all die Macht und Wissen wenn man der Natur seinen Lauf lässt.

Casha'las Kräfte schwanden zusehends und ich tat alles was in meiner Macht war um sie zu retten aber es half nichts. Umso schwächer sie wurde umso stärker und wütender wurde ich. Ich hielt Tag und Nacht wache an ihrem Bett und als ihr Geist ihrem Körper entglitt bat ich die oberste Schamanin erneut um Hilfe. Sie hätte mithilfe ihres Talismans der Wiedergeburt Casha'la wieder zurückholen können. Abermals wurde meinem Wunsch nicht entsprochen. Sie sagte nur, dass ich von nun ab nur noch eine Mutter hätte.

Casha'la war tot und nichts und niemand konnte mich zurück halten.

Ich war auf Rache aus. Talasha sollte dafür bezahlen und mit ihr auch die anderen Schwestern die meiner Mutter nicht helfen wollten oder konnten aus Angst vor Casha'la.

Ich beging mehrere kleinerer Verstöße gegen die Clangesetze, doch Talasha griff nicht ein.

Ich brachte drei von Talashas Sklaven um, einen nach den Anderen. Ich machte kein Geheimnis darum, doch sie sah es als meine Art des Trauerns an und war diesen männlichen Sklaven sowieso überdrüssig.

Angestachelt von blankem Hass verführte ich ihren Lieblings Sklaven, ein armer Wurm der meiner Macht schneller unterlegen war als ein Rancor seine Beute reißt. Sie stellte mich zur Rede doch wollte ich einen Kampf herauf beschwören. Ich wollte ihr die Position als Anführerin streitig machen, sie demütigen, verjagen und sie der Natur zum Fraß vorsetzten.

Doch auf diesen Kampf lies sie sich nicht ein. Ich wurde als Jägerin degradiert und sollte in die Wildnis hinaus und Beute jagen. Dennoch wusste ich dass ich diesen Kampf früher oder später kämpfen würde.

In dieser Nacht habe ich meine Mutter, mit einer Feuerzeremonie zu unseren Ahnen geschickt. Sie verbrannte auf einem Scheiterhaufen und die Asche flog durch die Nacht in den Himmel. Ich saß da und blickte in die Glut bis diese erloschen war, immer wieder griff ich mir an den Hals und spürte die Kette mit dem Talisman den mir Casha'la kurz vor ihrem Tod gegeben hatte. Der Stein war groß und fühlte sich warm an.

In dieser Nacht schmiedete ich meinen Plan.

Ich lies meine Macht gegenüber dem "Wurm" spielen und stiftete ihn an mit mir in der Dunkelheit das Dorf in Brand zu setzen. Es war mir ein leichtes ihn in meinen Bann zu schlagen.

Ich tötete die wachhabenden Schwestern, als wäre es das einfachste was ich jemals getan hätte. Keiner würde mich aufhalten können.
Ich ließ Blitze über das Dorf herunter gehen und der Wurm legte Feuer an Stellen die mein Blitz nicht getroffen hatte. Der helle Schein der Flammen kam wie eine Welle über das Dorf. Es gelang mir mit meiner Macht den größten Teil des Clans in ihrem Schlaf zu halten, die Schreie meines verhassten Clans klangen wie Freudenlieder in meinen Ohren, als sie verbrannten. Die die sich mir in den Weg stellten wurden aus dem Weg geräumt und dem Flammenmeer übergeben. Sie hatten keine Chance gegen mich, ich war zu stark und das Feuer, das in meinem Herzen ein Gefühl von Befriedigung auslöste, fachte meinen Zorn nur noch mehr an.

Meine Macht sprühte wie die Funken in der Nacht und entfachte sich immer mehr. Ich war stärker und mächtiger als ich es jemals geglaubt hatte.

Ich ging zu Talashs Zelt wo sie mich schon erwartete, in ihren Augen konnte ich ablesen wie überrascht sie war. Sie hatte mich unterschätzt. Die Zeit unseres Kampfes war gekommen. Ich ließ ihr Zelt, hinter ihr in Feuer aufgehen. Nie hätte sie geglaubt ich würde die Technik der Machtblitze beherrschen oder gar gegen sie wenden. Ich wollte mit ihr spielen, wie ein Kind mit einem Käfer.

Sie zischte ein paar Wörter und beschwor Ichor herauf doch sie wusste nicht das auch ich diese Technik beherrschte so wurde unser Kampf ebenbürtig. Die Blitze und unsere Mächte prasselten nur so an uns ab. Ich war auf ihren Tod aus, entschlossen bis aufs Letzte.

Ich war arrogant genug zu denken dass ich dies Nacht die neue Anführerin des Clans werden würde und ich glaubte hätte die Macht Talash zu vernichten.
Ihr Ichor hüllte mich in seinen grünen Dunst und als ob der Himmel auf Talashs Seite wäre kam aus dem nichts ein Blitz. Der Blitz erhellte alles in ein helles Licht und mit ihm gab es einen lauten Donnerknall.

Der Blitz ging durch den grünen Dunst, durch den Talisman meiner Mutter und traf mein Herz.

Mein Körper fiel zu einem Haufen Asche auf den Boden, in meiner Asche lag der Talisman, der nun glühte.

Talash hatte, mit Hilfe der Natur, diesen Kampf gewonnen.

Sie und ein paar der überlebenden Schwestern belegten den Talisman mit einem Bann und warfen ihn in das Meer.


Der Bann lautete:

"Der Natur gegeben mit all ihrer Gewalt.
Der Natur übergeben sie sicher behalt.
Dem Wasser überlassen des Feuers Feind,
das Böse versunken,
in den Tiefen des Meeres für immer verweilt."



Lange habe ich auf dem Grund dieses Meeres gelegen.

Lange hat mein Geist in diesem Talisman gewartet.

Lange war der Talisman von Wasser umgeben.

Wie lange weiß ich nicht genau aber wie in meiner Seele brennt auch Tief in Dathomir noch Feuer und ein kleiner Vulkanausbruch, in der Mitte des Meeres, hat meinen Talisman wieder ausgespuckt und an das Ufer getrieben.

Das Feuer es lodert, die Lava ist mein. Das Wasser war mein Gefängnis die Welt ist nun mein."

Dawnwulf

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 15:29

NAR SHADDAA


Die Werbung der Neonreklamen strahlten in unterschiedlichen Farben, verführerische Lautsprecherdurchsagen, lockender, weiblicher Stimmen hallten in den Strassen.
Ja, das war Nar Shaddaa, wie es Krayton Durell kannte. Eine Ansammlung von überschwänglichen Versprechungen für ausschweifendes Vergnügen, nie gekannter Freude und unermesslichen Reichtum. Schaut man jedoch hinter den Vorhang, wurde einem schnell klar, dass dies Alles nur oberflächlich war. Es diente alleine dazu, den Reichtum der Huttenclans zur Schau zu stellen und ihn zu vergrößern. Durell war dies jedoch egal, er war nicht hier um sich zu vergnügen, jedenfalls nicht heute. Heute wollte er Geld verdienen und nirgends war dies so schnell möglich, wie auf Nar Shaddaa.

Durell wollte zu Goromar dem Hutten, diese schwergewichtige Schnecke, gehörte sicher nicht zu den einflussreichsten Hutten des Kartells, die auf Nar Shaddaa die Makeb Krise überlebt hatten, jedoch war er einer der Gangsterbosse, die die Situation für sich gut genutzt hatten. Ihm gehörten nun einige der begehrtesten Immobilien auf dem Planeten und sein Nettogewinn sollte sich angeblich, um bis zu vierhundert Prozent verdoppelt haben. Viel Gewinn bedeutet jedoch auch Expansion und Goromar war gezwungen, in kürzester Zeit, sehr viele Leute einzustellen. Er konnte dabei nicht wählerisch sein, was bedeutete, dass einige Operationen des Hutten nicht zu seiner Zufriedenheit erledigt wurden. An dieser Stelle kam Durell ins Spiel, denn es waren zur Zeit einige von Goromars, ehemaligen Mitarbeitern auf der Flucht und nichts war schlimmer für einen Verbrecherboss, wenn der Anschein erweckt würde, dass er Versagen tolerierte.

Gut für Durell war, dass einer dieser sogenannten Versager, in einem Karbonit Sarg in Durells Schiff lag. Er würde auch den Rest der Truppe einsammeln, jedoch nicht zu dem Preis den Goromar ausgeschrieben hat. Der Hutte steckte voller Geld und der Kopfgeldjäger war mal wieder abgebrannt. Sicher war es ein Risiko, mit einem Gangsterboss des Hutten-Syndikats ein Kopfgeld nach oben zu treiben, aber er hatte schon damals von Nick Denton gelernt, dass es genauso gefährlich war, sich unter Preis zu verkaufen. “Wenn Du Dir einen Namen machen willst, dann mach Dir keine Freunde!”, diese Aussage ging Krayton durch den Kopf, als er Goromars Festung betrat.

Die Musik dröhnte laut aus den Lautsprechern, die Bässe liesen den Boden vibrieren. Je näher er dem Thronsaal des Hutten kam, umso dichter wurden die Ansammlungen von Wesen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Galaxis. Einige wunderschöne Twillek Tänzerinnen schlängelten sich an Durell vorbei. Der Duft der Mädchen war betörend und Krayton hatte für ein paar Sekunden Schwierigkeiten, seine Konzentration aufrecht zu erhalten. Als ihr Lachen jedoch in der Ferne verklang, stellte er den Kragen seines Mantels wieder hoch und ging die Treppe zur Empore des Saals hoch. Er wollte sich einen Überblick verschaffen, bevor er um eine Audienz beim Hutten bat.
Der Kopfgeldäger lehnte sich an eine Säule und sah nach unten, der Hutte lag auf einer Bahre und mampfte genüßlich ein paar zappelnde, froschartige Köstlichkeiten. Sein langer dicker Schwanz zuckte vergnüglich und der Hutte schien bester Laune zu sein. Dann sah Durell die Person, die der Grund dafür war. Eine Frau, sie trug eine Rüstung der Sith, schwarz mit roten Verzierungen, ein rot wie die Farben ihrer Augen und Haare. Schwarze Blutäderchen schlängelten sich unter der hellen, fast weißen Haut und rundeten das Erscheinungsbild der Sith ab. An der Hüfte trug sie ein Lichtschwert und hielt ihre Hände entspannt hinter dem Rücken verschränkt.

“Ist dies Euer letztes Wort?” Ihre Stimme klang jung, aber bestimmt. Goromar nahm die Frage zum Anlass erneut schallend zu lachen, die Hälfte seines bereits gekauten Essens fiel ihm dabei aus dem riesigen Maul, aber das machte dem Hutten nichts aus.

Abwertend antwortete er auf huttisch: “Kleines Mädchen, wenn Dein Meister wirklich die Immobilie haben will, dann muss er auch den Preis dafür zahlen und die Preise bestimme ich. Also wage es nicht noch einmal, dies in Frage zu stellen!”

“Oh verzeiht mir mein Lord, natürlich würde ich niemals Eure Autorität anzweifeln.” Lächelnd verbeugte sich die Sith vor dem Hutten und machte dabei eine fast unterwürfige Geste. Krayton konnte jedoch ihr Gesicht sehen und das Glitzern in ihren Augen, drückte etwas anderes aus. “Wenn ihr mein Lord diese Summe fordert, dann wird mein Meister dies niemals in Frage stellen.” Die Worte verklangen im Raum und die Pause, die die Sith machte, erzeugte unterschwellig ein Raunen bei den Besuchern des Thronsaals. “Großer Goromar, darf ich Euch mitteilen, dass um diese exorbitante Summe aufzubringen, heute morgen das Schlachtschiff Gravesinger den republikanischen Handelsmond Rugus III angriffen hat. Diese Attacke war zusätzlich notwendig, da von dort eine wichtige Versorgung, der an der Grenze stationierten, republikanischen Truppen erfolgte.”

“Was für eine Scheiße!” dachte Durell. Rugus III war ein Umschlagplatz des Huttenkartels für Spice und Rohstoffe. Eine Plünderung durch das Imperium, würde einen weiteren tiefen Schlag ins Herz des bereits angeschlagenen Huttenkartels bedeuten. Und wenn Goromar der Hutte, als Auslöser dieser Katastrophe bekannt werden würde, gab es niemanden, der mehr einen Credit auf das Leben der fetten Schnecke setzen würde.

Krayton rechnete sich gerade im Kopf durch, wieviel Beute bei dem überfall an Bord genommen werden konnte. Ein Großteil würde dabei zum Imperium transferiert werden, um solche Angriffe zu legitimieren, aber einen Teil hat der Sith Lord sicher auf die Seite geschafft und da es auf Rugus III sogar Creditdepots gab, um die jeweiligen Schmuggler direkt Vorort zu bezahlen, muss der Gewinn der Operation extrem profitabel gewesen sein.

Durell zündete sich eine Zigarette an, während zwei Gamoraner Wachen auf die Sith zustürmten. Ihre Köpfe fielen eine Sekunde später von ihren Schultern. Die rothaarige Frau trat einen Schritt nach vorne und zeigte mit ihrem aktivierten Lichtschwert auf den Hutten. Ihre Freundlichkeit war aus ihrer Stimme gewichen. “Dies ist eine Nachricht an Alle, die es wagen, mit meinem Meister Spielchen zu treiben. Jeder der dies wagt, wird es bereuen!” Die rote Klinge wurde deaktiviert und mit einem kecken Schwung wandte die Sith sich zum gehen. Goromar saß mit weit aufgerissenen Augen da und rührte sich nicht. Seine Position im Huttenkartell war von einer Sekunde zur anderen nicht mehr vorhanden und seine Lebenserwartung war kürzer, als die seines Abendessens, was er noch zappelnd in seiner Hand hielt. “Achja, jeder hier im Saal sollte sich Gedanken machen, ob es für ihn ratsam ist, sich im Palast eines toten Hutten aufzuhalten.” rief die Frau zum Abschied und diese Worte reichten aus, um eine Panik unter den Gästen auszulösen. Es konnte in der Tat umgehend eine Vergeltungsaktion des Kartels erfolgen Die Hutten brauchten für so einen Fall einfach einen Schuldigen, egal wie die Sachlage wirklich war und niemand wollte freiwillig damit hineingezogen werden.

Durell hatte auch genug gehört. Er stand hinter der Säule um sich vor dem flüchtigen Mob abzuschirmen, der verzweifelt versuchte, auf dem schnellsten Weg die Empore zu verlassen. Seine Zähne knirschten bei dem Gedanken, dass seine aktuelle Fracht für ihn keinen Wert mehr hatte und er sie wohl über Bord werfen müsse. Eine weitere finanzielle Nullnummer, die er sich nicht leisten konnte. Jemand klopfte ihn auf die Schulter und riss ihn aus seinen Gedanken. Eine blonde Frau drängelte sich neben Durell. Er kannte sie, das war...Darth Daithara, aber...was hatte sie hier zu suchen? Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Sie trug zwei Lichtschwerter und sah ihn an, so als ob sie sich vorher noch niemals begegnet wären.

“Krayton Durell?” Und sie fragte nach seinem Namen?

Verwundert nickte nur er.

“Kommt nach Dromund Kaas! Meine Meisterin hat einen Auftrag für Euch.Es wird sich mehr lohnen, als für diesen Abschaum zu arbeiten.” Mit diesen Worten lies sich sich zurück in die Menge gleiten und er verlor sie augenblicklich aus den Augen.

Krayton war verwirrt, aber er hatte keine Zeit, eine ferne Explosion erschütterte die Mauern. So wie es aussah, war das Kartell da und wollte ein Gespräch mit Goromar führen, ein sehr kurzes Gespräch. Durell wollte auch nicht länger bleiben, sein Ziel war nun Dromund Kaas, aber dazu musste er schnell von hier weg. Sein Vorteil war, dass Goromar der selben Ansicht war. Mit einem Sprung, sprang Krayton von der Empore direkt auf den schleimigen Hutten, der den Fall des Mannes abdämpfte. Die riesige Tür, die sich hinter Goromar geöffnet hatte, war sein Ticket nach draussen und es spielte wirklich keine Rolle, wie sehr der Hutte vor Schmerz und Wut fluchte.
EXODUS
"There is a purpose for everything in the galaxy ...
... and a way to destroy it."


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Donnerstag, 8. Mai 2014, 17:33

Am Ufer des Meeres auf Dathomir

Es war ungewohnt für mich wieder das Tageslicht zu sehen. Ich hatte mich schon fast an das Wasser gewöhnt, an das dunkle blau, das schon eher schwarz war. Durch den Stein des Talismans wurde das Licht gebrochen, das Farbenspektrum schien keine Grenzen zu kennen. Fasziniert betrachtete ich dies eine Weile, das Schaukeln der leichten Wellen, mit dem das Meer sich immer wieder über den Strand wusch, hätte mich fast schläfrig gemacht, hätte ich so etwas wie Müdigkeit empfinden können.

Die erste Zeit meines neuen Daseins, tief im Meer verbannt waren von Wut und Hass geprägt. Wut auf mich selber und Wut auf die Natur. Wie konnte ich nur auf solch idiotische Weise diesen Kampf verlieren? Ein Blitz! Wie oft habe ich mir andere Schlachtpläne überlegt und wie oft habe ich in diesen Szenarien Casha’la besiegt.

Ich hatte auf dem Meeresboden gelegen und darauf gewartet dass mein Gefängnis mich wieder frei geben würde. Manchmal habe ich daran gezweifelt, dass dieser Tag jemals kommen würde an anderen war ich mir sicherer den je, das ich das Sonnenlicht wieder sehen würde.

Anfänglich hatte ich nicht begriffen was wirklich passiert war. Ich hatte mich selber gesehen, wie ich als Häufchen Asche zu Boden sank. Ich hatte den Bann vernommen und das Ritual mit den der Talisman ins Meer geworfen wurde verfolgt. Ich habe all das ganz genau mitbekommen. Jede einzelne Handlung hatte ich mitbekommen, jedes gesprochene Wort hatte ich verstanden. Ich war bei ihnen, bei meinem verhassten Clan, ich betrachtete sie. Und als sie den Talisman, von einem kleinem Boot aus in das Wasser warfen, riss es mich mit hinab, hinab in das unendliche blau.

Wie oft hatte ich gehofft, dass einer der vorbei laufenden Krebse den Talisman mit seinen großen Scheren packen würde und an Land tragen würde? Ein paar mal hatte es auch einen Krebs gegeben der, auf der Suche nach Futter, den Talisman umgedreht hatte. Und wie oft habe ich diese Krebse oder Fische die vorbei schwammen verflucht?

Dennoch waren sie meine einzige Unterhaltung und Abwechslung die ich in meinem Gefängnis hatte.

Nach einiger Zeit lernte ich gelassener zu werden, eine Eigenschaft die ich zu Lebzeiten nie beherrscht hatte. Ich lernte auf richtige Momente zu warten, mich zu konzentrieren und nach und nach gelang es mir sogar vorbei schwimmende Fische zu kontrollieren. Ich verließ den Talisman und konnte mich in den Körpern der Fische ein paar Meter bewegen. Erst ein paar wenige Fuß lang, dann etwas weiter, doch jedes mal wenn ich zu weit vom Talisman entfernt war, starb der Fisch und ich wurde wieder in den Talisman gezogen. Das hatte ich meinem Bann zu verdanken.

Fische welch primitive Geschöpfe und doch waren es die ersten Lebewesen dessen Körper ich für meine Zwecke genutzt habe, ich eine Schwester der Nacht, was für ein erbärmlicher Gedanke.

Doch nun lag ich am Ufer und hoffte, dass mich die Flut, endgültig an den Strand schwemmen würde.

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Donnerstag, 8. Mai 2014, 22:03

Am Strand

Zwei Tage und zwei Nächte hatte ich am Ufer des Strandes gelegen.

Die Ebbe und die Flut hatten mich in ein Schilfbüschel befördert. Es war schön die Nacht zu sehen, endlich ein anderen Blauton. Noch mehr hatte mich die Morgendämmerung gefreut.

Eine Funkenfliege setzte sich über mich auf ein Blatt und rieb sich die Beine. Ich überlegte kurz ob ich es versuchen sollte in ihren Körper zu schlüpfen, doch verwarf ich diesen Gedanken wieder…. Fische waren schließlich entwürdigend genug.

Das Meer schimmerte in der Dämmerung als wollte es mit all seiner Kraft die Nacht vertreiben.

Die Funkenfliege flog plötzlich aufgeschreckt davon, auch ich hatte etwas im Dickicht bemerkt, langsam und fast behäbig, ganz anders als man es sonst von ihnen gewohnt ist, kam eine Dathomiri Echse hervor. Sie ging an das Ufer und nahm ein paar Schlucke Wasser. Noch nie hatte ich darauf geachtet wie diese Echsen trinken und noch nie hatte ich eine solche Echse gesehen die so friedlich aussah. Diese Echsen waren schnelle und gnadenlose Jäger, deren Bisse tödlich seien können.

Ich musste nicht lange überlegen, das war mein neues Versuchsobjekt.

Ich schwebte lautlos aus meinem Talisman, und mit seinem Atem in die Echse hinein. Ich hörte sein Herz schlagen, sein Blut durch seinen Körper strömen, spürte wie sein Körper sich beim ein und ausatmen bewegte, ich konnte sogar das kühle Wasser schmecken das er trank und ich war fasziniert von seiner Stärke die ich durch seine Muskeln spürte. Das war schon etwas ganz anderes als Fische oder Krebse, das war ein Jäger der wusste das er ein Jäger war und ich - ich spürte das Leben.

Ich machte mir seinen Körper und seinen Geist zu nutze und trottete zu dem Schilfbüschel hinüber in dem mein Talisman lag und zog ihn ans Land. Ich konnte den kühlen Sand unter meinen Füßen spüren und sah das mein Talisman rot Leuchtete. Dies war mir selber noch nie aufgefallen. Ich musterte ihn eingehend und mit den Krallen der Echse versuchte ich von jeder Seite einen Blick darauf zu werfen. Wie sehr hätte ich mir in dieser Situation Hände gewünscht.

Nun wollte ich testen ob dieser Körper ebenso schnell nachgeben würde, wie die der Fische, wenn ich mich weiter von meinem Talisman entfernen würde. Ich hatte große Hoffnung da dieser Körper stärker war.

Ich ging ein paar Schritte davon. Nichts geschah. Ich ging noch einige Meter weiter, so weit war ich noch nie gekommen. Ich hätte sicherlich zufrieden gelächelt, würden Echsen lächeln können.

Es war schön die kühle Luft zu spüren und ich ging am Ufer entlang, immer wieder drehte ich mich um und konnte das rote Leuchten des Talismans, in der Dämmerung sehen.

In dem Dickicht neben mir raschelte etwas und heraus kam eine weitere Echse, absurd dachte ich, in meinem alten Leben, hätte das einen Kampf bedeutet. Doch diese Echse war auf etwas ganz anderes aus. Diese wollte sich paaren, das war zu viel für mich und ich verließ die erste Echse und wechselte den Körper. Es war fast Witzig, es war mir fast als konnte ich die Gedanken der Echse hören, doch ich zwang ihr meinen Willen auf und wir gingen in das Dickicht aus dem sie gekommen war.

Ich lief eine Weile bis dieser Körper mich zu langweilen begann. Da erspähte ich einen Voritor und es war ein kurzer Gedankenblitz der durch meinen Kopf schoss doch ich musste es herausfinden, was würde passieren wenn mein Wirt sterben würde.

Ich lief los und fing einen Kampf mit dem Voitor an, es war erstaunlich was für eine Kraft mein neuer Körper hatte. Ich spürte jede Faser, jede Sehne und jeden Muskel, ich biss, setzte die Krallen ein und schlug mit dem Schwanz zu.

Doch dann lies ich den Voritor gewinnen.

Als meine Echse starb spürte ich wie ich mich veränderte, ich sog die Kraft förmlich auf. Bei den Fischen war mir dies nie aufgefallen. Nachdem aus der Echse der letzte Atemzug geflossen war, zog mich mein Talisman zurück. Ich sah die Umgebung, ich machte die einzelnen Bäume und Sträucher aus obwohl es sicherlich nur ein Bruchteil einer Sekunde gedauert hatte. Kurz vor meinem eintauchen in den Talisman sah ich das er jetzt noch intensiver Leuchtete und plötzlich erlosch als ich wieder in ihm war.

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Freitag, 9. Mai 2014, 00:07

Nar Shaddaa

Angst...
das kalte Metall und der rauhe Ferrobeton war von ihr in kürzester Zeit durchtränkt als die Panik im Huttenpalast sich breitgemacht hatte. Goromar's Lakeien waren genauso schwach wie er selbst und so war es kaum verwunderlich, dass die Fundamente seiner Macht nun zu bröckeln begannen und kurz davor waren vollends einzustürzen. Nun suchten sie alle ihr Heil in der Flucht... fast alle, ein paar wenige Wachen klammerten sich weiterhin verzweifelt an das längst belanglose Prinzip der Loyalität zu ihrem Boss.

Das knallen ihrer Stiefel hallte durch die Gänge als Cadees über die beiden dampfenden Kadaver ehemaliger Huttenwachen stieg. Angst hatte auch von ihnen Besitz ergriffen und als die gleißenden Klingen Haut und Knochen durchtrennten waren auch sie bis zum letzten Herzschlag gelähmt. Der Duft verbrannten Fleisches haftete an ihr als sie den ständig abzweigenden Gängen folgte. Der Chor panischer Schreie ebbte bereit ab und auch die Flut der Emotionen unterwarf sich den Gehzeiten der ersten Schreckmomente welche ein paar Stockwerke weiter oben ihren Ursprung hatten. Das schönste war vorbei, heute würde es keine Herausforderung mehr geben denn der letzte Wiederstand war gebrochen, die wenigen noch verbliebenen Kreaturen kauerten sich in den dunkelsten Ecken zusammen und flehten um jeden weiteren Athemzug. Sie vermisste das Blutbad, den Rausch der Schlacht, den Geruch verbrannten Fleisches die pure Angst ihrer totgeweihten Opfer und die kälte welche entstand, wenn Lebensfunken massenhaft in ihrer Umgebung erloschen. Wie gerne währe sie im Thronsaal gewesen, hätte das spritzende Blut auf ihrer Haut gespührt und den blanken Wahnsinn genossen welcher mit dem Massakker einher gegangen währe welches sie unter den Kreaturen veranstaltet hätte... Doch Lord Krayne hatte andere Pläne gehabt, wichtigere, tiefgründigere Pläne welche fernab der Augen seiner Rivalen durchgeführt werden mussten.

Schritte nähern sich, die Sith griff nach ihrem Lichtschwert als die Person um die Ecke bog und für einen kurzen Moment stockte. "Dieser nicht" kam es von ihren Lippen und wiederholte damit die Worte ihres Meisters als er ihr damals sein Holobild gezeigt hatte, dies war der Kopfgeldjäger der überleben sollte,... schade,.. er währe vielleicht ein netter wenn auch kurzer Zeitvertreib gewesen. Sie tat einen Schritt zur Seite als dieser sich schließlich näherte und gab damit einen einzelnen Weg frei welcher von diesem Gang abzweigte.
"Der Ausgang" bedeutete sie ihm knapp und zeigte den Wartungsgang hinab in welchen Warnblitzer die zerstückelten Leichen ihrer glücklosen Opfer beleuchteten. Dann lies sie den Kopfgeldjäger Krayton Durell hinter sicht, sie hatte wichtigeres zu tun: eine Schatzkammer, ein Artefakt und noch wichtiger: keine weiteren Zeugen.

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Freitag, 9. Mai 2014, 13:46

Corellia, Coronet

Ich betrachtete das Treiben von oben, wie so oft schwebte ich über der Stadt. Das Gewusel der Lebenden, die keine Ahnung von meiner Anwesenheit hatten, faszinierte mich noch immer. Städte hatte ich zu Lebzeiten nie gesehen, dennoch war es mir ein leichtes mich zu Recht zu finden. Wo auch immer ich hin wollte konnte ich gehen, Türen und Mauern waren für mich kein Hindernis. Ich sah ihnen zu wie sie ihren Geschäften nachgingen, wie sie miteinander Sprachen und manchmal folgte ich auch einen von diesen für ein paar Stunden.

Ich war nun in Corellia genauer gesagt in Coronet, meinen Weg in diese belebte Stadt hatte ich dem Zufall und meinem Zutun zu verdanken. Auf Dathomir ließ ich einen Jungen meinen Talisman finden, oder viel mehr fand ich mich selber. Ich schlüpfte in den Jungen, den ich per Zufall auf meinem Streifzug fand. Ich hatte gelernt, dass ich von Körper zu Körper springen konnte, ich hatte es so perfektioniert das ich hinter mir einen Pfad von Kadavern zurück ließ und deren Stärke in mich aufsog wie ein Schwamm. Ich ging Kämpfe mit anderen Raubtieren ein nur um mit deren letzten Atem in den Sieger zu wechseln. Ich genoss das Gefühl.

Seit dem mein Talisman nicht mehr in dem Meer gefangen war, war es mir möglich mich freier aus ihm zu bewegen und je mehr Seelen ich nahm umso ausgeprägter wurden meine Sinne.

Jedenfalls tauschte mich der Junge gegen Nahrung ein. Der Händler gab den Talisman an einen Lieferanten weiter, dieser bezahlte damit seine Schulden und ich flog mit ihm einige Zeit umher. Der Gläubiger verkaufte den Talisman an einen Geschäftsmann, der wiederrum schenkte ihn seiner Geliebten.

Keiner dieser Personen ist mehr am Leben, nur den Jungen hatte ich verschont.

Ich lies sie in Flammen aufgehen oder im Fall des Geschäftsmannes und seiner Geliebten, brannte ich das gesamte Haus ab. Alles ging in Schutt und Asche auf, doch das einzige das man dazwischen fand war mein Talisman. Ich wurde von einem Arbeiter gefunden, dieser verkaufte den Talisman an einen zwielichtigen Händler welcher mich nach Coronet brachte.

Der Händler bei dem ich nun war, wurde Podacc gerufen und war nicht gerade der klügste. Er war dem Glücksspiel verfallen und ich hatte Freude daran ihn mal gewinnen zu lassen und ihm im nächsten Moment alles zu nehmen. Er war einer der schlechtesten Händler und Spieler die man sich vorstellen konnte, dennoch oder gerade deswegen hatte er einen hohen Unterhaltungswert für mich.

Er hatte keine Ahnung was für einen Schatz er in einer seiner Kisten, in seinem Lager, hatte. Einen Schatz der immer wieder rot zu leuchten begann.


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Montag, 12. Mai 2014, 12:00

Podacc hatte viel mehr wertvolle Dinge in seinem Lager als er dachte. Natürlich versuchte er mit verkaufstüchtigen Argumenten seine Waren an die zahlende Kundschaft zu bringen und bot alles zu hohen Preisen an aber leider war er alles andere als ein guter Geschäftsmann.

Er besaß Dinge von denen er den wahren Wert nicht wusste. Dinge die für ihn zum Beispiel wie normale Bücher aussahen und mit Wissen vollgepackt waren, die ich in Windeseile lesen vermochte. Wissen von Orten, Dingen und Geschöpfen die er, und zugegebener maßen auch ich bis dahin nicht gekannt hatte. Ampullen, Kisten und sonstiger Krempel an denen noch der Geist vergangener Tage hing. Nicht das ich tatsächlich einen Geist außer mir gesehen hatte, ich meine vielmehr die Aura, das Gefühl, die Eindrücke die ich beim „berühren“ der Gegenstände vernahm.

In meiner normalen Form konnte ich nicht wirklich etwas anlangen, so wie ich es früher vermochte. Ich konnte nicht einfach meine Hand ausstrecken und das kühle Metall einer Dose spüren, dies konnte ich nur wenn ich mir einen Körper gesucht hatte und diesen die Dose berühren lies. Dennoch waren die Eindrücke, die ich als Geist durch das spüren der Gegenstände vernehmen konnte, intensiv und manchmal bildete ich mir ein ich würde doch das kühle Metall oder die zarten Seiten eines Buches, spüren.

Podacc hatte mal wieder beim Glückspiel eine Menge Credits verloren und stöberte nun in seinem Lager herum. Er musste soviel wie irgendwie möglich verkaufen um seine Schulden bezahlen zu können, sonst würde er viel früher als es ihm lieb war, das Zeitliche segnen. Er öffnete eine Kiste nach der Anderen, trug immer mehr von den Sachen in den Verkaufsraum und richtete nervös seine Auslagen her. Die Kiste, in dem mein Talisman lag, packte er ungeöffnet in eine größere Kiste und schob sie wieder in das Lager, sein Verkaufsraum war überfüllt und er wünschte sich zahlende Kundschaft herbei.
So fand ich im Verkaufsraum eine neue Kiste Bücher die ich bis dahin wohl übersehen haben musste und fing an zu lesen. Ich las gerne wenn ich nicht gerade auf einem meiner Streifzüge unterwegs war. Die Bücher waren interessant und sehr alt. In der Kiste befand sich eine wilde Mischung aus Büchern die sich um Geschichte, um Heilung, um Technik und Kunst drehte.

Noch am selben Tag kam ein Kunde, der mich faszinierte. Er schien gebildeter zu sein als die meisten von Podaccs Kunden und er kaufte die Kiste mit Büchern. Er ließ sie die Kiste einen Tag später von einem seiner Bediensteten abholen und ich folgte diesem bis zu dem Haus seines Herren.

Dawnwulf

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Montag, 12. Mai 2014, 13:13

Gnadenlos

Das Schwesterschiff der Gravesinger, der Harrower Dreadnought “Gnadenlos”, umkreiste das Vaikan Raumdock. Aufgrund seines verfrühten Stapellaufs, hatte er noch nicht seine volle Kampfstärke erreicht und an vielen Stellen, mussten zusätzliche Arbeiten ausgeführt werden. Unter anderem waren einige der schweren Laserbatterien immer noch nicht einsatzbereit. Aufgrund der Anwesenheit von Darth Daithara, die zukünftig die Gnadenlos kommandieren würde, waren jedoch alle unterbesetzten Abteilungen des Schiffes, deutlich motiviert, den Zeitplan trotz aller Widrigkeiten fristgerecht einzuhalten.

Die Schritte seiner Stiefel wurden von den metallenen Wänden reflektiert. XARX war auf dem Weg zu den Kammern seiner Meisterin. Die schwere Panzertür glitt zur Seite und XARX betrat den dunklen Thronsaal. Auf einem wuchtigen Thron saß seine Meisterin mit dem Rücken zu ihm, vor ihr leuchtete ein Hologramm des Planeten Oricon.

XARX schob seine Kapuze nach hinten und kniete vor seine Meisterin. Mit gebeugten Haupt wartete er, nur das leise Summen der Instrumente des Holotisches war zu vernehmen.

“Ihr seit von Oricon zurück Lord XARX. Wie ist der Status?” In einer schwarzen Kutte gehüllt, saß Darth Daithara auf ihrem Stuhl. Ihre Stimme klang brüchig, wie die einer alten Frau.

“Eure Festung Meisterin, ist sicher. Sie liegt weit außerhalb des regulären Kampfgebietes und aufgrund des Chaos, dass auf Oricon herrscht, ist nicht davon auszugehen, dass weder die Republik, noch die imperialen Truppen, dieses Gebiet annektieren werden.”

“Gut, es verläuft, wie ich es geplannt habe.”

“Ja Meisterin, ich habe nach Eurer Abreise alles notwendige erledigt. Die Artefakte werden weiterhin im zentralen Turm aufbewahrt und erfolgreich durch unsere Kampfdroiden geschützt. Die Wesen, die durch die Schreckensmeister verdorben wurden, greifen in unregelmäßigen Abständen immer wieder an, aber unsere Truppen haben keine Probleme sie zurückschlagen.”

Ein Kichern huschte durch den Saal. Daitharas Stimme, krächzend, aber nicht kraftlos, wirkte erfreut. “Mein Experiment ist bereits abgeschlossen und es entwickelt sich prächtig.” Die Anzeige wechselte auf den Hutten Mond Nar Shaddaa. “Viel besser, viel viel besser…als zu erwarten war! Dennoch kann sich unsere Festung auf Oricon, später noch als nützlich erweisen. Ich bin zufrieden mit Euch, Lord XARX.”

“Wie lauten Eure neuen Befehle für mich, Meisterin?”

“Ihr, Lord XARX, werdet mich mit der Gnadenlos nach Dromund Kaas begleiten. Ich habe dort eine Verabredung….Mit einem alten Freund.” XARX konnte einen Blick auf die Hand seiner Meisterin werfen, knöchernde Finger mit langen, spitzen Nägeln, kratzten über die Seitenlehne. So wie es schien, war ihr letztes Experiment nicht ohne Folgen für den Sith Lord geblieben, aber das kümmerte den Zabrak nicht. Die Macht die von ihr ausging, war weiterhin ungebrochen und nur das zählte für ihn.

“Wie ihr wünscht.” Mit diesen Worten verlies er den Thronsaal und bereitete sich auf die Rückkehr nach Dromund Kaas vor.
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9

Montag, 19. Mai 2014, 16:12

Corellia, Coronet

Professor Madresch wohnte in einer großen Villa am Stadtrand. Ein riesiger Park umgab das Anwesen und wie ich herausfand war seine Familie schon immer wohlhabend gewesen. Er war früher verheiratet gewesen doch seine Frau starb schon früh. Dennoch hingen im ganzen Haus Bilder von ihr an den Wänden, der einzige Raum in dem es kein Bild von ihr gab war die Bibliothek.

Die Wände der Bibliothek waren von oben bis unten mit Büchern verdeckt. Fein säuberlich nach Themen waren diese sortiert. Und es gab hier zu jedem wissenschaftlichen Thema Fachliteratur. Ich streifte in diesem Haus gerne umher und eignete mir noch mehr Wissen an. Und eines Tages fand ich es dann,… den geheimen Zugang zu einem Keller der noch faszinierender war als die Bibliothek.

Der Professor ging mindestens einmal die Woche in diesen Keller, zündete Kerzen an, las und hielt hin und wieder seltsame Zeremonien ab. Einmal dachte ich sogar er hätte mich wahrgenommen. „Ich weiß dass du hier bist!“ sagte er laut, während er vor einen kleinen Schrein kniete, in dem unter Anderem ein kleines Bild seiner Frau war. Nach kurzem nachdenken glaube ich aber er hat seine Frau gemeint, deren Geist natürlich nicht hier war, die Einzigen die hier waren er und ich.

Oder hatte er doch mich gemeint? Er drehte sich zumindest nicht nach mir um und schaute auch nicht hoch zu der Lampe auf die ich mich gesetzt hatte. Nein, er konnte nicht mich gemeint haben.

10

Dienstag, 27. Mai 2014, 10:57

Podacc hielt mein Amulett in der Hand und überlegte wieviel es wert sein könnte. Wie immer war er abgebrannt und schuldete jemanden eine Menge Credits. Dieser Wurm würde seine Spielsucht nie in den Griff bekommen, er glaubte noch immer dass er irgendwann den großen Gewinn landen würde. Er träumte davon ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein, in einen schönen Haus zu wohnen, mit wichtigen Leuten zu feiern und von schönen Frauen umgeben zu sein. Doch das würde nie passieren.

Ich lenkte Podacc und lies ihn das Amulett in eine mit Stoff ausgeschlagene Schatulle zu legen. Im hinteren Teil seines Ladens hatte er sich häuslich eingerichtet, mehr notdürftig als gemütlich aber es erfüllte seinen Zweck. Ich überlegte wo ein gutes Versteck für die Schatulle war, ein Versteck das er nach Möglichkeit wieder vergessen würde, denn ich fühlte mich hier wohl.

Ich blickte mich um, es gab hier kein wirklich gutes Versteck. Das einzige was ich annähernd für geeignet fand war eine kleine Nische die hinter einem kleinen Regal war. Podacc hatte einmal vorgehabt dort einen Safe einzubauen, für das große Geld das er mal besitzen würde. Bei dem Gedanken ließ ich ihn selber drüber lachen.

Nachdem das Regal davor geschoben war, lies ich Podacc weiter in seinem Laden räumen und ging zu Professor Madresch, bei dem ich seit ein paar Tagen nicht mehr gewesen war. Ich überlegte noch immer ob er mich oder seine Frau bei meinem letzten Besuch gemeint hatte.

Der Professor war nicht zuhause und so nutzte ich die Zeit und ging in den Keller. Es war dunkel, doch das machte mir nichts aus, ich konnte selbst im Dunkeln sehen. Ich betrachtete den Schrein, das Bild seiner Frau hing noch an derselben Stelle doch alles andere hatte er umgehängt und umgestellt.

Und dann erschrak ich, ich starrte gebannt auf ein Bild. Es war das Meer von Dathomir.

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Dienstag, 3. Juni 2014, 14:43

ALTE DINGE

Die Landung auf dem Raumhafen von Dromund Kaas verlief ohne Probleme. Die Sicherheitsvorkehrungen waren nach dem Angriff der Republik auf Korriban zwar verschärft worden, aber Krayton Durell hatte scheinbar eine Unbedenklichkeits-Einstufung erhalten, mit der er nur drei Routine-Überprüfungen über sich ergehen lassen musste, bis er schließlich im Thronsaal von Darth Daithara stand.

Es war schon etwas her, dass er einen Job für einen Sith erledigt hat. Darth Krayne war es, der ihm normalerweise beauftragte und dann auch per Hologramm und nicht in einer privaten Audienz. In diesem Fall war alles ein wenig anders. Nicht dass es ihn beunruhigte, dafür war er nun schon zu lange im Geschäft, aber er hatte es dennoch vorgezogen, in seiner Rüstung zu erscheinen. Seine Blaster steckten seitlich in Lederholstern. Beim Blick durch die breite Fensterfront sah Krayton, wie der Regen von Dromund Kaas gegen die Scheiben prasselte und das Bild auf den tiefen Dschungel, der sich hinter den schweren Mauern der Stadt abzeichnete, verwischte.

“Guten Abend Mister Durell.” Eine Gestalt löste sich aus der hinteren Ecke des Saals und setzte sich auf einen Thron, der am Ende des Saals auf einem Podest stand.

Sie war gehüllt in ein schwarzes, enganliegendes Kleid. Über ihre Schulter lag ein zerfetztes Tuch, aus dem ein Gebilde ragte, was an ein zerbrochenes Spinnenetz erinnerte. Der Helm, den die Frau trug, hatte wulstige Auswuchtungen und auch hier war wieder dieses Spennennetzmuster zu erkennen. Rote Augen schimmerten aus dem Helm und ihre Stimme, wurde durch einen Modulator verzerrt. Nur durch das hautenge Kleid, dass die weiblichen Rundungen der Sith betonte, war sich Krayton sicher, dass er es überhaupt mir einer Frau zu tun hatte.

“Darth Daithara nehme ich an?”

“In der Tat Mister Durell.” Sie überschlug ihre Beine und legte die Hände auf die Lehnen des Throns.

“Wie kann ich Euch zu Diensten sein Mylady?”

Sie lehnte sich vor. “Was wissen Sie über den Planeten Dathomir, Mister Durell?”

“Nichts Mylady?”

“Er ist kaum erforscht und so gut wie unbekannt im Imperium und der Republik. Ein strategisches Interesse besteht weder für das Militär, noch für die Sith.” Daithara faltete ihre Hände über den Schoss zusammen. “Es kommt jedoch vor, dass von Zeit zu Zeit der Planet besucht wird und vor allen, dass Dinge diesen Planten verlassen.”

“Dinge Mylady?”

“Artefakte Mister Durell, uralte Reliquien.” Jetzt wurde es interessant. “Objekte die für mich von Interesse sind und der Grund, warum ich sie hier persönlich hergebeten habe. Ich wünsche, dass sie mir diese Objekte beschaffen.”

Kunstgegenstände oder das Leben selbst, eins hatten beide gemeinsam, niemand gab sie freiwillig wieder her. Wobei die Jagd auf Lebewesen Durell mehr lag. “Ihnen ist schon klar, dass ich kein Kunstkenner bin. Ich habe weder eine Ahnung von solchen Dingen, noch kann ich abschätzen woher sie kommen und vor allen, ob sie echt sind.”

Die Sith richtete sich auf. “Das erwarte ich auch nicht von Ihnen Mister Durell. Ihre Aufgabe wird sein, die Artefakte aufzuspüren und zu beschaffen. Ich werde Ihnen meine Schülerin Sainthara an die Seite stellen, sie wird wissen, was einen Wert für mich hat.”

“Ich verstehe, aber dennoch wird das nicht billig werden mein Lord. Ich jage und finde meine Ziele und das in der möglichst kürzesten Zeit. Ich kann mir den Luxus einer ausgedehnten Schatzjagd nicht leisten, außer….”

Es war ein leises, aber bestimmtes Lachen, was aus dem Helmlautsprecher der Sith erklang. Sie tippte mit einem Finger auf ihr Handgelenk und Durell verstand die Geste. Er aktivierte an seinem Unterarm sein internes Helmdisplay, mit nur wenigen Klicks konnte er seine persönlichen Daten abrufen.

Krayton checkte seine Kontoverbindungen und eines seiner Transaktionskonten verzeichnete seit fast fünf Minuten einen stattlichen Zahlungseingang. Durell deaktivierte das Display wieder und sein Blick richtete sich wieder auf Darth Daithara. “Sie haben ihren Jäger Mylady!”
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Donnerstag, 26. Juni 2014, 14:23

Verhandlungen in Seitenstraßen

"Nurog Uhhr, ein kleiner Straßenbastard, nichts weiter." Jurg LaMahr zog seinen Hut etwas tiefer ins Gesicht. Die Frau, die ihn wegen Informationen zu dem Rodianer angequatscht hatte, zog wie vereinbart einen Credit Stick unter ihrem Umhang hervor, der sofort in einer Seitentasche seines Mantels verschwand. "Wenn Sie an wirklich guter Ware interessiert sind und nicht an irgendwelchen Plunder, den ein paar Sleemos in einem Hinterhof zusammengeschraubt haben, dann geben sie mir etwas Zeit und ich besorge Ihnen was sie wollen."

Jurg stoppte plötzlich und seine Hand griff zu seinem Blaster. "Verdammt Durell!" zischte er. Von der Hauptstraße hatte eine Gestalt die Seitengasse betreten. Doch bevor der Schmuggler eine vermeintliche Dummheit begehen konnte, legte die Frau ihre Hand auf seinen Blaster. "Es ist alles in Ordnung, Durell gehört zu mir." Sanft und ruhig war ihre Stimme. "Ich gebe ihnen eine Woche, sie wissen jetzt was ich will und das ich es bezahlen kann."

Der Schmuggler nickte und zog sich zurück, nach wenigen Sekunden war er in der Dunkelheit der Gasse verschwunden.

"Wie ich Ihnen sagte, ich kenne die Leute die sie fragen müssen, aber wenn diese Typen mich sehen, nehmen sie sofort Reißaus." Durell zündete sich eine Zigerette an.

"Das macht nichts, der Kontakt hier ist gut und es zählt nur das Ergebnis." Sainthara zog sich wieder ihre Kapuze über die blonden Haare. Ihr Gesicht, war durch eine schwarze Maske verborgen, die ihre Stimme ein wenig dumpf klingen lies. "Sie erfüllen ihren Zweck Mister Durell, ich bin zufrieden." Mit diesen Worten lies die Sith den Kopfgeldjäger stehen und ging zurück auf die Hauptstraße, wo sie sich ihren Weg durch die Masse an unterschiedlichen Wesen, aus allen Teilen der Galaxie, bahnte.

"Ich mach drei Kreuze, wenn die Sache hier endlich zu Ende ist." Durell schnippte seine Zigarette weg und folgte Sainthara. "Ihren Zweck? ... Am Arsch, ihren Zweck."
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Freitag, 27. Juni 2014, 12:20

Der Überfall

Professor Madresch hatte es mit dem Bild des Meeres von Dathomir

geschafft, dass ich mich seit sehr langer Zeit an mein vergangenes Leben erinnerte. Nein, nicht nur an mein vergangenes Leben sondern an das Leben selbst.

Ich war nicht unzufrieden mit meinem jetzigen Zustand.

Ich war lange vor dem Altar gesessen und hatte auf das Bild gestarrt bis ich hörte das der Professor nachhause gekommen war. Er war in Begleitung aber es war wohl kein willkommener Gast, denn ich konnte Schreie hören. Neugierig ging ich nach oben und konnte neben dem Professor noch zwei andere Männer sehen. Sie bedrohten den Professor mit Blastern und fuchtelten nervös herum. Sie mussten ihm wohl auf seinem nachhause Weg aufgelauert sein.

Der Professor wirkte erstaunlich ruhig wenn man von seiner Position aus ging. Er hatte die Hände nach oben gestreckt und starrte nur in die Richtung der Männer.

"Wo ist dein Safe?", schrie einer der Männer ihn an. Der Andere blickte sich in der prunkvollen Eingangshalle um und man konnte sehen das er alles was er sah am liebsten mitgenommen hätte, da jedes einzelne Ding hier mehr Wert hatte als was er bisher besessen hatte. Gewöhnliche lächerliche Straßenganoven dachte ich herablassend

"Oben, im Arbeitszimmer.", der Professor deutete mit einem Finger die Treppe hinauf.

Im Arbeitszimmer ließen sie den Professor den Safe öffnen, neben Dokumenten und einer Uhr lag ein kleines Schmuckkästchen darin. Dieser beinhaltete einen Ring und zwei Haarlocken. Der Ring war der Ehering seiner verstorbenen Frau gewesen und einer der Haarlocken hatte ebenfalls ihr gehört. Die andere, war von einem Baby, ihrem Baby, das wusste ich sofort als ich es sah. Ich hatte nie darüber nachgedacht oder irgendeinen Hinweis gesehen das der Professor ein Kind hatte.

"Nehmt alles was ihr wollt aber lasst mir bitte dieses kleine Kästchen...", Verzweiflung machte sich in den Augen des Professors breit als einer der Ganoven das Kästchen in seine Manteltasche schob.

Aus irgendeinen Grund machte mich das wütend.

Die Diebe schoben noch mehr Dinge in ihre Taschen und der Professor flehte erneut nach dem Schmuckkästchen, da wurde er auch schon mit dem Griffe des Blasters am Kopf getroffen und ging schmerzerfüllt zu Boden.

"Los, jetzt.... wir müssen gehen!", schrie einer der beiden und sie hetzten die Treppen hinunter und zur Tür hinaus.

Der Professor hatte sich aufgerappelt und blickte zum Fenster hinaus und konnte grade noch sehen das ich die beiden in zwei kleine Häufchen Asche verwandelt hatte.

Hastig rannte auch er hinaus und blickte mit weit aufgerissenen Augen hinunter, auf das was vor kurzem noch seine Peiniger gewesen war. Dort lag sein Kästchen, es war leicht angesengt aber der Inhalt hatte keinen Schaden genommen.

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Dienstag, 13. Oktober 2015, 09:54

Gerücht:

Seit einigen Tagen ist das Gerücht im Umlauf, dass der Kopfgeldjäger Krayton Durell nicht mehr am Leben ist. Angeblich soll es bei einem Treffen mit einer Auftraggeberin auf Nar Shaddaa zu einem tödlichen Zwischenfall gekommen sein.

Einige Beobachter wollen gesehen haben, wie Durell am Abend einen Frachthanger betreten hat, worauf kurze Zeit später Blasterschüsse zu vernehmen waren. Irgendwann soll dann ein Trupp von mehreren imperialen Kampfdroiden mit einer schwarzen Metallkiste, eventuell einem Karbonitbehälter, den Hanger verlassen haben. Auf der Kiste saß eine blonde Frau, deren Gesicht zum Teil durch eine schwarze Atemmaske verdeckt wurde.

Aber egal wie unterschiedlich die Aussagen der Personen sind, die angeblich an dem Abend etwas mitbekommen haben, Fakt ist: Krayton Durell wurde seitdem Tag nicht mehr gesehen…
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Mittwoch, 14. Oktober 2015, 09:21

Ein ganz normaler Tag im Büro

„Hallo? Hört mich jemand?“ Ein Rauschen unterbricht die Verbindung für wenige Sekunden, doch nach einem digitalen Knacken kann die Übertragung fortgesetzt werden. „Hallo? Hallo?“

Die grün-blaue Twi'lek starrt auf die Lautsprecherbox, während ihre Finger nervös auf der Schreibtischplatte trommelten. „Das nicht wahr, dass passiert nicht in echt?!“ Eine Mischung aus Panik, gepaart mit Neugier und einer Spur Verachtung schwingen in ihrer Stimme mit. „Sie haben mich gekündigt, sie haben den Laden einfach dicht gemacht und verdammt nochmal, ich kriege noch für zwei Monate meinen Lohn.“

„Ok, dann muss ich drauf vertrauen, dass dieser Anruf aufgezeichnet wird.“ Trotz der schlechten Übertragungsqualität erkannte Leeta Odan, dass es sich um eine Frau handelte. Eine Frau, die es geschafft hatte, auf einem alten Notfallkanal der SPHINX eine Nachricht zu senden.

„Ich melde mich bei Ihnen, weil ich für Sie Informationen über einen Kopfgeldjäger Namens Krayton Durell habe. Sollten sie Interesse haben, übermittele ich ihnen die Koordinaten für einen Treffpunkt auf Tatooine. Ich werde für drei Tage hier sein und auf einen ihrer Leute warten. Lassen sie die Zeit verstreichen, bin ich raus und Mister Durell wird für sie unerreichbar sein.“
Leeta starrte wie versteinert auf den Monitor ihres Computers, das Rauschen aus den Boxen war verstummt und eine Datendisk sprang aus einer kleinen Öffnung an der Frontseite ihres Rechners.

Die Klimaanlage ratterte in der hinteren Ecke und durch das Fenster war der Lärm der Straße zu hören, Speeder, Transporttiere und Wesen aus der ganzen Galaxis waren auf den Straßen von Mos Isla zu hören. Doch Leeta war nicht mehr in ihrem Büro, sie kauerte auf einem kleinen Mond, versteckt hinter Felsbrocken, unter einer Tarndecke, für niemanden zu finden. Das Summen ihres Coms holte die Twi’lek zurück in ihr Büro auf Tatooine, sie drückte das Gespräch weg und schnappte sich ihre Handtasche.
„Ok, mit mir kann man es ja machen, aber wenn ihr denkt ich lass mich wieder auf diesen Scheiß ein, dann habt ihr Euch geschnitten. Ich hau diese Disk im Desert Moon auf den Tresen oder wie der Laden jetzt heißt und dann bin ich raus aus der Sache! Ich bin jetzt ein anständiges Mädchen und gebe mich nie wieder mit Gangstern ab.“

Als Miss Odan im Treppenhaus leider ein Absatz ihrer neuen Juliós Dementi High Heels abbrach, nahm sie kurzfristig Urlaub ein anständiges Mädchen zu sein und fluchte im besten Huttisch einige der übelsten Verwünschungen, die sogar auf Hutta selbst, kaum jemand in den Mund genommen hätte.
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Donnerstag, 15. Oktober 2015, 09:40

Tatooine Basis „Rogue Mountain“

Als die Düsen des Shuttles aufheulten und die Landkufen den Boden berührten, wurde eine mächtige Wolke aus Staub und Sand aufgewirbelt. Sergeant Jankins hielt sich seine Hand vor die Augen und wartete, bis sich die Shuttletür öffnete. Im Eingang erschien eine Frau, Jankins schätzte ihr Alter auf Mitte dreißig, über ihren langen schwarzen Mantel hatte sie einen Feldrucksack geschultert. Er salutierte kurz, was mit einem knappen Nicken ihrerseits erwidert wurde.

„Agentin Siréne. Ich bin Sergeant Reginald Jenkins, willkommen auf Rogue Mountain.“

„Danke Sergeant.“ Kurz und knapp, so mochte es Jenkins.

„Bitte folgen sie mir, ich führe sie zu ihrem Quartier.“

„Das wird nicht notwendig sein Sergeant. Ich bin hier nicht im offiziellen Auftrag. Ich brauche lediglich einen Ort, um mich heute Abend auf mein Treffen vorzubereiten. Ihre Leute haben lediglich den Auftrag, die eingeladenen Personen hierher zu geleiten oder ihre Landung zu überwachen.“

Die Düsen des Shuttles verstummten langsam und der Sand fing an, sich wie eine dünne Haut auf die Landefläche zu legen.
„Positiv Agentin Siréne, wir haben bereits das Notwendige vorbereitet. Ich habe jedoch eines unserer Appartements in der Bergfestung für Euch vorbereiten lassen. Mit Verlaub Agentin, dass gehört hier zum Standard der höheren Dienstgrade.“

Mit dieser Aussage hatte Jenkins Recht, als der ehemalige Revaniter Stützpunkt auf Tatooine durch Darth Kraynes dreiunddreißigstes Sturmtruppen Bataillon erobert wurde, hat der Sith Lord die Basis nicht wie befohlen einäschern lassen. Er hat vielmehr dafür gesorgt, dass die Anlage ausgebaut wurde. Die sogenannte Felsenfestung bekam Appartements und es wurden Landebuchten in die Felsenhöhlen gebaut. Das Gerücht um einen unabhängigen Frachthafen wurde gestreut und nach und nach wurde die Basis zu einem Knotenpunkt für Schmuggler und andere Individuen der Unterwelt. Die imperiale Garnison war angehalten die Basis selbst zu schützen und nur in Ausnahmefällen einzugreifen. Das führte dazu, dass es ein stillschweigendes Abkommen zwischen der zwielichtigen Zivilbevölkerung und dem imperialen Kommando gab. Die Imperialen hielten sich möglichst raus und in der Regel machte niemand Ärger, keine Seiten stellten Fragen und den Imperialen wurde immer mal wieder kleine Teile von der Fracht überlassen, um weiterhin den Status Quo zu gewährleisten. Darth Krayne selbst profitierte durch die Entwicklung von Rogue Mountain, indem er nun Zugriff auf einen unabhängigen Raumhafen hatte, der weder unter der Kontrolle der Republik oder einer kriminellen Organisation wie die Exchange oder dem Huttenkartell stand.

Aus diesem Grund erwartet Agentin Siréne ihrem Quartier auch ein besseres Frühstück, als sie je auf einer regulären imperialen Basis bekommen hätte.
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Dienstag, 20. Oktober 2015, 15:06

Yavin IV – Ruinen eines alten Massassi-Tempels

„Meisterin?“ Immer wieder wiederholte die dunkelrote Twi’lek ihre Frage. „Meisterin?“ Sie hauchte die Worte, während sie sich durch die Schlingpflanzen einen Weg in das Innere der Tempelruine bahnte. Schatten huschten aus dunklen Ecken und verschwanden blitzartig in Mauerritzen, ein schrilles Krächzen von aufgescheuchten Flugtieren verhallte zwischen den Steinen der antiken Anlage.

Die Frau spürte eine Präsenz, eine vertraute Präsenz, die Präsenz die sie bereits seit ihrer Geburt kannte und die sie geprägt hatte. Tief im Schatten hatte sie gelebt, ihre Kräfte verborgen vor den Jedi und vor den Sith, niemanden Rechenschaft schuldig, niemanden dienend, niemanden Gehorsam schuldig außer Einer, ihrer Meisterin.
„Komm her meine Tochter, setz Dich neben mich und berichte mir!“ Die Stimme! Ja es war die Stimme ihrer Meisterin, aber war sie es wirklich? Sie klang so … jung?

Rayza sprang durch ein Loch im Boden und landete in einem Höhlen System. Die Decke war an einigen Stellen eingestürzt, am Ende der Höhle sah sie einen Wasserfall, er spiegelte das einfallende Licht und erhellte den Ort. Auf einem Felsvorsprung, am Rande eines kleinen Baches der sich durch das Wasser gebildet hatte, saß im Schneidersitz ihre Meisterin.
„Meisterin Exira, Mylady.“ Rayza setzte sich, sie war durcheinander. Die Mission, zu der sie entsandt wurde, war ihr von ihrer alten Meisterin gegeben worden und nun sah sie in das Gesicht einer junge Frau.

„Du hast sicher viele Fragen mein Kind, aber erst…Sag mir ob Du ihn gefunden hast?“

„Ja, das habe ich. Ich habe seine Echos in der Dunkelheit gesehen und bin ihnen gefolgt.“

„Hat er das, was für uns wichtig ist?“

„Ja Meisterin, die Stimmen der Toten folgen seinem Weg. Ich konnte es in seiner Präsenz spüren, als ich mich ihm auf Dromund Kaas nähern konnte. Aber…“

„Ja mein Kind?“ Der Kopf der Togrute drehte sich zu ihrer Schülerin.

„Das war noch nicht alles, ich habe da noch jemanden gesehen. Ihrer Gegenwart war anders, sie war…“ Die Twi’lek stockte und suchte die richten Worte, aber ihre Meisterin antworte für sie.

„Sie war wie ich!“ Die Togruta schlug sie ihre blutroten Augen auf und sah Rayza an.

„Ja Meisterin, sie war wir ihr. Was sollen wir jetzt unternehmen?“

„Oh mein Kind, die Dinge haben ihren Lauf genommen. Der Tod wird kommen, die Vernichtung wird kommen und aus der Auslöschung erfolgt die Geburt. Der Weg ist so alt wie die Galaxie selber, in unserem Fall jedoch, werden diesmal die Schatten ihren Teil dazu beitragen können…“
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Montag, 2. November 2015, 10:40

Kontaktaufnahme:


„Audioaufzeichnung startet jetzt!“ Mit einem leichten Hintergrundrauschen wird eine Mitteilung im ehemaligen SPHINX Notfallkanal übertragen:

„Hier spricht Agent Sirené. Wie ich von meinen Informanten erfahren habe, sind sie nun alle auf Nar Shaddaa eingetroffen und haben angefangen Informationen einzuholen. Nunja…“ Die folgende kurze Unterbrechung hing vielleicht mit der Übertragung zusammen oder wurde durch den Umstand erzeugt, dass die nächsten Worte sehr überlegt ausgesprochen wurden. „Ich muss sie in Kenntnis setzen, dass dies nicht unbemerkt geblieben ist! Wie ich erfahren konnte, hat eine Person, die sich selbst Tian’dra nennt, bereits nach Mister Denton und Miss Ciora gefragt. Aber das ist nicht das Problem, Sainthara ist immer noch auf Nar Shaddaa und auch wenn sie meine Einschätzung nicht teilen, ist diese Sith gefährlich! Aus diesem Grund empfehle ich umgehend ein Treffen zwischen uns. Die Koordinaten für den Treffpunkt werden am Ende der Nachricht übertragen. Agent Sirené Ende.“
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Freitag, 13. November 2015, 11:37

Siebzehn Mann auf des Totenmanns Kiste, hohoho….

Morgendlicher Nebel verschmolz mit der Gischt am Pier. Einige Seevögel kreisten über dem Hafen von Rishi, als Agent Sirene durch die Straßen des Piratennests schlich. Die Landung ihres Schiffes war sicher nicht unbemerkt geblieben, sicherheitshalber hatte Sirene das Gerücht beim Hafenmeister gestreut, dass der Grund ihres Aufenthalts ein Jagdausflug für reiche Schnösel aus dem Inner Rim war.

Der Weg der Agentin führte sie in Richtung der Kneipe, wo sie ihre Zielperson vermutete – Captain Jurg LaMahr; ein Frachter-Captain, Schmuggler oder ganz simpel gesagt, ein Pirat. Danke der Ermittlungen auf Nar Shaddaa, bei der ihr Miss Ciora und die Sith Sielestra geholfen hatten, hatte sie nun endlich den Namen des Mannes, der mutmaßlich den Aufenthaltsort von Krayton Durell kennen würde. Die Chance, den Mann früh morgens beim Verlassen seines Lieblingslokals zu erwischen, war einfach zu verlockend, als dass sie auf Ciora oder Sielestra warten würde.

Da! Kurz vor der Blasterweg-Cantina erschien ein Typ mit dunklem Mantel, einem großen Hut wie ihn viele dieser Möchtegern Blasterhelden trugen. Das Gesicht wurde durch ein Tuch verdeckt, aber Sirene wusste, dass LaMahr diese Art von Outfit bevorzugte. Sie verfolgte die Person in eine Seitengasse, dank ihrer Ausbildung würde er nicht merken dass sie ihn verfolgte, er würde…

In der Sekunde wo sich Agent Sirene sicher war, die Kontrolle über die Situation zu haben, wurde ihr sehr deutlich bewusst gemacht, dass Kontrolle ein relativer Begriff ist. Eine der Frachtkisten, die sie gerade passiert hatte sprang auf, zwei rotleuchtende Augen aktivierten sich und ein HK-51 Attentäter Droide sprang heraus. Auch wenn ihre Reflexe durch die imperiale Sonderausbildung instinktiv eine Abwehrhaltung auslösten, war sie nicht schnell genug der metallenen Droidenhand zu entkommen, die sie fest im Nacken packte. Aus dem Finger der Maschine schoss eine feine Nadel heraus, die sich in Sirenes Nacken stach, danach tauchte sich die Welt um sie herum in eine tiefe Dunkelheit. Die Schritte des Mannes mit dem Hut und dem Mantel klackten in ihrem Kopf, wie das Ticken einer Uhr die immer langsamer im Takt schlug.

Jurg LaMahr beugte sich über die Agentin und nickte dem HK Droiden zu. „Schaff sie weg, ich will nicht dass die Anderen sie sehen.“ LaMahr fasste sich an das Handgelenk und aktivierte sein COM. „Mein Lord, wir haben die Agentin. Ich mache nun weiter wie geplant.“. Die Antwort die er erhielt, war lediglich ein leises Kichern.
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Donnerstag, 10. Dezember 2015, 11:08

“noch keine Party”

Wasser, eiskaltes Wasser! Auf Planeten wie Ilum, Hoth oder auch Kamino, wäre eine Schale eiskaltes Wasser gerade mal den Wert des Gefäßes wert in dem es sich befand, auf einem Planeten wie Tatooine war es ein Luxusgut, etwas wonach Kraytons Körper förmlich lechzte.

Die Nachwirkungen des Karbonite-Schlafs durchzogen seinen Körper, kurze stechende Schmerzen malträtierten in kurzen Abständen seine Muskelbahnen, durchzogen seine Schläfen, hinderten ihm am Denken.

Nachdem er mehrmals seinen Kopf unter Wasser getaucht hat, kamen jedoch endlich die Erinnerungen zurück. Er sah wieder die Bilder von Sainthara vor sich, wie die Sith wutentbrannt einen Sender aktiviert hat, er seinen Blaster zücken wollte und es danach dunkel um ihn wurde. Erinnerungen an einen Schlaf aus dem es kein Erwachen gab, kamen ihn wieder in den Sinn. Dann das Zischen - die ersehnte Befreiung aus seinem Gefängnis. Seine Augen konnten nichts erkennen, aber er hat sie gehört - Sie waren alle da, sie hatten alle nach ihm gesucht. Ihre Stimmen waren ihm vertraut, sie brachten ein Gefühl zurück, etwas was er lange nicht mehr gespürt hatte - Familie...oder besser...SPHINX.

Diese Leute, endlich wieder versammelt an einem Ort, damit musste sich etwas anstellen lassen. Gut, gestern Abend wollte er nur Rache, Rache an den Leuten die ihm diesen ganzen Scheiße eingebrockt haben. Heute morgen aber, nachdem die Erste der zwei Sonnen Tatooins sich über den Horizont erhob, erinnerte er sich daran, dass Rache in der Regel keinen Gewinn einbrachte und Geld war schon immer eine seiner beiden Leidenschaften gewesen. Und jetzt hatte er die Leute zusammen, mit denen man einen Haufen Credits verdienen konnte.

Er ging zurück ins Schlafzimmer, auf seiner Schulter spürte er eine frische Bissspur und musste grinsen. Auf seinem Bett, versteckt unter einer weißen Decke schaute ein roter Lockenkopf hervor. Krayton massierte sich noch etwas die Hautstelle und lies sich zurück ins Bett fallen, denn außer Geld hatte er ja noch eine zweite Leidenschaft.


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